From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

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Fotos Flugplatz Gütersloh allgemein

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Eine Auswahl an Fotos, die den Flugplatz Gütersloh gut charakterisieren, sortiert nach Zeiträumen. Darüber hinaus gibt es auch eine Rubrik mit Luftaufnahmen vom Flugplatz und eine weitere mit Außerdienstgestellten Flugzeugen..

Zeitraum 1937 - 1949

Elektronisches Archiv Jochen Sänger Fliegerhorst, Gütersloh (Februar 1938) Der Unteroffizier Hans Sänger sitzt vor einer großen Tafel, die die Überlandflugzeuge der IV.Gruppe des Kampfgeschwaders 254 anzeigt. Die zweite Spalte zeigt die Kennzeichen der Bomber, die an zweiter Stelle stehende Ju 86 ist z.B. bei Gießen notgelandet.

Elektronisches Archiv Jochen Sänger Postkarte Offiziers-Heim, Gütersloh (ca. 1938) Hier sieht man das damals neu gebaute Offiziersheim des Fliegerhorstes Gütersloh. Viele der Gebäude stehen auch heute noch.

Elektronisches Archiv Jochen Sänger Fliegerhorst, Gütersloh (ca. 1938) Kleinere leichte Bomben wurden "von Hand" an die Befestigungen der He 111 angebracht. Das Ganze war immer eine Gruppenarbeit und förderte die Kameradschaft der Bodenmannschaften.

Elektronisches Archiv Jochen Sänger Postkarte Unteroffiziers-Heim Gütersloh (ca. 1938) Es gab auch bei der Wehrmacht schon eine Trennung nach Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren.

Elektronisches Archiv Jochen Sänger Fliegerhorst Gütersloh (ca. 1938) Die Gruppe Soldaten posiert vor einer SC 1000 Bombe, Gewicht 1000 kg. Die Bombenlast der frühen He 111-Modelle lag bei zwei Tonnen. Im Hintergrund sieht man eine Ju 52, weiter links steht eine He 111, der Standard-Bomber der frühen Kriegsjahre.

Elektronisches Archiv Jochen Sänger Karte Harsewinkel 1944 Gütersloh (1944) Link zur kompletten Karte Die Karte aus dem Jahr 1944 zeigt den Flugplatz Gütersloh noch als Grasfläche, obwohl es bereits asphaltierte und betonierte Flächen gab.

© Royal Air Force Flugplatz Gütersloh 1945, Gütersloh (1945) Der Flugplatz Gütersloh aus der Vogelperspektive gesehen! Man erkennt noch einige größere Flugzeuge im Süden des Flugfelds.

Zeitraum 1950 - 1959

© Barry Flahey "Rasenmäher", Gütersloh (1956) In den fünfziger Jahren nutzte die Royal Air Force Schafherden, um die großen Wiesenflächen kurz zu halten. Später wurde das Gras zu beiden Seiten der Runway und der Taxiways mehrmals im Jahr durch Traktoren mit Grasmähern gekürzt.

© Barry Flahey Kasernen-Block 13, Gütersloh (1956) Aus der Wehrmachtszeit überstand auch der spätere RAF-Block 13 den Krieg. Auch heute noch ist er nahezu unverändert in den Princess Royal Barracks zu finden.

© Barry Flahey One Shilling, Gütersloh (1956) Die britischen Streitkräfte waren angehalten, spezielle Geldscheine, genannt BASF, auf den Basen zu nutzen. Hier sieht man die Vorder- und Rückseite der Ein-Schilling-Note.

© Barry Flahey ES32B Lambretta Gütersloh (1958) Fast wie eine Werbeaufnahme mutet dieses Bild einer militärischen Lambretta mit BAOR-Kennzeichen außerhalb von Hangar 5 (2Group Comm Flight) aus dem Jahr 1958 an. Die beiden Hunter F6 dienen scheinbar nur als Dekoration!

© W. Herbote unbek. Hunter F6, Gütersloh (Mitte 1958) - Auf diesem Bild sieht man im Hintergrund eine landende Hunter des Gütersloher 124Wing (No14, No20 und No26Sqn). Interessanter dürfte jedoch der Vordergrund sein. Man erkennt ein Anflugradar, sowie den noch aus PSP-Stahlplatten bestehenden Overrun in Gütersloh. Die Bahn war zu diesem Zeitpunkt lediglich 1.830 Meter lang und verfügte noch nicht über die Safeland-Barrier. Für einen sicheren Betrieb von Hunter, Swift oder gar Lightning war dieses eigentlich zu wenig. Ab 1961 wurde die Runway dann auf die heutige Länge von 2.252 Metern, plus zwei Overruns, erweitert.

Zeitraum 1960 - 1969

© Günter Böckmann Hof Nordemann, Quenhorn (ca. 1962) In dem kleinen Wald südwestlich der Basis stand viele Jahre der Bauernhof Nordemann. Hauptsächlich wegen des sicher unzumutbaren Fluglärms verließen die Besitzer irgendwann den Hof. Sogar bis in die 80er Jahre konnte man noch Teile der Grundmauern der Häuser und die für die Kinder gebaute Schaukel sowie die Reste eines Jesus-Kreuzes sehen.

© Ian Bowskill collection via D. Lohmeyer XN786/D, XN733/L und sechs unid. Lightning F2 sowie XM995/T Lightning T4 92Sqn, eine Lightning T4 226OCU und fünf unid. Lightning F2 19Sqn, Leconfield (Oktober 1964) Eine frühe Aufnahme der späteren Gütersloher Lightning-Staffeln sieht man hier gut ein Jahr vor der Verlegung nach Deutschland. Vermutlich war die 19Sqn mit der QRA-Rotte betraut, daher stehen nur fünf F2 der Staffel auf der typischen runden Flightline in Leconfield. Interessant ist die T4 der 226OCU, 145Sqn, die vermutlich die ganz vorne stehende Lightning T4 der 92Sqn ergänzte sowie die kühne Konstruktion der Leiter am Trainer "Tango"!

© Erich Westersoetebier Flugbetrieb RAF Gütersloh 1966, Gütersloh (1966) Zwei Formationen von je sieben Hunter, eine Formation von vierzehn Hunter wahrscheinlich gebildet aus den Geschwadern 2 und 4. Lightnings der 19Sqdn. Wessex der 18Sqdn. Außerdem Beverly, Britannia, BAC 1-11, Argosy, eine Formation neun Lightnings 19Sqdn. Und zum Schluß die Landung von fünf Fouga Magister „Red Devils", Teilnehmer am Flugtag Werl der Belgischen Armee. Mit Videokamera abgefilmter Normal-8mm-Film. Dank an HaPe Merschbrock für das Digitalisieren!

© W. Herbote 27. Mai 1967 - Flugtag in Gütersloh Auf dieser Air Show Aufnahme erkennt man im Hintergrund eine bunte Mischung: der F-104G Starfighter FX 100 des belgischen 1Wing steht neben der Beverly C1 XH123/N der 47Sqn und der Buccaneer S2 XN980/LM652 der 736Sqn/Fleet Air Arm sowie Andover C1 XS605 der 46Sqn. Die Buccaneer war damals noch auf der RNAS Lossiemouth stationiert, die Andover in Abingdon, später verlegte die Staffel nach Thorney Island.

© Günter Grondstein XN782/K Lightning F2 19Sqn, Gütersloh (Juni 1967) Lightning trifft Lightning! Die Ersatzmaschine für die beiden Alarmmaschinen war immer dem Wetter ausgesetzt, weil sie stets im Freien zu stehen hatte. Drei einsatzbereite Maschinen gleichzeitig zu stellen, bedeutete für die Squadrons neben dem normalen Übungsflugbetrieb immer einen großen Aufwand! Im Hangar erkennt man die beiden weiteren aufmunitionierten F2.

Zeitraum 1970 - 1979

© Erich Westersötebier 16er Formation 19Sqn Gütersloh (13.07.1971) Im Juli 1971 brachten die Wartungsmannschaften der 19Sqdn das schier Unmögliche fertig. 13 F2A, zwei F2 und eine T4 waren einsatzbereit und flogen die größte Lightning-Formation, die es je von einer einzigen Staffel gegeben hat. Gütersloh (Juli 1971)

© Royal Air Force | Collection Marc Tecklenborg Group Captain Miller, Gütersloh (22.09.1971) Der RAF Gütersloh Station Commander steigt nach dem "Durchfliegen" der zweitausendsten Flugstunde mit der XN775/B aus genau dieser Lightning F2A der 92Sqn. Miller war von Januar 1971 bis Januar 1973 Station Commander.

© D. Lohmeyer XV300 Hercules C1 LTW, Gütersloh (ca. 1972) Eine tolle Sommer-Stimmungsaufnahme aus den frühen siebziger Jahren: Drei Hercules gleichzeitig auf der Platte zeigen eindrucksvoll die Wichtigkeit Güterslohs als Lufttransportkopf. Im Hintergrund sieht man die Lightning-Force: Sechs Lightnings der 19Sqn und weiter hinten ca. neun bis zehn Maschinen der 92Sqn. Das lässt darauf schließen, dass die 19Sqn zu diesem Zeitpunkt die Battle Flight stellte, dort waren dann weitere zwei Maschinen plus ein Spare zu finden. Die Maschinen standen für gewöhnlich immer mit der "Nase im Wind", hier war also gerade Ostwind. Es ist Hochsommer, die Sonne geht gerade im Nordwesten unter!

© Erich Westersötebier Zwei Lightning F2A XN780/K u. XN778/A hinter einer Victor K1A, Gütersloh (Juli 1975) Während der Flugshow dürften die Lightnings aufgrund der geringen Flughöhe aus Sicherheitsgründen nicht andocken. Die Luftbetankung bleibt letztlich bis heute immer noch eine Herausforderung für den Piloten.

© Günter Grondstein 4 unid. Bucaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (05.07.1975) Mit geöffneten Bombenschächten fliegen vier Buccaneer S2B der 15 Sqn während der Air Show 1975 eine Viererformation.

© Wilfried Zetsche Vier Lightning F2A 19/92Sqn, vier Mirage IIIE EC 1/13, vier F-4E 50TFW und ein Victor K1A 214Sqn Gütersloh (Mai 1976) Hier sieht man die Teilnehmer der Berlin-Korridor-Übung in Formation mit einer Victor K.1A. Vier Gütersloher Lightnings, vier französiche Mirage IIIE sowie vier USAF F-4E bilden die Formation.

© Reinhold Obelode zwei unid. Lightning F2A 19/92Sqn, Gütersloh (ca. 1976) Aus Sicherheitsgründen war das Fangnetz während der Hunter- und Lightning-Jahre bei Start und Landung immer oben. Ab dem Zeitpunkt der Stationierung der Harrier in Gütersloh wurde es nur nach Anforderung eines Piloten aufgestellt. Diese zwei Lightning starten gerade zu einem weiteren Einsatz.

© Simon Morris Battle Flight, Gütersloh (1976) Die Alarmstarthalle war nicht besonders gesichert, obwohl die beiden Lightnings voll aufmunitioniert waren. Die „Battle Flight“ wurde zwischen der 19 und 92Sqn in einmonatigem Wechsel geteilt. Die Piloten wechselten im 24-Stunden-Rhythmus, die Wartungscrews alle sieben Tage. Die Lightnings der „Battle Flight“ kamen auch am Wochenende und nachts regelmäßig zum Einsatz. Die Gütersloher Bevölkerung erinnert sich auch heute noch an die lauten und schnellen Maschinen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit über ihre Häuser flogen. Dies konnte an einem Sonntagmorgen gegen 05.45 Uhr schon zu einigen Beschwerden von Fliegerhorst-Anwohnern führen!

© Simon Morris Battle Flight, Gütersloh (1976) Der kleine Landrover gehörte offensichtlich zur Ausstattung der Battle Flight, die im Sommer nützlichen Liegesstühle wurden sicherlich von den Besatzungen gesponsert. Bei den Alarmierungen der Battle Flight handelte es sich meistens um Übungseinsätze im Auftrag der NATO. Manchmal galt es aber auch, verirrte Flugzeugführer in ihren Sportflugzeugen wieder auf den rechten Weg zu bringen, wenn diese sich beispielsweise in der ADIZ (Air Defense Identification Zone) an der innerdeutschen Grenze befanden und drohten, auf das Staatsgebiet der DDR „abzutreiben“.

© Wieland Stolze XH209 Canberra B(I)8 ex 16Sqn, Gütersloh (31.07.1976) Viele Jahre lagen die beiden Canberra B(I)8 der 16Sqn auf dem Dump in Gütersloh. Die XH209 wurde später als erste verschrottet, die XM244 folgte. Ab Januar 1973 wurden beide Canberra bei der 16Sqn von der Buccaneer S2B ersetzt, die Auflösung der 16Sqn erfolgte aber bereits im Juni 1972.

© HaPe Merschbrock MM6251 '9' G.91R/1A PAN Frecce Tricolori, Gütersloh (ca. August 1977) Im Hintergrund stehen die restlichen neun Ginas der Frecce Tricolori, eine Lightning F6 der 5Sqn sowie eine T5 der 11Sqn. Außerdem ist die Reserve-Gnat der Red Arrows zu erkennen. Das Team zeigte an dem Tag sein Flying-Display in Telgte. Ganz im Hintergrund steht die Begleit-Hercules der Red Arrows.

Zeitraum 1980 - 1989

© Markus Rüther Anflug 09 in EDUO, Gütersloh (1983) Das Jahr geht als ein Jahr mit den meisten Flugbewegungen in der RAF-Gütersloh- Geschichte ein. Besonders beliebt bei den Flugzeugfotografen war der Ostwindanflug auf die Bahn 09. Weniger beliebt waren die Abflüge der lauten Fighter bei der Bevölkerung über die Stadt Gütersloh bei dieser Windlage.

© Delta_200 XV300 Hercules C1 LTW, Gütersloh (Mai 1980) Zusammen mit der XV300 und einer ET61 C-160F stehen die Übungsteilnehmer von "Bold Encounter" im Mai 1980 komplett auf der Gütersloher Platte: Mirage III der EC 13, F-4E des 50TFW und Phantom der 56 und 92Sqn sieht man im Hintergrund.

© Markus Rüther unid. Phantom FGR2 19/92Sqn, Gütersloh (Oktober 1980) Zwei Phantom FGR2 aus Wildenrath stehen hier im Herbst 1980 in der alten Alarmstarthalle. Die zwei Maschinen kamen an einem Freitag- nachmittag und blieben bis zum Anfang der folgenden Woche in Gütersloh in Alarmbereitschaft.

© Jeff Bell unid. Harrier GR3 3/4Sqn Gütersloh (Januar 1982) Nachtflug wurde meistens in den Wintermonaten durchgeführt. So häufig wie bei den Lightnings passierte das allerdings nicht, war der Harrier GR3 doch ein Tag-Angriffsflugzeug.

© Gary Wann Bold Gauntlet, Gütersloh (April 1982) Von vorne nach hinten erkennt man folgende Maschinen: eine C-160F der ET61, sechs Mirage IIIE der EC 1/13, sechs F-15C/D der 36TFW, sechs Phantom FGR2 der 92 und 56Sqn sowie eine USAFE C-130E des 435TFW aus Rhein-Main. Rechts vorne steht eine Hunter T7 der Laarbruch Station Flight, die während der Korridor-Übung die Formationen der anderen Maschinen attackierte!

© Thomas Westhoff-Düppmann sieben unid. Harrier GR3 3 oder 4Sqn, Gütersloh (14.05.1982) Bei jedem der vier täglichen Slots starteten mindestens sechs, meistens acht Harrier pro Staffel zum Einsatz. Manchmal kamen die Maschinen dann in einer großen Formation zurück zur Basis – wie man hier sieht. Auch nach einer ein- oder zweiwöchigen Verlegung nach England kehrten die Harrier im Staffelrahmen zurück, meistens war dann auch ein Trainer darunter.

© Gary Wann XV183 Hercules C1 LTW,VP976 Devon C2 207Sqn, PZ865 Hurricane IIa BoBMF, G-HUNT Hunter F51, D-IFSD King Air, Gütersloh (ca. 1982) Ein buntes Sammelsurium auf der Gütersloher Platte, so wie es häufig in Gütersloh der Fall war. Die Hercules und die Devon aus RAF Northolt waren normale Besucher. Die ehemalige dänische Hunter sowie die Hurricane waren sicher Gäste auf einer der umliegenden Flugshows, wie Damme, Bad Lippspringe oder Telgte.

© Gary Wann VS 852 B Rover P6, Gütersloh (August 1982) Der Rover der Serie P6 wurde mit 2000, 2200 und 3500 ccm Hubraum gebaut - hier handelt es sich vermutlich um einen Vierzylinder der Serie 2. Das getigerte Auto gehörte vermutlich einem Piloten oder Mechaniker der 230Sqn - von der Öffentlichkeit wurde es offensichtlich weitgehend fern gehalten! Auf der Insel wurde der Rover P6 auch von der Polizei verwendet.

© Gary Wann Tigermeet 1982, Gütersloh (28.08.1982) Hier laufen gerade die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür während des Tiger Meets. Außer einer kleineren Abordnung verschiedener Jets sieht man den getigerten Rover 3500 und den Bedford Bus. Der Bedford RL Mk8 Crash Tender mit der Nummer 5 wurde bereits im Jahr 1972 eingeführt und erst nach Einführung der dreiachsigen Dennis Thornycroft Mk9 aus dem Dienst gezogen. Der Mk8 mit der Nummer 6 war hauptsächlich als Unterstützung der neueren Fahrzeuge vorgesehen. Er hatte den Ruf, zu schwerfällig und langsam zu sein und außerdem einen zu hohen Wasser- und Dieselverbrauch zu haben!

Archiv M. Rüther Postkarte aus den 80er Jahren

© Gary Wann Golf GTIs vor der Offiziersmesse, Gütersloh (ca. 1982) Man sieht, dass der 1600ccm Golf GTI Anfang der 80er wohl der Wagen war, den man einfach besitzen musste.

© Fedor K. H. Krämer Lightning Strikes, Gütersloh (Mai 1984) Während der Mai-Übung 1984 ist dieses tolle Bild entstanden. Die Leute vom Cross Servicing sind relativ mutig oder naiv, tragen sie doch zum Schutz vor dem Gewitter-Schauer einen Regenschirm auf der freien Platte!

© Marcus Herbote G-BHBL Tristar 200 British Airways, Gütersloh (1984) Die Anflüge bei Ostwind waren in EDUO oftmals spektakulär. Im Rahmen der großen Verlegeübungen von Mensch und Material waren häufig auch zivile Machinen dabei. Diesen großen Maschinen brachten viele Zuschauer nach Gütersloh, wie man auf diesem Bild sieht. Tristars sind heute schon längst nicht mehr im Dienst bei British.

© Christian Hölscher unid. Puma HC1 230Sqn und 240OCU (8 Helis) und Chinook HC1 18Sqn und 240OCU (4 Helis), Gütersloh (1985) Mindestens zweimal im Jahr verlegten Puma und Chinook der 240OCU aus Odiham nach Gütersloh. Gemeinsame Verlegeübungen ins Feld gehörten dann zur Tagesordnung. Auch im Ernstfall hätte die Trainingseinheit die beiden Gütersloher Staffeln verstärkt. Man beachte den "Chuma" in der Mitte des Bildes.

© Bob Girling Families Day 18Sqn, Gütersloh (03.05.1985) Die Flightline nach der Ankunft der Gäste zum Families Day der 18Sqn sieht man hier. Von vorne nach hinten erkennt man einen Harrier GR3 der 4Sqn, einen Puma HC1 der 230Sqn, einen Chinook HC1 der ausrichtenden 18Sqn, eine GpLv Alouette III, einen U.S.Army CH-47C, einen MFG 5 Sea King sowie eine KLu/334Sqn F.27.

© Erich Westersötebier unid. 9 Harrier GR3 4Sqn, Gütersloh (04.10.1987) Eine tolle Neuner-Formation flog die 4Sqn im Jahr 1987 - zum 75ten Bestehen der Staffel! Die XV738/B hatte dazu eigens ein buntes Leitwerk erhalten und führt hier die Formation an.

via Barry Flahey 50 Jahre Flugplatz Gütersloh 1987, Gütersloh (Juni 1987) Zum fünfzigjährigen Flugplatzbestehen entstand diese Postkarte, die per RAF-Jet von Gütersloh nach England geflogen wurde. Barry Flahey: "This cover was postmarked Gutersloh and flown by an RAF aircraft from Gutersloh back to the UK. All these covers are then signed by the aircrew and sold to collectors around the world. The envelopes would be of interest to you from a design point of view as they are very attractive. There are many different covers celebrating many types of aircraft and aviation events. I will search for this cover and scan it if you are interested in posting it on your marvellous website!" Der begleitende Text (supporting text in english).

© Markus Remfert Sunset for the Lightning! Gütersloh (Januar 1988) Der letzte Besuch einer Lightning in Gütersloh fand im Januar 1988 statt als die 11Sqn mit mehreren Maschinen nochmals DACT-Einsätze gegen die Harrier GR.3 flog. Hier kommt eine F6 der Einheit unter winterlicher Sonne bei Ostwind zur Landung herein.

© Christian Hölscher Families Day 1988 230Sqn Gütersloh (29.07.1988) Hier stehen in einer Reihe: XW768/N Harrier GR3 4Sqn, ZE352/G und ZE356/Q F-4J (UK) 74Sqn und FA94 F-16A 10Wing 31Smd. Weitere Besucher waren zwei kanadische CF-18A, ein Alpha Jet vom JaboG 41, die deutsche OV-10B 99+17, eine belgische SF.260MB, ein OH-58D der U.S.Army, eine niederländische Alouette III, ein deutscher CH-53G, ein AAC Lynx sowie ein Chinook der 18Sqn. Mit dieser interessanten Sammlung feierte die 230Sqn ihr siebzigjähriges Bestehen (gegründet am 20.08.1918). Zwei kanadische CF-18 flogen zusammen über das Static Display und die Hangars der 230Sqn und kamen dann ein zweites Mal, tief und mit wackelnden Flächen über die Bahn!

© Olaf Kestin unid. Harrier GR3 und GR5 3Sqn Gütersloh (29.11.1989) Acht der neuen Harrier GR5 der 3Sqn geleiten den letzten GR3 bei seinem letzten offiziellen Flug zurück zur Basis Gütersloh. Nur zwei Harrier GR3, XZ991/C und XV804/D, waren zu dem Zeitpunkt noch bei der Staffel. Am selben Tag wurden alle Harrier T4 der neu gegründeten Station Flight überstellt. Erst gut ein Jahr später, am 7. Dezember 1990, hatte die 4Sqn den letzten Flug mit einem Harrier GR3 zu vermelden.

© Marc Tecklenborg RAF Gütersloh im Winter, Gütersloh (unbek. Jahr) Auf diesem Bild war der Winter in OWL besonders eisig. Das hat es in den letzten Jahren höchstens ein paarmal gegeben.

© Marc Tecklenborg RAF Station Gütersloh, Gütersloh (ca. 1992) Über vier Jahrezehnte war die RAF Station das, was hier in lateinischen Lettern geschrieben steht: "Vallis Vesperis"! - Dem Westen ein Schutzwall! Sicher ist es auch ein kleiner Verdienst der Soldaten der Basis, dass es nie zu einem dritten Weltkrieg kam und der kalte Krieg beendet werden konnte. Die professionelle und hervoragende Arbeit der RAF Station führte quasi dazu, dass sie selbst überflüssig wurde!

© Christian Hölscher Crashgate, Gütersloh (1989) Was die Spotting Group von dem Schild am Crahsgate 2 hielt, kann man hier sehen. Der aufmerksame Beobachter erkennt eine Viggen, eine verfolgte NF-5 sowie einen Starfighter. Auch Mr. Spook darf nicht fehlen!

Zeitraum 1990 - 1999

© IV(AC)Sqn unid. Harrier 4Sqn, Gütersloh (1990) Im Jahr 1990 erfolgte die Ablösung des Harrier GR3 und T4 bei der 4Sqn. Angeführt wird diese Formation von einem neuen Harrier GR7, das Schlußlicht bildet ein T4 der Gütersloh Station Flight.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 The Old Bridge, Gütersloh (ca. 1990) Für Generationen von Gütersloher Spottern, interessierten Anwohnern aus dem Umland und Besuchern von anderen Basen war und ist die alte Crash-Gate-2-Brücke das Synonym für einen tollen Fotoplatz!

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 unident. Harrier GR5/7 3/4Sqn, Gütersloh (1992) Nachtflug wurde von den Gütersloher Staffeln mehrmals im Jahr durchgeführt. Meistens passierte dies im Winter, die letzte Landung war dann jeweils gegen 22 oder 22.30 Uhr.

© Dave Gibb Gütersloh Fire Services, Gütersloh (1992) Die RAF Gütersloh Fire Services stehen hier vor ihrer Heimat in Gütersloh. Links sieht man das Range Rover 6x4 Crash Rescue Vehicle (CRV) (Nummer 1), rechts stehen drei Carmichael 6x6 Multi Foam Vehicle (MFV) mit den Nummern 2 bis 4.

© Andreas Brinkmann unid. Hercules C3 LTW, Gütersloh (Frühjahr 1993) Eine der letzten RAF Hercules, die Gütersloh besuchen sollten, sieht man hier. Viele Tausend Besuche in den vorangegangenen Jahren 26 Jahren fanden statt.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 Last Parade, Gütersloh (30.03.1993) Am vorletzten Tag von RAF Gütersloh reihten sich im Rahmen eines kleinen Abschiedsfluges zwei Canberra und zwei Harrier hintereinander auf. Die Boeing 737 der "Britannia" wird hier sicher vor gelassen, sie gehörte nicht zur Abschiedsformation. Und auch die SGG hat sich auf der alten Brücke irgendwie aufgereiht...

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 Good bye, RAF Gut, Gütersloh (31.03.1993) Am 31. März 1993 brachte Achim Schmidt diesen letzten stillen Gruß am Crashgate 2 an. Eine letzte Hommage an eine der aktivsten RAF-Basen der Welt!

© Fedor K. H. Krämer Treppenaufgang Radarturm, Gütersloh (09.03.2003) Zu RAF-Zeiten beherbergte der 32 Meter hohe Turm im Südosten der Basis das Luftüberwachungsradar. Die Army und das AAC benötigte das Radar ab 1993 nicht mehr. Stattdessen wurde das rote Beacon-Blinklicht mit Morsecode lang-lang-kurz, kurz-kurz-kurz oder "GS" für Gütersloh während der Flugbetriebszeiten in die Welt geschickt.

Zeitraum 2000 - heute

© P. Anderson Neue Befeuerung Runway 09, Gütersloh (2008) Ganze 15 Jahre hat es nach dem Abzug der RAF gedauert, bis eine größere Veränderung der Startbahn durchgeführt wurde. Die ursprüngliche Anflug- und Bahnbefeuerung stammt noch aus den 60er Jahren, die PAPI´s dagegen waren erst knapp 25 Jahre alt. Leider wurde die nutzbare Länge unserer 09/27 dadurch erheblich verkürzt.

© Hagen Franke Flugplatz Luftbildaufnahme, Gütersloh (September 2009) Das Todesurteil für jede Start- und Landebahn sind mehrere große weiße Kreuze in regelmäßigen Abständen auf der Bahn. Es gibt in der Geschichte kaum Beispiele für Flugplätze, die nach einer Sperrung wieder voll aktiv waren! Im Hintergrund sieht man Hangar 6 und 7, früher Heimat von Hawker Hunter, Westland Wessex und Aerospatiale Puma. Rechts vorne erkennt man drei der insgesamt sieben Shelter des ehemaligen Staffelbereichs der 3Sqn, wobei der linke tatsächlich eine Waschhalle war! Hier gibt es weitere Luftaufnahmen vom Flugplatz.

© HaPe Merschbrock Tag des Denkmals 2009, Gütersloh (05.09.2009) Hangar 6 und 7 heute! Früher Heimat für die Hunter FR10 der 2 und 4Squadron, Wessex HC1 der 18Squadron und Puma HC1 der 230Squadron. Heute hat die Army mit ihren Logistikeinheiten alles fest im Griff.

© HaPe Merschbrock Tag des Denkmals 2009, Gütersloh (05.09.2009) Für sein Alter von siebzig Jahren sieht der Zustand des Kontrollturms noch recht gut aus. Die nachträglich aufgesetzte Glas-Kuppel wurde vor einem halben Jahrhundert an die heutige Stelle gebaut!

© HaPe Merschbrock Tag des Denkmals 2009, Gütersloh (05.09.2009) Auch wenn die Flugbewegungen in Gütersloh heute "few and far between" sind, wie der Brite sagt, mahnt dieses Schild dennoch zur Vorsicht im Flugbetriebsbereich von ETUO.

© HaPe Merschbrock Tag des Denkmals 2009, Gütersloh (05.09.2009) Der ehemalige Taxiway führt über die Runway in den Staffelbereich der 3Sqn. Über ihn sind in den Jahren zehntausende von einheimischen Maschinen und Gastflugzeugen zur 27 gerollt!

© HaPe Merschbrock Tag des Denkmals 2009, Gütersloh (05.09.2009) Der in den 30er Jahren entstandene Tower aus der Ferne. Überall auf dem Vorfeld stehen die LKW der Logistik-Brigade.

© Kai Grundmann XZ185 Lynx AH7 1Rgt und D-106 CH-47D 298Sqn, Gütersloh (17.01.2012) Derartige Bilder gab es zu AAC-Zeiten leider selten. Sie erinnern an die RAF-Jahre, wo oftmals mehrere Flugzeuge und Hubschrauber gleichzeitig im Anflug oder in der Platzrunde waren. Aufgrund der fehlenden Unterstützung des AAC für Gäste wie die KLu hat diese sich von Gütersloh leider ganz zurück gezogen.

© Axel Saal Hangar 1, 1Regiment AAC, Gütersloh (02.10.2013) Der große Hangar mit der internen Nummer 1 trug diese nicht außerhalb. Er wurde in den Jahren 1981 bis 82 für die Chinook der 18Sqn gebaut. Doppelt so lange wie die RAF nutzte allerdings das 1Regiment AAC den Hangar.

© Axel Saal Army Air Corps Flagge, Gütersloh (02.10.2013) Die Flagge des AAC wehte meistens am Flaggenmast vor Hangar 1 und wurde stolz präsentiert. Im Mai 2014 sollen die letzten Soldaten mit den hellblauen Baretts die Basis verlassen und die Flagge wird eingeholt.

© Christian Hölscher Spotter-Brücke, Gütersloh (Sommer 2014) Kurz vor der Verschrottung steht die Stahlbrücke wie eh und je an alter Stelle. Die Natur hat sich viele Bereiche in ihrer Umgebung bereits vollständig zurück geholt. Sicher wird es auch mit dem alten Standplatz der Brücke in einigen Jahren passiert sein.

Abriss der Spotter Brücke

© Andreas Brinkmann Spotter-Brücke, Gütersloh (16.09.2014) Hier sieht man die traurigen Überreste der Spotterbrücke. Rund 64 Jahre war das Bauwerk der Emsübergang von und zum Crashgate 2 der Basis. Bereits in den fünfziger Jahren waren Luftfahrtenthusiasten aus allen Bereichen der Gesellschaft regelmäßige Besucher der Brücke, stand man doch hier einige Meter höher als unterhalb des Zaunes und am Flussufer. Ihren Höhenpunkt erreichte sie mit ca. 30 bis 40 gleichzeitigen Spotter-Besuchern Anfang der 80er Jahre bis Anfang der 90er Jahre.

Abriss der Spotter Brücke

© Andreas Brinkmann Spotter-Brücke, Gütersloh (16.09.2014) "Hier fehlt doch etwas?!" Das werden sich viele ortskundige Spotter sicher fragen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde die Brücke in den Jahren 1950/51 aus schottischem Stahl gebaut und diente fortan hauptsächlich der Feuerwehr als Möglichkeit zu einem schnellen Übersetzen der Ems nach einem flugplatznahen Absturz.

Abriss der Spotter Brücke

© Andreas Brinkmann Spotter-Brücke, Gütersloh (16.09.2014) Hier wird wohl nie wieder eine Brücke stehen. Genauso wie der Flugplatz hat auch die Brücke nach sechs Jahrzehnten ausgedient. Die Abrissarbeiter haben scheinbar ganze Arbeit geleistet. Nur die Betonfundamente sind (vorerst) geblieben.

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