From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Squadrons: Flugtag Gütersloh 1975

Flugtag Gütersloh 1975

Programm & Plakate

via H.P. Merschbrock Vorderseite des Programmhefts zur Air Show 1975 Die Formation aus drei Phantom FGR2 (Brüggen Wing), einer Lightning F2A (Gütersloh Wing), zwei Buccaneer S2B (Laabruch Wing) und einem Harrier GR1A (Wildenrath Wing) wäre heutzutage ein echter Höhepunkt!

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Mit diesem Werbeplakat warb die Royal Air Force für Zuschauer. Letztlich kamen geschätzte 300.000 Besucher zu dem seltenen Event. Allerdings ist die Parkgebühr mit den damaligen 10 DM sicher nicht gerade als günstig zu bewerten!

Static & Flying Display:
Luftaufnahme Airschow Gütersloh 1975

© Crown Copyright via Stadtarchiv Gütersloh Luftaufnahme Flugplatz - Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Ob auf der Gesamtübersicht des Air Show Areals wirklich 300.000 Besucher zu sehen sind, wie es die RAF gemeldet hat, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall war das Wetter der Jahreszeit angemessen. Die Flugzeuge des Flying Displays starteten auf der 27 und landeten auf der 09, ganz zur Freude der Brücken-Besucher im Westen der Basis.

Luftaufnahme Airschow Gütersloh 1975

© Crown Copyright via Stadtarchiv Gütersloh Luftaufnahme Static Display - Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Rechts erkennt man die Ausstellung der RAF Germany Fighter Harrier, Buccaneer, Lightning, Phantom und Jaguar, gegenüber sieht man eine Reihe ausländischer NATO-Jets sowie daneben einige US Army Helikopter. Bemerkenswert ist allerdings, dass, abgesehen von der Andover der 46Sqn und einer Hercules, keine weiteren RAF Transporter zu sehen sind. Weder eine Argosy der 115Sqn noch eine Belfast der 53Sqn, weder eine Britannia der 99 bzw. 511Sqn oder eine VC-10 der 10Sqn sind zu sehen. Die letzte Comet der 216Sqn war im Monat zuvor aus dem Dienst genommen worden.

Luftaufnahme Airschow Gütersloh 1975

© Crown Copyright via Stadtarchiv Gütersloh Luftaufnahme Flightline und Static Display - Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Das für einen "Großflugtag" eher durchschnittlich große Static Display in Gütersloh wird im Osten von der Flightline begrenzt. Dort erkennt man in vorderster Linie die Phantom FGR2 der 2Sqn sowie die dänische Draken und links den Puma der 33Sqn. Dahinter stehen die Jaguar der 14Sqn, die Red Arrows und mindestens ein Wessex der 18Sqn.

© E. Westersoetebier Zwei F2A XN780/K u. XN778/A 92Sqn hinter der XA932 Victor K1 214Sqn, Gütersloh (Juli 1975) Aus Sicherheitsgründen durften die beiden Lightnings nicht andocken, es ist also keinesfalls ein Versehen!

Static Diplay:

XW527/O Buccaneer S.2B 16.Sqn.
XH133 Canberra PR.9 39.Sqn.
XS729/G Dominie T.1 6.FTS
XP541/41 Gnat T.1 4.FTS
XW768/G Harrier GR.3 20.Sqn.
WV372/85 Hunter T.7 4.FTS
XX840 /- Jaguar T.2 17.Sqn., ohne Abzeichen
XW432/92 Jet Provost T.5 3.FTS
XN727/W Lightning F.2A 92.Sqn.
XT901/T Phantom FGR.2 2.Sqn.
WJ909/A Varsity T.1 6.FTS
XX373 Gazelle AH.1 661.Sqn.
XT819 Sioux AH.1 662.Sqn.
XV123 Scout AH.1 AAC
FX13 F-104G FAB/1.Wing
BR09 Mirage 5BR FAB/2.Wing, 42.Smd.
AT-154 TF-35XD RDanAF/Esk 725
GT-879 TF-100F RDanAF/Esk 727/730
21+65 F-104G GAF/JaboG 31
31+42 G.91R/3 GAF/LeKG 43
35+60 RF-4E GAF/AG 52
50+87 C-160D GAF/LTG 63
84+72 CH-53G Heer
A-350 Alouette III GpLv
C-7 F.27-300M KLu/334.Sqn.
224 F-5A RNoAF/338.Skv.
68-017/UH F-111E 20.TFW
13559 OV-10A 601.TCW
15002 CH-47C U.S.Army, 180.AvCo
15608 AH-1F U.S.Army
18449 CH-54A U.S.Army Wiesbaden
21682 UH-1H U.S.Army

© Alex Waning 50+87 C-160D LTG 63 Gütersloh (04.07.1975) Mitte der siebziger Jahre waren viele Muster gerade neu bei der NATO oder erst wenige Jahre im Einsatz. Auch das LTG 63 in Hohn flog die Transall erst seit einigen Jahren. Viele Flugzeuge rollten direkt in das Static Display hinein, wie man hier sieht.

© G. Grondstein 18449 CH-54A 295AvCo, Gütersloh (05.07.1975) Zum Flugtag am ersten Juli-Wochenende im Jahr 1975 kam auch ein CH-54A Tarhe aus Mainz-Finthen. Die Maschine hatte zwei 4.500 WPS Turbinen und kann mit seinem Lasthaken über 9 Tonnen heben. Alternativ ist das Tragen von Containern als 10 Tonnen-Last möglich.

© Alex Waning XW527 Buccaneer S2B 16Sqn Gütersloh (04.07.1975) Das Gütersloher Static Display war in verschiedene Bereiche aufgeteilt worden, diese Buccaneer steht hier neben einer Lightning F2A und ist damit Teil der RAFG-Abteilung. Das Staffelabzeichen war damals noch klein, Buchstabencodes kamen erst später.

© Günter Grondstein XX840 Jaguar T2 17Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Die 17Sqn in Brüggen erhielt ihren ersten Jaguar in Form der T2 XX840 im Juni 1975. Noch ohne Abzeichen sieht man die Maschine hier als Teil des Statics. Bereits im Oktober 1975 als einsatzbereit gemeldet, war die 17Sqn erst im Februar 1977 vollständig mit 15 GR1 und zwei T2 ausgerüstet.

© Alex Waning AT-154 TF-35XD Esk 725 Gütersloh (04.07.1975) Die Dänen trugen ihre Staffelmarkierngen nur an der linken Seite der Nase, diese Draken hatte dagegen gar kein Abzeichen zu bieten, gehörte haber zur Esk 725. Leider ließen sich nicht alle Maschinen ohne Absperrbänder fotografieren.

© Axel Saal AT-154 TF-35XD Esk 725 Gütersloh (05.07.1975) Zusammen mit der am Flying Display teilnehmenden A-007 kam die AT-154 der Esk 725 zur Air Show nach Gütersloh. Der Trainer trägt hier noch kein Staffelwappen. Die Maschine wurde erst am 20. Dezember 1971 an die Dänen übergeben.

© Alex Waning A-350 Alouette III GpLv Gütersloh (04.07.1975) Kurz nach der Ankunft in Gütersloh machte Alex Waning von seiner eigenen Maschine diese Aufnahme. Die A-350 flog später auch für die "Grasshoppers". Der Fotograf hatte mit den anderen Besatzungsmitgliedern nur wenig freie Zeit, da es aufgrund der hohen Besucherzahlen sehr viele Besucher gab. Und doch blieb das Wochenende in guter Erinnerung, Alex traf bei einem der Disco-Besuche in Gütersloh seine spätere Ehefrau!

© Alex Waning 35+60 RF-4E AG 52 Gütersloh (04.07.1975) Der Kameraschacht der Frontkameras ist hier geöffnet, vermutlich war die Maschine vor der Landung in Gütersloh noch auf einer "scharfen" Mission. Zu dem Zeitpunkt gehörten die beiden schweren Aufklärungsgeschwader 51 und 52 in Bremgarten und Leck zu dem Besten, was die NATO im Bereich Recce zu bieten hatte.

© Alex Waning XT819/C Sioux AH1 662Sqn Gütersloh (04.07.1975) Vom kleinen Flugfeld der Waterloo Barracks in Münster-Loddenheide war es für diesen Sioux AH1 nicht weit nach Gütersloh. Die 662Sqn gehörte zu damals zum noch in Deutschland ansässigen 2Regiment des AAC, das auf verschiedene Standorte aufgeteilt war.

© G. Grondstein XT819/C Sioux AH1 662Sqn, Gütersloh (05.07.1975) Dieser Sioux war auf dem Static Display während des Open Day ausgestellt. Der große Staffelcode ist hier sicher nicht zu übersehen, auch nicht für die Besatzung während des Fluges!

© Günter Grondstein XX373 Gazelle AH1 661Sqn Gütersloh (05.07.1975) Mit dem Abzeichen der 661Sqn aus Detmold am Rumpf steht die XX373 als eine von drei Hubschraubern des Musters bei der großen Air Show. Die zwei anderen Gazelle XW908 und XW911 nahmen im Flying Display teil.

© Alex Waning XH133 Canberra PR9 39Sqn Gütersloh (04.07.1975) Von der Mittelmeerbasis Luqa auf Malta verlegte die 39Sqn im September 1970 nach RAF Wyton und blieb dort bis zur Auflösung am 1. Juni 1982. Dann übernahm die neue 1PRU die Aufgaben der Staffel.

© Alex Waning 68-0017/UH F-111E 20TFW Gütersloh (04.07.1975) Beim Reinrollen in das Static wurde die damals noch ziemlich neue F-111E aufgenommen. Es war vermutlich einer der ersten Besuche des Musters auf der Basis. Interessant sind die unüblich aufklappbaren Cockpithauben. Die Piloten sitzen in einer Rettungskapsel, mit der sie sich im Notfall bereits am Boden und bei nur 50 Knoten Geschwindigkeit rausschießen können.

© Alex Waning 68-0017/UH F-111E 20TFW Gütersloh (04.07.1975) Erst fünf Jahre war dieser schwere Jagdbomber in Upper Heyford zu dem Zeitpunkt im Einsatz. In Deutschland waren die Jets bis dahin noch nicht sehr oft zu sehen gewesen. Staffelmarkierungen trägt diese F-111E nicht, später flog die 68-0017 bei der 55TFS.

© Axel Saal WV372/85 Hunter T7 4FTS, Gütersloh (06.07.1975) Viereinhalb Jahre vor Entstehen dieser Aufnahme gehörte die WV372 noch als "R" zur 2Sqn, die genau diesen Trainer bis März 1971 für zehn Jahre von Gütersloh aus einsetzte. Zur großen Air Show 1975 kam das Flugzeug dann zurück auf die alte Heimatbasis. Bei dem fatalen und tragischen Shoreham-Crash im August 2015 wurde das Flugzeug völlig zerstört. Im Jahr 1967 kamen die ersten Hunter T7 und F6 zur No3Squadron der No4FTS, damit ergänzten sie die Gnat der Nos 1 and 2Squadron. Das Muster flog in der ‘Fast-Jet' Ausbildung der "langbeinigen" Piloten und war außerdem für die Ausbildung der Commonwealth-Piloten von Jordanien, Australien, Singapur, Equador u.a. verantwortlich.

© Günter Grondstein XS729/G Dominie T1 6FTS, Gütersloh (06.07.1975) Über Jahrzehnte waren die Maschinen der No 6 Flying Training School regelmäßige und häufige Besucher. Von daher war es nur logisch, dass auch bei der Air Show 1975 ihre Maschinen in Gütersloh zu sehen waren. Die Schule lag viele Jahre auf der ehemaligen V-Force Basis Finningley.

© Alex Waning 84+72 CH-53G Heer Gütersloh (04.07.1975) 110 CH-53 wurden bei VFW-Fokker in Speyer von 1972 bis 75 für die deutschen Heeresflieger gebaut und an insgesamt vier Einheiten übergeben, an das HFR 15 in Rheine-Bentlage, HFR 25 in Laupheim, HFR 35 in Mendig und die HFWS in Bückeburg.

© Alex Waning 224 F-5A 338Skv Gütersloh (04.07.1975) In den siebziger Jahren wurden die vormals bunten Staffelmarkiungen der Norweger leider weniger und meistens flogen F-104 und F-5 ganz ohne. Diese Maschine war im Jahr 1975 der 338Skvadron in Oerlandet zugewiesen.

Based a/c Flying Display:

XN778/A Lightning F.2A 92.Sqn.
XN780/K Lightning F.2A 92.Sqn.

(hingen beide hinter dem Victor)

XN730/J Lightning F.2A 92.Sqn.

mit XN726/N, XN788/P, XN732/R und drei weitere Maschinen

5 x unid. Lightning F.2A 19.Sqn.

(alle 14 Lightning machten einen Massenstart)

XR502/BL plus vier Wessex HC.2 18.Sqn.

© E. Westersoetebier XX759 Jaguar GR1 14Sqn Gütersloh (06.07.1975) Zur Air Show Anfang Juli 1975 waren vier Jaguar GR1 der 14Sqn ins Flying Display eingebunden. Die XX759 gehörte auch dazu. Damals war der Jaguar noch kein Jahr im Dienst und folglich eine der Attraktionen in EDUO.

Flying Display:

XS597 Andover C.1 46.Sqn.
XX885 Buccaneer S.2B 16.Sqn.
XW908 Gazelle AH.1 661.Sqn.
XW911 Gazelle AH.1 661.Sqn.
XP514 Gnat T.1 “Red Arrows”

und XP531, XR540, XR572, XR991, XR993, XR995, XS101, XS107, XS111

XV751/V Harrier GR.1A 20.Sqn.
XV740/A Harrier GR.1A 4.Sqn.

und XV784/D, XV789/F, XV747/G, XW921/K, XW924/L (davon vier geflogen)

XV187 Hercules C.1 LTW
XV210 Hercules C.1 LTW
XX751 Jaguar GR.1 14.Sqn.

und XX755, XX756, XX759 und XX762 (davon vier geflogen)

XW353/12 Jet Provost T.5A/T.5 RAFC, „The Poachers“

mit XW359/4, XW375/10, XW422/3 und XW438/2 (davon vier geflogen)

XV468/N Phantom FGR.2 2.Sqn.
XT909 Phantom FGR.2 31.Sqn.

und XV466 (14.Sqn.), XV488 (17.Sqn.) plus one (Flying only)

XV344 Buccaneer S.2B 15./16.Sqn.

und XW533/Q, XW543, XW545 (Flying only)

XW209/CF Puma HC.1 33.Sqn.
XV258 Nimrod MR.1 120.Sqn.
A-007 F-35XD RDanAF/Esk 725
XA932 Victor K.1 214.Sqdn
XL359 Vulcan B.2 230.OCU

© Günter Grondstein A-007 F-35XD Esk 725, Gütersloh (06.07.1975) Einer der Teilnehmer am Flying Display war diese damals noch recht neue dänische Saab Draken. Die Maschine flog clean und zeigte der Gütersloher Bevölkerung erstmals die Fähigkeiten dieses Musters.

© Alex Waning A-007 F-35XD Esk 725 Gütersloh (06.07.1975) Erstmals konnte die ostwestfälische Bevölkerung eine Draken im Flying Display beobachten. Das Muster war immer ein echter Exot unter den eher von Starfighter, Phantom und Co. dominierten Flotten der NATO-Kampfflugzeuge. Die Dänen brachten zwei Draken zur Air Show auf die Basis, die AT-154 stand im Static Display.

© E. Westersoetebier - Während des Flugtages Anfang Juli 1975 kam es zu einem Massenstart mit insgesamt 14 Lightnings. Rechts ist der auf RAF-Basen allgegenwärtige Starter-Caravan zu sehen, der noch die Höhentafel "235 Feet" trägt, Gütersloh (Juli 1975)

© Axel Saal XA932 Victor K1 214Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Nur 18 Monate vor der Außerdienststellung der XA932 war der Tanker ein Hauptstarsteller bei der Air Show in Gütersloh. Im Hintergrund des landenden Victors sieht man einige Lightnings der 92Sqn, die aufgrund der nicht nutzbaren Flightline in die neue Shelter Area "evakuiert" wurden.

© Günter Grondstein XV784/D Harrier GR1A 4Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Zu diesem Zeitpunkt bestanden bereits die konkreten Pläne zur Verlegung der Harrier-Force nach Gütersloh. Hauptgrund war die hohe Verwundbarkeit der Fighter durch feindliche Boden-Boden-Raketen mit geringer Vorwarnzeit so dicht hinter der innerdeutschen Grenze. Außerdem würden die Harrier in Zeiten besonderer Spannung ohnehin ins Feld verlegen und wären bei einem Angriff nicht mehr vor Ort. Am Lufteinlauf sieht man einen aufgemalten weißen Löwen.

© E. Westersoetebier XV740/A und XV784/D, XV789/F, XV747/G, XW921/K, XW924/L Harrier GR1A 4Sqn Gütersloh (06.07.1975) Hier stehen alle sechs Harrier, die am Open Day 1975 in Gütersloh teilnahmen, in einer Reihe. Vier von ihnen flogen eine Flugverführung.

© Reinhold Obelode Fünf unid. Harrier GR1A 4Sqn, Gütersloh (05.07.1975) Einen Tag vor der großen Airshow wurde auch das "Harrierballet" durch die Piloten der 4Sqn geübt. Vier GR1A stehen hier in der Luft, ein fünfter fliegt mit hoher Geschwindigkeit vorbei. Zu den insgesamt sechs an der Show teilnehmenden Harrier der 4Sqn zählten XV740/A, XV784/D, XV789/F, XV747/G, XW921/K und XW924/L.

XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15 und 16Sqn

Archiv Wieland Stolze XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15 und 16Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Die vier Buccaneer des Laarbruch Strike Wing sind während der Flugschow leider nicht gelandet. Hier präsentieren die Maschinen ihren offenen Bombenschacht - dort können vier 454 kg Bomben, eine Nuklearwaffe sowie alternativ ein Zusatztank untergebracht werden.

© Günter Grondstein XW209/CF Puma HC1 33Sqn, Airshow, Gütersloh (06.07.1975) Ab Juni 1971 flog die 33Sqn als erste RAF-Einheit den neuen Aerospatiale Puma HC1. Zuvor hatte die Squadron schon mit der Gloster Meteor, Gloster Javelin und Bloodhound Boden-Luft-Rakete "operiert". Squadron Leader C.G. Ford führte die Hubschrauberstaffel Mitte der siebziger Jahre von RAF Odiham aus.

© Günter Grondstein XX751 Jaguar GR1 14Sqn Gütersloh (06.07.1975) Die vier Jaguar der 14Sqn waren im Juli 1975 brandneu und zählten zu eine der Attraktionen auf der Air Show. Hier rollt die XX751 von ihrer Abstellposition an den Hangaren der 18Sqn vorbei zur Startbahn 27. Kurze Zeit später bekam der Jaguar den Code "X" bei der 14Sqn.

© Wieland Stolze XX751, XX755, XX756 und XX759 Jaguar GR1 14Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Lediglich einer der vier an der Air Show 1975 teilnehmenden Jaguar GR1 trägt hier keine Unterflügelpylone (XX751). Die No 14 Squadron in RAF Bruggen erhielt ihren ersten Jaguar, den T2 XX836, am 7. April 1975 und wurde erst am 1. Dezember des Jahres als einsatzbereit erklärt. Die Staffel erhielt zunächst Maschinen des Batch 1 (XX751 bis XX768), flog diese aber nur bis Ende 1975, als ihr Batch 2 Maschinen zugewiesen wurden. Die 226OCU erhielt dann die älteren Jaguar.

© Wieland Stolze XW375/10 und XW438/2, XW359/4, XW353/12, XW422/3 Jet Provost T5/T5A RAF College, Gütersloh (Juli 1975) Eine der wohl wenigen Vorführungen der Kunstflugstaffel "The Poachers" in Gütersloh fand zur Air Show 1975 statt. Die XW353 war zu diesem Zeitpunkt noch eine T5, die erst am 21.10.1975 zur T5A umgerüstet wurde. Vier der fünf Jet Provost T5A des RAF College in Cranwell zeigten unter der Führung von Squadron Leader P B Curtin eine interessante Darstellung mit dem Muster. Das letzte Jet Provost Aerobatic Team existierte von 1969 bis 1976 und wurde dann ganz kurzfristig aus ökonomischen Gründen aufgelöst - es war hier letztmalig auf der Basis, ohne es damals zu wissen!

© Erich Westersötebier XW438/2 Jet Provost T5A RAF College, Gütersloh (Juli 1975) Die Codes wurden an den Jet Provost der „Poachers“ scheinbar zeitweise nur an der Nase getragen, waren den Maschinen aber zugewiesen worden. Wenigstens einmal wurden sie als weiße Ziffern im hellblauen Band des Colleges getragen. Heute steht die XW438 beim RAFO Technical College in Seeb/Muscat als Ground Instructional Airframe.

© Erich Westersötebier XW422/3 Jet Provost T5A RAC College, Gütersloh (Juli 1975) Erst am 14. März 1975 kam die XW422 zum Kunstflugteam „The Poachers“. In den achtziger Jahren flog die Maschine noch einige Jahre bei der 3FTS in Scampton, bevor sie am 25.04.1991 in den Store nach Shawbury geschickt wurde.

© Alex Waning XV258 Nimrod MR1 120Sqn Gütersloh (06.07.1975) Bis zum Februar 1971 operierte die 120Sqn in Kinloss noch mit der Shackleton, die ersten Nimrod MR1 waren der Staffel im Oktober den Vorjahres zugewiesen worden. Ab April 1981 rüstete die Einheit dann auf die MR2 um. Auch diese Staffel wurde nach dem Defence Review 2010 aufgelöst.

© Alex Waning XV258 Nimrod MR1 120Sqn Gütersloh (06.07.1975) Als "Flying Only" kam am Tag der Air Show diese auch an der Show in Wildenrath teilnehmende Nimrod nach Gütersloh. Neben der 120Sqn in Kinloss flogen auch die 201 und 206Sqn den Typ von dort aus. Die 42Sqn und 236OCU waren von St. Mawgan aus mit diesem überragenden Seefernaufklärer im Einsatz. Von April 1972 bis Dezember 1977 gab es außerdem die 203Sqn in Luqa auf Malta.

© Günter Grondstein XW904 Gazelle AH1 661Sqn Gütersloh (05.07.1975) Zu dem Zeitpunkt löste die Gazelle AH1 den völlig veralteten Sioux AH1 bei den AAC-Verbänden in der Beobachtungs- und Verbindungsrolle ab.

© Alex Waning XV789/F Harrier GR1A 4Sqn Gütersloh (04.07.1975) Die 4Sqn war mit der halben Squadron bei der Air Show in Gütersloh, obwohl am selben Wochenende in Wildenrath, der damaligen Basis der RAFG Harrier Force, ebenfalls eine große Air Show ablief. Am Niederrhein durfte sich dann die 3 und 20Sqn präsentieren, ein Harrier der 20Sqn standd in Gütersloh lediglich im Static Display.

© Günter Grondstein XW924/L Harrier GR1A 4Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Besonders in den ersten Einsatzjahren wurde von den Harrier-Piloten ein hohes Maß an Können verlangt, hatte die RAF doch keine Flugzeugführer, die auf Erfahrungen mit dem Harrier zurückgreifen konnten. Die Piloten durchliefen sowohl eine Jet-Ausbildung wie auch eine Hubschrauberführer-Schulung. Bald kam es zu verschiedenen größeren und kleineren Unfällen, die nicht immer glimpflich verliefen. In den Jahren 1971 bis 74 waren insgesamt 12 Abstürze zu beklagen, hauptsächlich waren Vogelschläge und Triebwerksausfälle die Ursache.

© Alex Waning XV187 Hercules C1 LTW Gütersloh (06.07.1975) Bei einer Air Show flogen britische Hercules nach dem Abheben für gewöhnlich tief ab, auch die XV187 des Lyneham Transport Wing zeigt dieses Verfahren. Die RAF zeigte bei der Gütersloher Flugschau ein breites Spektrum seiner Fähigkeiten.

© Günter Grondstein XV187 Hercules C1 LTW Gütersloh (06.07.1975) Diese Hercy nahm aktiv am Flying Display der Air Show teil. Zu der Zeit bestand das Lyneham Transport Wing schon aus den Squadrons No24, 30, 36, 47, 48 und 70. Die 242OCU lag als Hercules-Umschulungseinheit noch in Thorney Island, die 36 und 48Sqn sollten wenigen Monate später auflösen. Interessant ist der silbergraue Landrover links im Bild und das verbrannte Gras, dass auf eine lange Hitzeperiode zur Zeit der Air Show hinweist.

© Erich Westersötebier XL359 Vulcan B2 230OCU, Gütersloh (06.07.1975) Fotos von Avro Vulcan in RAF Gütersloh gehören scheinbar zu den Seltenheiten. Hier steht die imposante Maschine am Morgen der Air Show vor dem Tower und wartet auf ihren "Einsatz". Nach den Datenbanken wurde die XL359 bei der OCU geführt, ein Staffelwappen trägt sie aber leider nicht. In Dienst gestellt wurde das Flugzeug im Januar 1961, es wurde später zur Mitnahme der Blue Steel Abstandswaffe umgerüstet und im Jahr 1982 aus dem Einsatz genommen.

© Günter Grondstein XL359 Vulcan B2 230OCU Gütersloh (06.07.1975) Die Besatzungen der 230OCU hatten oft die Aufgabe, mit ihren Vulcan die verschiedensten Air Shows durch ein Flying Display zu erfreuen. Die Vulcan machte durch einen besonders tiefen Anflug von Osten über die Stadt mit einem Tiefflug über die Startbahn von sich reden. Gleichzeitig mit der Show in Gütersloh war auch in Wildenrath eine Air Show zu sehen. So flogen alle Einzel-Display-Maschinen wie Vulcan und Nimrod und alle Formationen auf beiden Veranstaltungen.

© Wieland Stolze XT909 Phantom FGR2 31Sqn, plus XV466 14Sqn , XV488 17Sqn und eine unid. Gütersloh (06.07.1975) Das Vierer-Team der Phantom FGR2 aus Brüggen bestand aus verschiedenen Staffeln und flog direkt aus Brüggen nach Gütersloh. Mit den drei Zusatztanks war das kein Problem. Bei zur gleichen Zeit stattfindenden Flugtag in Wildenrath flogen 16 Phantom des Brüggen Wing sogar einen simulierten Großangriff auf die Basis!

© Wieland Stolze XA932 Victor K1 214Sqn, XN778/A und XN780/K Lightning F2A 92Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Fast über die gesamte Einsatzzeit der Lightning bildete das "Gespann" Victor - Lightning eine Gemeinschaft. Das war aufgrund der geringen Flugdauer des Jägers sicher unabdingbar.

© G. Grondstein XR991 Gnat T1 Red Arrows, Gütersloh (06.07.1975) Bei der Landung nach einem Display während der Air Show wurde diese schmucke Gnat aufgenommen.

Impressionen

© Royal Air Force Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Um die 300.000 Besucher machten die letzte große Air Show auf der RAF-Basis zu einem einmaligen Erlebnis.

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Marschieren gehört bei den britischen Streitkräften bis heute zum Tagesgeschäft. Interessant ist der Aufkleber auf Hangar 3, Heimat der 92Sqn.

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Die Shelter für die beiden Harrier-Einheiten No3 und No4Sqn entstanden Mitte der siebziger Jahre und waren am Tage der Air Show bereits fast einsatzbereit.

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Bei über 30 Grad im Schatten waren die "Erfrischungsbereiche" auf der RAF-Station immer überlaufen. Bereits am frühen Nachmittag waren die Vorräte erschöpft!

© H. P. Merschbrock unid. Bloodhound Mk2, Gütersloh (06.07.1975) In Gütersloh lagen niemals, wie auf den anderen RAF-Standorten, Boden-Luft-Raketen des Typs Bloodhound. Ausgestellt war dennoch eine dieser Waffen. Man fühlt sich beim Anblick der Bilder sofort in die 70er Jahre zurück versetzt!

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Warten auf die Flugvorführungen! Die Hitze an den Tagen kann man beim Anblick des Rasens nur vermuten!

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Das Staffelwappen der 19Sqn sieht man hier während der Air Show. Der grüne Delfin sieht auf diesem Wappen eher wie ein Double des "Schrecken vom Amazonas" des US-Regisseurs Jack Arnold aus! Das Motto lautet übersetzt: "Das was sie zu können scheinen, können Sie!"

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975) Das Staffelgebäude der No92(East India)Squadron sieht man hier während der Air Show.

© H. P. Merschbrock Air Show 1975, Gütersloh (06.07.1975)Wing Commander Bruce hieß der Commanding Officer der 92Sqn Mitte 1975. A Flight Chef war Squadron Leader Liggitt, für die B Flight zeichnete sich Sqn Ldr Lawrance verantwortlich.

Downloads
Programmheft Flugtag 1975 (PDF, 11MB)

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