From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der Armée de l'Air – EC 2

Gastflugzeuge der Armée de l'Air – EC 2

Armée de l’Air - EC 1/2 Cigognes

Mirage 2000C

© Pete Webber 8/2-EC Mirage 2000C EC 1/2, Gütersloh (18.05.1988) Als erste Escadrille der französischen Luftwaffe rüstete die EC 1/2 ab dem 2. Juli 1984 auf die neue Mirage 2000C um. Die "Störche" waren auch schon früher Vorreiter für neue Kampfflugzeuge, hatten sie ab Juli 1961 die brandneue Mirage IIIC in Dienst gestellt. Bekannt wurde die Staffel durch die Flieger-Comic-Reihe "Mick Tanguy"; unter den französischen Zeichnern Abert Uderzo (Asterix und Obelix) und Jijé und dem ideengebenen Belgier Jean-Michel Charlier entstanden ab 1961 fast 30 Ausgaben.

© Pete Webber 11/2-EF Mirage 2000C EC 1/2, Gütersloh (18.05.1988) Am 17. Mai 1988 kam es während "Bold Gauntlet" zu einem größeren Zwischenfall. Bei einer der üblichen Großformationen über den Wolken kollidierten zwei Mirage 2000C und eine F-15C. Alle Maschinen konnten sicher in Gütersloh landen, hatten zum Teil aber erhebliche Beschädigungen. Die drei beschädigten Maschinen waren einige Tage nicht einsatzfähig und so sandten die Franzosen zwei weitere Mirage 2000C, diesmal von der EC 1/2, nach Gütersloh. Es war nachweislich der einzige Besuch dieser Staffel mit der 2000 auf der Basis!

Armée de l’Air - ECT 2/2 Côte d'Or

Mirage IIIR

© Marcus Herbote 350/2-ZG Mirage IIIR ECT 2/2, Gütersloh (13.08.1985) Eine von nur vier Mirage IIIR-Aufklärern der Trainingsstaffel ECT 2/2 "Côte d'Or" besuchte uns im Jahr 1985. Die ER 33 in Strassbourg hatte gerade mit der Umrüstung auf die Mirage F.1CR begonnen (ER 2/33) und die beiden Staffeln ER 1/33 und 3/33 verwendeten immer noch einige IIIR der ersten Generation, aber überwiegend die etwas modernere IIIRD. Daher musste die 2/2 in Dijon/Longvic auch von diesem Muster einige Maschinen für Trainings- und Auffrischungszwecke bereit halten. Die "2-ZG" kam zusammen mit einer IIIBE der selben Staffel und trägt hier lediglich zwei Überschalltanks.

© Christian Hölscher 350/2-ZG Mirage IIIR ECT 2/2 Gütersloh (13.08.1985) Wie gewohnt zelebrierten die beiden Franzosen der ECT 2/2 an dem Tage ihren Hoch-Tief-Start. Die Landkarte für den Rückflug nach Dijon liegt hier wie gewohnt vorne an der Cockpitscheibe. Die Mirage IIIR basierte auf der Zelle der IIIE, die Avionik war aber weiterhin auf dem Standard der IIIC.

Mirage IIIBE

© Marcus Herbote 266/2-ZJ Mirage IIIBE ECT 2/2, Gütersloh (13.08.1985) Aus Dijon/Longvic kam diese relativ seltene zweisitzige Mirage IIIBE zusammen mit einer Mirage IIIR nach Gütersloh. Die ECT 2/2 war in dieser Zeit die Umschulungseinheit für Mirage III Besatzungen.

© Christian Hölscher 266/2-ZJ Mirage IIIBE ECT 2/2 Gütersloh (13.08.1985) Die beiden Mirage landeten an dem Tage bei Ostwind und starteten bei Westwind. Zum Fotografieren hätte es besser nicht sein können. Besuche von Mirage III-Trainern gehörten in den 70er und frühen 80er Jahren wirklich zu den Seltenheiten, die ECT 2/2 verwendete das Muster bis zum 4. Juli 1986.

Mirage 2000B

© HaPe Merschbrock 506/2-FC Mirage 2000B ECT 2/2, Gütersloh (Mai 1990) Der zweite Mann in der Mirage 2000B sieht die vermutlich große Versammlung von Spottern im 27er Anflug - für Franzosen war das zu diesem Zeitpunkt eher unbekannt, galten die Basen der AdA doch eher als "Niemandsland"!

© Marcus Herbote 506/2-FC Mirage 2000B ECT 2/2, Gütersloh (Mai 1990) Nach dem Ende einer Mission wischt sich der zweite Mann im Cockpit scheinbar den Schweiß von der Stirn. Dieses war die letzte Mirage 2000B, die jemals in Gütersloh zu Gast sein sollte.

© Pete Webber 511/2-FH Mirage 2000B ECT 2/2, Gütersloh (13.05.1988) Anfangs flogen die französischen Mirage 2000 noch mit einer schwarzen Radarnase. Man sieht hier, wie behangen und zugestellt die Fighter auf der großen 850 Meter langen Gästerampe in Gütersloh oftmals waren.

© Wilfried Zetsche 511/2-FH Mirage 2000B ECT 2/2, Gütersloh (Mai 1988) In den frühen Jahren flogen die französischen Mirage 2000B noch mit einer schwarzen Nase. Die "2-FH" führt hier die Flightline der 2000C der EC 3/2 an. Im Hintergrund erkennt man sechs gemischt absgestellte Phantom FGR2 der 56 und 92Sqn.

© Pete Webber 512/2-FI Mirage 2000B ECT 2/2, Gütersloh (Mai 1989) In den Jahren 1988 bis 90 war die EC 3/2 immer mit fünf Mirage 2000C und die ECT 2/2 immer mit einer 2000B vertreten. Insgesamt waren lediglich drei verschiedene Mirage 2000B-Trainer in Gütersloh zu sehen.

© Michael Brand 512/2-FI Mirage 2000B ECT 2/2, Gütersloh (Mai 1989) Die Trainer der Mirage 2000 flogen anfangs immer mit einem schwarzen Radom. Während der Mai-Übung fanden sich auch immer wieder mal Piloten der anderen teilnehmenden alliierten Staffeln auf dem hinteren Sitz wieder.

Armée de l’Air - EC 3/2 Alsace

Mirage IIIE

© Jeff Bell 438/2-LN Mirage IIIE EC 3/2, Gütersloh (Mai 1981) Entweder als Backup für die EC 1/13 Maschinen der Korridor-Übung oder als zukünftiges Flugzeug für die Staffel war diese Mirage IIIE der EC 3/2 aus Dijon eine seltene Ausnahme. Vom 27.09.1968 bis zum Jahr 1985 flog die 3/2 "Alsace" die Mirage IIIE.

© Jeff Bell 429/2-LO Mirage IIIE EC 3/2, Gütersloh (23.04.1981) Zusammen mit der 405/2-LC kam diese Mirage IIIE aus Dijon/Longvic zu Besuch. Beide Maschinen trugen die schlanken Überschalltanks, die bis zu einer Geschwindigkeit von Mach 1,3 nutzbar sind. Von den französischen Fightern wurden bei den Besuchen in Gütersloh für gewöhnlich keine weiteren Außenlasten wie Bomben oder Raketen getragen. Im Hintergrund sieht man die nahenden Regenwolken eines Frühlingsgewitters heranziehen.

Mirage 2000C

© Pete Webber 19/2-LA Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1989) Als Teilnehmer für "Bold Gauntlet" standen 1989 insgesamt sechs Mirage 2000C und B der ECT 2/2 und EC 3/2, sechs F-15C und D der 36TFW, zwei Phantom FGR2 der 19Sqn und vier der 56Sqn, drei Mirage F.1C der EC 1/12 und 2/12 und auf der Flightline. Das "Flaggschiff" der EC 3/2 rollt hier Richtung Abstellplatte.

© Michael Brand 10/2-LB Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1988) Für gewöhnlich trugen die Mirage 2000 während der Mai-Übung immer einen einzelnen Rumpftank. Das Flugzeug war in dieser Konfiguration besonders agil und wendig. Die Mirage 2000C gehörte ab Mitte der achtziger Jahre zu dem besten, was die französische Luftfahrtindustrie zu bieten hatte.

© Pete Webber 10/2-LB Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1988) Vor einem der großen Gütersloher Lichtmasten sowie einem der an mehreren Stellen installierten Windsäcke rollt der Pilot die "2-LB" zurück zum Abstellplatz. Der Windsack zeigt hier östliche Winde an, die im Jahr 1988 besonders stark waren.

© Wilfried Zetsche 20/2-LE Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1990) Gespannnt blickt der Pilot nach vorne - nur Sekundenbruchteile vor dem Aufsetzen! Momentan fällt nach und nach eine der großen Escadres de Chasse der Franzosen ganz oder teilweise dem Rotstift zum Opfer.

© Pete Webber 22/2-LG Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (13.05.1988) Im Juni 1985 rüstete die EC 3/2 „Alsace“ von der Mirage IIIE auf die Mirage 2000C um. Erstere hatte sie letztlich nur 17 Jahre im Einsatz gehabt, zuvor hatte sie fast sieben Jahre die IIIC geflogen.

© Pete Webber 23/2-LH Mirage 2000C EC 3/2 Gütersloh (23.02.1988) Zusammen mit den Bitburger F-15 machten zwei Mirage 2000B/C der ECT 2/2 und EC 3/2 aus Dijon einen Vorbesuch zur Korridorübung. Der Trainer hatte die Seriennummer 504/2-FA. Im Rahmen umfangreicher Umstrukturierungen der Armee de l´Air nach Ende des kalten Krieges wurde die EC 3/2 „Alsace“ am 13. Oktober 1993 aufgelöst, die EC 3/13 in Colmar trug fortan den Namen „Alsace“.

© Wilfried Zetsche 34/2-LI Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1988) Teilnehmer bei der Korridor-Übung war von 1988 bis 1990 die EC 3/2 aus Dijon-Longvic mit ihren Mirage 2000C und jeweils einer Mirage 2000B der ECT 2/2. Im Jahr 1988 verabschiedeten sich die sechs Maschinen mit einem taktischen Start, d. h. alle Piloten zogen ihre Jets mit vollem Nachbrenner steil nach oben, um sich jenseits der Wolkendecke zu sammeln! Gleichzeitig lag ein tragischerweise tödlich verunglückter Pilot der 3Sqn nach dem Absturz seines Harrier GR3 neben dem Flugplatz auf einem Feld: Ein gefundenes Fressen für die Presse, die titelte: "Französische Piloten üben Kunstflug, während ihr britischer Kamerad tot auf dem Acker liegt!"

© Pete Webber 34/2-LI Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1988) Aufnahmen von Maschinen, die über den langen Taxiway über die Basis rollen sind eher selten. Hier hat ein britischer Soldat die Gelegenheit genutzt, während "Bold Encounter" einige Fotos zu schießen.

© Michael Brand 34/2-LI Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1989) Die für die Mirage 2000 eingeführte Tarnung war Ende der 80er Jahre schon etwas Besonderes. In den Jahren 1988 bis 1990 nahm die EC 3/2 jeweils mit fünf Mirage 2000C an der Korridor-Übung teil.

© Christian Hölscher 34/2-LI, 25/2-LK, 31/2-LP Mirage 2000C EC 3/2 und 512/2-FI Mirage 2000B ECT 2/2, Gütersloh (22.05.1989) Für gewöhnlich starteten die Franzosen zu den Korridor-Übungseinsätzen immer mindestens zu viert - manchmal standen auch alle vier Maschinen gleichzeitig auf der Startbahn. Im Jahr 1989 ging die Übung aufgrund eines deutschen Feiertags am Donnerstag nur von Freitag bis Mittwoch.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 25/2-LK Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1989) Bei den Franzosen werden momentan auch traditionsreiche Staffeln aufgelöst. Die EC 3/2 hat es bereits nach Ende des kalten Krieges "erwischt". Hier landet eine 2000C aus Dijon bei der vorletzten "Mai-Übung".

Pete Webber 25/2-LK Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1989) Die ersten gebauten 37 Mirage 2000C hatten ein Thomson-CSF RDM Radar sowie ein SNECMA-M53-5-Triebwerk mit 9,5 Tonnen Schub bei vollem Nachbrenner. Das Jagdflugzeug konnte 15.000 Meter und Mach 2 in weniger als vier Minuten erreichen.

© Pete Webber 27/2-LM Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (13.05.1988) Die Mirage 2000C löste bei der EC 2 die Mirage IIIE, bei der EC 5 und EC 12 die Mirage F.1C ab. Lediglich dreimal fanden Besuche dieses damals neuesten Musters der AdA fanden in Gütersloh statt, alle im Rahmen der Berlin-Korridor-Übung.

© Axel Saal 28/2-LN Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (17.05.1988) Am 17. Mai 1988 kam es im Luftraum über dem Kreis Gütersloh bei Borgholzhausen während der Korridorübung zu zwei brenzligen Situationen mit zwei Bitburger F-15C und einer Mirage 2000C aus Dijon. Die Maschinen berührten sich, wobei ein Teil aus der rechten Heckflosse einer Eagle gerissen wurde. Diese Mirage landete nach dem Zusammenstoß mit einem verbogenen Staurohr. Der Unfall war für die Gegner der Basis wie Wasser auf die Mühlen!

© Marcus Herbote 9/2-LO Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1990) Meistens, aber leider nicht immer, war das Wetter während der Korridor-Übung gut mit östlichen Winden. Im Jahr 1987 war es besonders stark bewölkt und Gewitter zogen über das Land.

© Michael Brand 9/2-LO Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1990) Der letzte Besuch von französischen Mirage 2000C fand im Jahr 1990 während "Bold Gauntlet" statt. Nur ein einziges weiteres Mal landete eine Mirage 2000 - dies war die triebwerkstote notgelandete 2000N der EC 2/4 im Jahr 2000.

© Wilfried Zetsche 31/2-LP Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1988) Zwei 2000er der EC 3/2 im Regenwetter auf Bahn 27. Die Übungsteilnehmer flogen eigentlich bei jedem Wetter, nur im Jahr 1987 mußte aufgrund von Nebel ein Teil der Missionen gecancelt werden.

© Christian Hölscher 31/2-LP Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1989) Wie in den frühen Jahren der Mirage III-Operationen flogen die Mirage 2000 anfangs nur mit dem einzelnen Rumpfzusatztank. Dadurch blieben die Maschinen entsprechend manövrierfähig.

© HaPe Merschbrock 31/2-LP Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1990) Für gewöhnlich flogen die Mirage 2000 während der Gütersloher Korridor-Übung immer mit einem Rumpftank. Die Übungen 1988 bis 1990 waren die einzigen Jahre, in denen das Muster überhaupt in Gütersloh zu sehen war, normale Gastbesuche fanden nicht statt.

© HaPe Merschbrock 37/2-LS Mirage 2000C EC 3/2, Gütersloh (Mai 1990) Zum letzten Mal überhaupt sah man die Mirage 2000C während "Bold Gauntlet", bis 1988 noch "Bold Encounter", im Jahr 1990 auf der Basis.

© Michael Brand unid. Mirage 2000C EC 3/2 und Mirage F.1C EC 1/12, Gütersloh (Mai 1989) Formationen wurden während der Mai-Übung immer mal geflogen. Hier sind vier der Franzosen in einer nicht ganz sauberen Formation zu sehen.

Übersicht | EC 3

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