From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der Armée de l'Air – EC 4

Gastflugzeuge der Armée de l'Air – EC 4

Armée de l’Air - EC 1/4 Dauphine

Mirage IIIE

© Markus Jakobsmeier 624/4-AG Mirage IIIE EC 1/4 Gütersloh (08.11.1983) An dem Tag mit den beiden Mirage IIIE aus Luxeuil waren noch zwei weitere Franzosen auf der Basis : Zwei Jaguar A der EC 1/7. Beide EInheiten operierten in der taktischen Strike-Rolle, vermutlich kein Zufall. Die Piloten hatten ihre potentiellen Einsatzgebiete und Angriffsrouten jederzeit in- und auswendig zu kennen. Und das für einen Flug, bei dem die Chancen schlechter als dreißig Prozent standen, dass sie nach Hause zurückkehren würden.

© HaPe Merschbrock 537/4-AK Mirage IIIE EC 1/4, Gütersloh (09.04.1981) Zusammen mit der 573/4-AR landete diese Mirage IIIE der EC 1/4 "Dauphine" aus Luxeuil/St. Sauveur bei bestem Ostwind auf der Basis. Von Februar 1967 bis 1987 flog die Staffel in der nuklearen Strike-Rolle das Muster, dann folgte die Umrüstung auf die Mirage 2000N. Obwohl formell aus der NATO ausgetreten, wären die IIIE der Franzosen mit ihren "Waffenbrüdern" des atlantischen Bündnisses im V-Fall gegen die Flugplätze, Kasernen und Bunker des Warschauer Paktes losgezogen.

© Markus Jakobsmeier 610/4-AQ Mirage IIIE EC 1/4, Gütersloh (08.11.1983) Zunächst ab 1956 mit der F-84F Thunderstreak im Einsatz, wurde ab Oktober 1966 dafür die Mirage IIIE mit einer einzelnen AN.52 unter dem Rumpf eingesetzt. Zum Geschwader gehörten damals die EC 1/4 "Dauphiné" und die EC 2/4 "La Fayette". In schönstem spätherbstlichen Sonnenwetter fliegt diese IIIE an der Spotterbrücke vorbei.

© Christian Hölscher 610/4-AQ und 571/4-AC Mirage IIIE EC 1/4, Gütersloh (04.10.1984) Seltene Aufnahme zweier taktischer Nuklearwaffenträger der Franzosen. Selten deshalb, weil die RAF-Police auf Anforderung der Piloten an das Crashgate 2 beordert wurde, um das Fotografieren der EC 4 Mirage IIIE durch die Spotter auf der Brücke zu unterbinden, wenn diese "besondere" oder "neue" Ausrüstung unter den Flächen trugen, wie hier zwei ECM-Pods an der hinteren Mirage!

© HaPe Merschbrock 573/4-AR Mirage IIIE EC 1/4, Gütersloh (09.04.1981) Manchmal hatten die Piloten mit Windböen zu kämpfen, wie man hier sieht. Besonders die Besatzungen in den Einsatz- und Frontline-Squadrons waren in den Zeiten des Kalten Krieges hervorragend ausgebildet. Im Gegensatz zu den sonst drei Staffeln einer Escadre de Chasse hatte die EC 4 nur zwei Einsatzstaffeln in Luxeuil.

© Mario Nowak 554/4-AR Mirage IIIE EC 1/4, Gütersloh (17.07.1985) Eine Mirage IIIE der EC 1/4 "Dauphine" in Luxeuil/ St.Sauveur befindet sich hier Sekunden vor dem Aufsetzen. Die EC 4 hatte seit Ende 1972 die taktische Aufgabe, die AN52-Nuklearwaffe ins Ziel zu bringen. Das Geschwader flog von 1966 bis 1988 die Mirage IIIE, die EC 1/4 flog seinen ersten Einsatz mit dem Muster bereits am 1. Februar 1967.

Armée de l’Air - EC 2/4 La Fayette

F-84F

© Günter Böckmann 52-9128/4-UA F-84F EC 2/4 (ca. 1961/62) Die EC 2/4 „La Fayette“ flog die Thunderstreak von Mai 1957 bis 1966, das Muster wurde erst dann durch die sehr viel leistungsstärkere Mirage IIIE ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt lag die EC 4 mit ihren zwei Escadrilles noch auf deutschem Boden –in Bremgarten! Damals hatte der Verband auch schon nur noch zwei fliegenden Staffeln, im Gegensatz zu vielen anderen Geschwadern der AdA.

© Günter Böckmann unid./4-UT F-84F EC 2/4 Gütersloh (ca. 1961/62) Leider ist die große amerikanische Seriennummer hier durch die Tragfläche verdeckt. Man erkennt nur die französische "29", die darüber angebracht ist. Die Franzosen waren trotz einer starken eigenen Luftfahrtindustrie anfangs auf amerikanische Muster angewiesen, die F-84G und F sowie die F-100D und F waren hier die bekanntesten Beispiele.

Mirage IIIE

© Thomas Westhoff-Düppmann 625/4-BD Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (26.11.1984) Typisch für die französischen Mirage war der aus zwei gekreuzten Streifen bestehende und im Vergleich mit anderen Kampfflugzeugen der Zeit einzigartige Bremsschirm, der standardmäßig gezogen wurde, um die Landestrecke zu verkürzen. Hier hat der Pilot soeben den Abwurfauslöser betätigt. Die Staffelstärke der beiden Escadrille der EC 4 in Luxueil lag bei jeweils 15 bis 17 Mirage IIIE.

625/4-BD Mirage IIIE EC 2/4

© Thomas Westhoff-Düppmann 625/4-BD Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (26.11.1984) Die Seriennummer 625 war die letzte an die Franzosen ausgelieferte Mirage IIIE – nach 225 Flugzeugen. Zuvor flog die Maschine als 4-AM bei der EC 1/4. Im Jahr 1996 wurde sie nach Pakistan abgegeben, von jeher ein klassischer Mirage-Nutzer.

587/4-BF Mirage IIIE EC 2/4

© Markus Jakobsmeier 587/4-BF Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (15.03.1984) Vor ihrer Zeit als 4-BF flog diese Mirage IIIE als 13-QL bei der EC 1/13 und 4-AL bei der EC 1/4 und danach als 4-BH und 4-BM bei EC 2/4. Man beachte die gelben Markierungs-Streifen für den begehbaren Bereich der Tragflächen.

© M. Herbote 550/4-BH Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (07.05.1985) Auch die Escadre de Chasse 4 kam mit ihren in der taktischen nuklearen Angriffsrolle fliegenden Mirage IIIE regelmäßig nach Gütersloh. Die Besuche fanden dann im Wechsel mit der ebenfalls in Luxeuil beheimateten EC 1/4 statt. Bei Ostwindstarts kam manchmal die RAF-Police an den Zaun und verhinderte Fotoaufnahmen, hauptsächlich wegen der "geheimen" Aufgabe der Franzosen. Die Piloten forderten die Polizei über den Tower an!

© Markus Jakobsmeier 568/4-BI Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (15.03.1984) Die Zusatztanks dieser Mirage sehen schon recht mitgenommen aus - vermutlich die Folge von vielen harten und engen Ausweichmanövern nach Raketen- und Fighter-Angriffen im täglichen Manöver- und Übungsflugbetrieb. Seit dem 24. März 1988 steht diese IIIE am Haupttor der BA 116 Luxeuil/St. Sauveur. Aufgrund des großen Indianer-Abzeichens musste die Seriennummer scheinbar in den unteren Teil des Leitwerks weichen und prompt wurde eine Schablone mit anderen "untypischen" Ziffern verwendet.

© Thomas Westhoff-Düppmann 568/4-BI Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (26.11.1984) Die Escadre de Chasse 4 setzte ab den frühen achtziger Jahren ausschließlich die Mirage IIIE mit den Seriennummern 546 bis 625 ein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren diese Maschinen mit einer für die Strike-Einsätze erforderlichen Avionik oder/und einer neuen unbekannten Zusatzausrüstung ausgestattet. Die Flugzeuge der EC 3 und EC 13 lagen damals im Nummern-Bereich 401 bis 545. Diese hat scheinbar noch einige silberne Natural Metal Finish Bereiche aufzuweisen.

© Marcus Herbote 619/4-BJ Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (23.06.1986) Die EC 2/4 "La Fayette" flog vom 13.10.66 bis 10.11.88 die Mirage IIIE von Luxeuil/St. Sauveur aus. Das Geschwader war sogar kurzzeitig mal in Bremgarten stationiert bis es nach Frankreich zurück verlegte.

© Gerben Wessels 620/4-BL Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (19.10.1988) Neben den zwei Mirage III aus Luxeuil waren an dem Tag noch weitere neun Fighter auf Gütersloher Boden: Eine AG 52 RF-4E, zwei KLu F-16, zwei Tornado der 17Sqn und vier belgische F-16.

© Pete Webber 615/4-BM Mirage IIIE EC 2/4, Gütersloh (10.11.1987) Einer der größten Vorteile der NATO gegenüber dem Warschauer Pakt war sicher die Fähigkeit, jedes Militärflugzeug betanken, warten und bewaffnen zu können. Bei dieser Mirage IIIE aus Luxueil findet gerade die Nachflugkontrolle inklusive dem Packen des Bremsschirms statt. Der Pilot steht noch am Heck des Jets.

Mirage IIIBE

275/13-ZC Mirage IIIBE EC 1/13

© Thomas Westhoff-Düppmann 275/13-ZC Mirage IIIBE EC 2/4, Gütersloh (22.04.1987) Vier Franzosen landeten an diesem Frühlingstag in Gütersloh - zwei Mirage IIIE/IIIBE und zwei Jaguar A. Obwohl dieser Trainer noch die Markierungen der EC 13 trägt, war die EC 4 bereits der Nutzer des Zweisitzers. Nur wenige Monate später trug der Jet den Code "4-BP".

© Pete Webber 275/4-BP Mirage IIIBE EC 2/4, Gütersloh (28.09.1987) Zusammen mit der Mirage IIIE 616/4-BQ machte diese IIIBE einen Besuch im Herbst 1987. Die EC 2/4 hatte nach Umrüstung der ECT 2/2 auf die Mirage 2000 die Aufgabe der Mirage III-OCU von Juli 1986 bis November 1988 inne.

© Gerben Wessels 267/4-BV Mirage IIIBE EC 2/4, Gütersloh (19.10.1988) Mit dem Abzeichen des ehemaligen Nutzers, der ECT 2/2, landet diese Mirage IIIBE in Gütersloh. EC 4 Mirage landeten häufiger Mal in schlechtem Wetter, Aufnahmen bei Sonne gehören in EDUO immer noch zu den Seltenheiten.

Mirage 2000N

© Axel Saal 306/4-BL Mirage 2000N EC 02.004, Gütersloh (12.04.2000) Insgesamt waren die Army-Truppen mit der Notlandung dieses Hochleistungs-Fighters und seinem Verbleib am Boden doch merklich überfordert. Schleppstangen, Leitern, Bodenaggregate etc. waren nach Abzug des Cross Servicing Teams der RAF im Jahr 1993 nicht mehr vorhanden.

© Axel Saal 306/4-BL Mirage 2000N EC 02.004, Gütersloh (12.04.2000) Den Master Diversion Field Status verlor Gütersloh am 31.03.1993. Trotzdem gab es noch einige wenige Notlandungen zu AAC-Zeiten. Diese Mirage 2000N war mit einer zweiten Mirage auf einem seltenen Flug über OWL, als der Pilot merkte, dass das Triebwerk keine Schuberhöhung mehr annahm, sondern nur eine Verringerung. Eine sofortige Landung war unumgänglich und so blieb nur Gütersloh! Die Maschine landete von der Gütersloher Seite und blieb nach ca. 1.800 Metern stehen. Die zweite 2000N machte einen lautstarken tiefen Überflug und setzte ihren Flug zurück nach Luxeuil fort. Die Feuerwehr war schnell vor Ort, der Jagdbomber blieb jedoch bis in die Abendstunden auf der 27 stehen, bis mit vereinten Kräften das Flugzeug auf die AAC-Platte geschoben wurde, da kein geeigneter Schlepper zur Verfügung stand. Einen Tag später kam eine C-160F mit einem Ersatztriebwerk, eine Paris brachte einige Techniker vorab. Am 14.04. verabschiedeten sich die Piloten des letzten schweren Fighters in ETUO mit wackelnden Tragflächen und einem tiefen lautstarken Überflug von Gütersloh – ein anschließender Nachbrenner-Steigflug gehörte dazu!

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