From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der Armée de l'Air – ET 61

Gastflugzeuge der Armée de l'Air – ET 61

Armée de l’Air - ET 1/61 Touraine

© Thomas Westhoff-Düppmann F1/61-MA C-160F ET 1/61, Gütersloh (20.05.1983) Im Jahr 1983 brillierten die teilnehmenden Einheiten durch ihre Abschiede zum Ende der Korridor-Übung. Die Transall zeigte einen steilen Start und kam dann zu einem schnellen Überflug zurück über die Basis. Diese Transall mit der Seriennummer F1 war die erste C-160F der Armée de l´Air.

© Günter Grondstein F2/61-MB C-160F ET 1/61, Gütersloh (17.05.1985) Die Ausbildung der französischen Transall-Besatzungen fand in den Jahren 1969 bis 2008 in Toulouse-Franzacal beim Centre d' Instruction des Equipages de Transport (CIET) 340 statt. Zunächst wurden der Schule die für das ET 61 geplanten Flugzeuge für die Ausbildung zugeteilt. Im Jahr 1977 wurde dann die ET 62 aufgelöst und die ehemalige erste Escadrille des Verbandes in die CIET 340 integriert.

© Thomas Westhoff-Düppmann F2/61-MB C-160F ET 1/61, Gütersloh (17.05.1985) Die zweite gebaute französische Serien-Transall gehörte zu den Teilnehmern der Korridor-Übung 1985. Bei den Einsätzen wechselten sich Amerikaner, Briten und Franzosen ab, das heißt jeder Transporter flog mindestens einmal am Tag.

© Markus Jakobsmeier F2/61-MB C-160F ET 1/61, Gütersloh (Mai 1985) Im Jahr 1985 war die zweite gebaute französische C-160F das Support-Aircraft der Korridor-Übung. Die ET 61 bestand seinerzeit aus zwei Transall-Escadrillen und einer Hercules-Escarille. Die Basis der Einheit ist heute wie damals Orléans/Bricy - auch als Base Aérienne 123 (B.A. 123) bekannt.

© Markus Jakobsmeier F12/61-ML C-160F ET 1/61, Gütersloh (18.05.1984) Jede der teilnehmenden Transall der Escadre de Transporte 61 war zur Korridor-Übung scheinbar lediglich einmal da. Anhand der Seriennummer (hier F12) lies sich bei der ET 1/61 auch leicht der Code ablesen: der zwölfte Buchstabe des Alphabets ist das "L" - damit trägt die F12 den Buchstabencode "61-ML".

© Thomas Westhoff-Düppmann F18/61-MM C-160F ET 1/61 Gütersloh (16.04.1982) Die C-160F war das französische Pendent der deutschen C-160D und in den 70er Jahren das Arbeitspferd der AdA. Die deutsche Luftwaffe bestellte von dem Muster 110 Flugzeuge, die Franzosen mit zunächst 50 Maschinen nicht mal die Hälfte. Aus der C-160F entwickelte man die C-160G Gabriel (für elektronische Aufklärung und Abhörmaßnahmen), die C-160H Astarte (Relaisstation für nukleare U-Boote) und die C-160NG der neuen Generation. Die Version „F“ wurde später zur C-160R modernisiert und praktisch so auf den Standard der NG gebracht.

© Mario Nowak F44/61-MP C-160F ET 1/61, Gütersloh (19.05.1989) Eine französische Transall blieb die ganzen sieben Tage der Übung "Bold Encounter" in Gütersloh und flog regelmäßige Einsätze. Die "61-MP" diente im Jahr 1989 dagegen lediglich als Support Aircraft für die Mirage F.1C.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 F44/61-MP C-160F ET 1/61, Gütersloh (19.05.1989) Bei der französischen Luftwaffe wurden die C-160F zur C-160R modernisiert und sollen erst ca. 2018, dann fast 50 Jahre im Einsatz, aus dem Dienst gezogen werden. Auf diesem Bild hat die Maschine gerade mal 20 Jahre "auf dem Buckel".

© Wieland Stolze F44/61-MP C-160F ET 1/61, Gütersloh (19.05.1989) 50 C-160F Transall ersetzten ab November 1967 die Nord Nordatlas bei der französischen Luftwaffe. Die drei Escadrons der ET 61 in Orléans-Bricy waren somit die ersten Nutzer. In Kürze werden sie ihr fünfzigjähriges Dienstjubiläum vollenden - wie es sich für einen Transporter gehört, vermutlich ohne viel Aufsehen und Aufmerksamkeit.

© Jeff Bell F48/61-MT C-160F ET 1/61 Gütersloh (Mai 1981) Als Support für die angereisten Mirage diente diese schmucke Transall bei der jährlichen Korridor-Übung Bold Encounter. Die C-160 trägt noch die große Kokarde und die großen Geschwader-Codes in gelb, welche später den geänderten Tarnvorschriften zum Opfer fielen.

© Marcus Herbote F49/61-MU C-160F ET 1/61, Gütersloh (ca. 1985) Die Escadre de Transporte 61 lag und liegt seit jeher im französischen Orléans/Bricy. Das Geschwader war zusammen mit der ET 64 in Evreux/Fauville für den taktischen Transport zuständig. ET 1/61 und 3/61 flogen die Transall, ET 2/61 die Hercules. Die F49 flog von Januar 1973 bis November 1984 als C-160P beim DGP, dem Direction Générale de la Postale, anfangs als Leasing, auf der Strecke Paris - Korsika. Sie trug dort die zivile Registrierung F-BUFR.

© Jeff Bell F53/61-MY C-160F ET 1/61 Gütersloh (09.05.1980) Im Jahr 1980 war diese Transall der Bold Encounter Support für die Mirage IIIE der EC 1/13. Die Gefahrbereichs-Kennzeichnung am Rumpf für die großen 5,50 Meter im Durchmesser fassenden Propeller wurde bei der französischen Baureihe interessanterweise "deutsch/englisch" ausgeführt.

Armée de l’Air - EC 2/61 Franch Comte

© M. Herbote 5114/61-PA C-130H ET 2/61, Gütersloh (13.05.1988) Bereits kurz nach der Einführung der Hercules bei der Armee de l´Air kam die erste Maschine zur Übung Bold Encounter. Es sollte leider der einzige Besuch einer französichen Hercules bleiben. Es ist überhaupt interessant zu sehen, dass sich die Franzosen doch noch für die in aller Welt eingesetzte Hercules entschieden haben - und das sehr spät.

© Michael Brand 5114/61-PA C-130H ET 2/61, Gütersloh (13.05.1988) Der nachweislich einzige Besuch einer französischen Hercules fand im Mai 1988 statt. Lange operierten die ET 1/61 und 3/61 mit ihren Transall und die 2/61 mit der Hercules nebeneinander - bis zur Einführung des A.400M.

© Pete Webber 5114/61-PA C-130H ET 2/61 Gütersloh (13.05.1988) Im Hintergrund dieser brandneuen französischen Hercules sieht man zwei 26TRW RF-4C zum Start rollen. Es war der einzige Besuch einer ET 61 C-130H auf der Basis, die hier als Support-Aircraft zum Beginn von "Bold Encounter" für die EC 3/2 Mirage 2000 und die EC 1/30 Mirage F.1C diente.

5114/61-PA C-130H ET 2/61

© Stefan Goossens | 4Aviation 5114/61-PA C-130H ET 2/61, Gütersloh (13.05.1988) Erst Ende 1987 erhielten die Franzosen ihre ersten C-130H Hercules und damit deutlich nach den Schweden (1965), den Briten (1967), den Norwegern (1969) oder den Dänen (1975), um nur einige zu nennen. Nur die Österreicher, Niederländer, Rumänen und Polen waren noch später dran.

Armée de l’Air - ET 3/61 Poitu

© Michael Brand F55/61-ZC C-160F ET 3/61, Gütersloh (20.05.1988) Vor dramatischen Gewitterwolken landet eine Transall der 3Escadrille aus Orléans/Bricy auf der Basis. Die Franzosen haben das Muster ab dem Jahr 2013 nach und nach auch durch den A.400M ersetzt.

© Mario Nowak F92/61-ZJ C-160F ET 3/61, Gütersloh (Mai 1989) Einmal im Jahr zur Mai-Übung war wenigstens eine französische Transall in Gütersloh. Zwischendurch sah man sie höchstens, wenn wieder mal eine Mirage oder ein Jaguar mit defektem Triebwerk in EDUO war. Diese C-160F nahm an der vorletzten Korridor-Übung in Gütersloh aktiv teil.

© Olaf Kestin F92/61-ZJ C-160F ET 3/61 Gütersloh (Mai 1989) Aufgrund der bevorstehenden Einführung des A.400M sind die Tage der Transall bei der AdA auch gezählt. Die ET 3/61 "Poitu" führte das Muster ab Oktober 1970 ein, die 1/61 "Touraine" ab November 1967, die 2/61 "Franch Comté" ab August 1969.

© Pete Webber F159/61-ZY C-160F ET 3/61 Gütersloh (13.05.1988) Im Mai 1988 stellten die Franzosen die nach dem Code 61-ZY vorletzte Transall der Escadre de Transporte 61 für die jährliche Korridor-Übung. Jeder der drei alliierten Transporter flog dabei meistens einen Einsatz pro Tag.

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