From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der Force Aerienne Belge/ BLu – 1 Wing

Gastflugzeuge der Force Aerienne Belge/ BLu – 1 Wing

F-104G Starfighter

Archiv H. Franke FX51 F-104G 1Wing, Gütersloh (März 1978) Die typische Konfiguration für die beiden zum 1Wing in Beauvechain gehörenden Staffeln 349 und 350 Smaldeel lag bei zwei Zusatztanks unter den Flächen und zwei AIM-9 (hier lediglich die Startschienen) an den Flügelspitzen. Starfighter mussten wegen der relativ kurzen Landebahn in EDUO immer extrem tief zur Landung hereinkommen, das Heulen gab es dabei inklusive!

© Günter Grondstein FX100 F-104G 1Wing Gütersloh (27.05.1967) Die Beladung mit den zwei AIM-9 an den Flügelspitzen und den Zusatztanks unter den Flächen war typisch für die Maschinen des 1Wing, die FX100 war nach der Seriennummer der letzte F-104G der belgischen Luftwaffe. Der Pilot rollt seinen Jet hier direkt in das Static Display herein, welches sich noch im Aufbau befindet.

© Günter Grondstein FX100 F-104G 1Wing Gütersloh (27.05.1967) Der FX100 war ursprünglich als Ersatzmaschine für die ersten 80 gebauten Flugzeuge vorgesehen und stand einige Zeit im Store. Dem 1Wing in Beauvechain wurden die F-104G FX01 bis FX40, dem 10Wing die Flugzeuge FX41 bis FX80 zugewiesen. Aufgrund der dann auch bei der belgischen Luftwaffe häufigen Abstürze und Bruchlandungen des Musters wurden die 20 Ersatzflugzeuge kurzfristig alle in den Einsatz gerufen.

349 Smaldeel

CF-100 Mk.5

© Robert J. Ruffle via Alan Lathan AX-9 CF-100 Mk5 1Wing, 349Smd, Gütersloh (02.08.1960) Im Jahr 1957 entschied sich die belgische Regierung, die Avro CF-100 Canuck der Gloster Javelin, der Sud Avation Vautour IIN, der North American F-86K Sabre und der Northrop F-89D Scorpion als erster "Allwetter"-Jäger für die Belgian Air Force vorzuziehen.

© Robert J. Ruffle via Daniel Brackx AX-9 CF-100 Mk5 1Wing, 349Smd, Gütersloh (02.08.1960) Neben Kanada flog nur noch Belgien als NATO-Mitglied die Avro Canada CF-100. Zum 1 "All Weather" Wing in Beauvechain gehörte die 11, 349 und 350Smaldeel. Insgesamt Die 53 belgischen Fighter konnten Raketenbehälter an den Flächenspitzen tragen und wurden unter dem Namen Canuck von Dezember 1957 bis Februar 1964 eingesetzt.

F-16A / F-16B

© Marcus Herbote FA-55 F-16A 1Wing, 349Smd, Gütersloh (26.10.1988) Die belgischen F-16 des 1Wing traten in Gütersloh für gewöhnlich in Schwärmen (vier Maschinen) auf. So waren an diesem dunstigem Ostwind-Tag noch die FA-20, FA-25 und FB-02 der 349Smaldeel zu Besuch. Zuvor beim 10WIng im Einsatz, war die FA-55 ab Februar 1985 dann in Beauvechain beheimatet.

© Wilfried Zetsche FB-02 F-16B 1Wing, 349Smd, Gütersloh (10.02.1990) Im Hintergrund dieser F-16B aus Beauvechain sieht man eine Hawk T1 der 1TWU, 234Sqn und einen Puma HC1. An manchen Tagen standen acht bis zehn unterschiedliche Flugzeugtypen und bis zu sieben verschiedene Nationen gleichzeitig auf der großen Flightline. Diese F-16B stand nach einer Notlandung über das Wochenende auf der Basis.

© Michael Brand FB-07 F-16B 1Wing, 349Smd, Gütersloh (10.02.1989) Die F-16 des 1Wing in Beauvechain kamen nicht so häufig, wie die des 10Wing. Dafür waren sie meistens zu viert. Hier landet eine der wenigen F-16B des Wings in Gütersloh. Unter der rechten Tragfläche hängt ein Travel-Pod.

© Mario Nowak FB-07 F-16B 1Wing, 349Smd, Gütersloh (10.02.1989) Die sechs F-16-Einsatzstaffeln der belgischen Luftwaffe hatten in der Regel mindestens eine eigene F-16B. Hier sieht man die FB-07 mit dem Abzeichen der 349Smaldeel bei der Landung.

350 Smaldeel

F-104G Starfighter

via Daniel Brackx (belgian-wings.be) FX13 F-104G 1Wing, 350Smd, Gütersloh (06.07.1975) Die Aufschrift "Slivers" und die typische Konfiguration mit zwei AIM-9 Sidewinder kennzeichnet diesen Starfighter als eine Maschine des 1Wing in Beauvechain. Die Nummernliste zur Air Show führte die FX13 aber lange fälschlicherweise als Flugzeug des 10Wing in Kleine Brogel. Das 1Wing mit seinen beiden Squadrons 349 und 350Smd war zusammen mit den Gütersloher Lightnings für die Verteidigung des Luftraums der 2ATAF zuständig. Die Maschinen operierten häufig zusammen, daher auch dieser Besuch bei der Air Show. Die FX13 stürzte am 12.12.1978 ab.

© Jeff Bell FX80 F-104G 1Wing, 350Smd, Gütersloh (1980) Auf der großen Flightline steht der FX80 in typischer Abfangjäger-Konfiguration des 1Wing, jedoch ganz ohne Tanks und Sidewinder. Die Flugdauer unter "Military Power" im Tiefflug war besser, als allgemein angenommen und die Strecke Beauvechain - Gütersloh war ohne weiteres nonstop auch ohne Zusatztanks möglich. Die Ausmusterung der belgischen Starfighter erfolgte beim 1Wing in Beauvechain von 1979 bis 1981.

© Jeff Bell FC03 TF-104G 1Wing, 350Smd, Gütersloh (1980) Fast zum Ende ihrer aktiven Dienstzeit kam dieser T-Bird zusammen mit FX80 nach Gütersloh. Neben der belgischen Flagge prangt das Abzeichen des 1Wing. Am Triebwerklauf wurde der Löwenkopf der 315Sqn/KLu angebracht, vermutlich von einen vorangegangenen Staffelaustausch. Für etwa ein Jahr flog die FC03 dann noch beim 10Wing in Kleine Brogel. Man erkennt hier auch die typische Tankkonfiguration des Jagdgeschwaders 1Wing, die Sidewinder wurden für gewöhnlich an den Flächenspitzen getragen.

© Jeff Bell FC03 TF-104G 1Wing, 350Smd, Gütersloh (1980) Zu diesem Zeitpunkt flog das 1Wing bereits die ersten F-16 bei der 349Smd. Die T/F-104G-Operationen des 1Wing wurden ab dem 01.04.1980 zentral von der 350Smd durchgeführt. Am Lufteinlass ist der symbolische Helmflügel von Ambiorix, dem König der Eburonen, angebracht - Ambiorix ziert das Staffelwappen der 350Smaldeel. Die TF-104G FC01 bis FC03 wurden ursprünglich dem 1Wing zugewiesen, die anderen neun Trainer FC04 bis FC12 flogen bei der OCF des 10Wing zur Umschulung. Im Hintergrund erkennt man einige Wessex HC2 auf der Staffel-Flightline der 18Sqn, im Oktober sollte die Staffel zurück nach England verlegen.

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