From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der Force Aerienne Belge/ BLu – 15 Wing

Gastflugzeuge der Force Aerienne Belge/ BLu – 15 Wing

20 Smaldeel

C-119G Flying Boxcar

© Günter Böckmann CP33/OT-CBM C-119G 15Wing, 20Smd, Gütersloh (ca. 1962/63) Von derartig großen Seriennummern und Codes kann man heute leider nur noch träumen! Die Fairchild Flying Boxcar beruht auf der gleichen Auslegung wie die Nord Noratlas. Die CP33 flog vom 14. Februar 1954 bis 18. November 1971 beim 15Wing - im Juli 1960 war die Maschine u.a. bei den belgischen Streitkräften im Kongo im Einsatz.

Pembroke C51

RM 3/OT-ZAC Pembroke C51 15Wing, 20Smd

© Axel Saal via Archiv H. Mennen RM 1/OT-ZAA Pembroke C51 15Wing, 20Smd, Gütersloh (ca. 1968) Im Jahr 1953 orderte Belgien als Ersatz für seine Avro Anson 12 Percival P.66 Pembroke, die RM 1 kam mit den Rufzeichen OT-ZAA und "BAF81" am 17. Februar 1954 in den Dienst der 20Smaldeel. Die Staffel erhielt vier der zwölf Maschinen für Verbindungsaufgaben. In den Jahren 1955 bis 1974 hatte die Maschine alleine fünf Cat.1, Cat.2 und Cat.3 Un- und Zwischenfälle unterschiedlicher Art. Bemerkenswert ist die silber-rote Bemalung und die übergroße belgische Flagge am Leitwerk.

Archiv Wieland Stolze RM 3/OT-ZAC Pembroke C51 15Wing, 20Smd, Gütersloh (13.05.1974) Die Belgier flogen zwölf Pembroke in einer ähnlichen Version wie die deutsche Bundeswehr. Sie waren von Februar 1954 bis Juni 1976 im Einsatz und ergänzten u.a. die C-119F und G Flying Boxcar, C-47B Dakota, C-54A/DC-4 Skymaster, DC-6A Liftmaster und C-130H Hercules bei Transport-, Passagier- und Verbindungsflügen. Diese Maschine hatte in ihrer "Karriere" mehrere(!) Unfälle, so am in 1956 einen Cat.1 durch das Kollidieren beim Zuschieben eines Hangartores, im Jahr 1957 Cat.3 durch einen Bugradbruch, 1959 Cat.2 durch eine Kollision beim Rollen mit einer F-84F und schließlich 1970 Cat.2 durch einen Bodenunfall beim Testlauf! Ersetzt wurde die Pembroke schließlich durch sechs Swearingen Merlin IIIA, die dann aber zur 21Smd gingen. Die "RM 3/OT-ZAC" wurde am 28.01.1977 aus dem Dienst gezogen. (Thanks to Daniel Brackx of belgian-wings.be for the information.)

C-130H Hercules

© Jeff Bell CH-01 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (Dezember 1981) Besonders nach einem starken Gewitterschauer und anschließender tiefstehender Sonne wirken die Farben dieser belgischen Hercules erst recht außergewöhnlich. Die Maschinen des 15Wing waren seit vielen Jahren regelmäßige Besucher auf der Basis - egal ob mit C-130H, Boeing 727, Merlin IIIA, HS.748, Pembroke, C-119 oder C-47.

© Marcus Herbote CH-01 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (14.06.1989) Im Jahr 1972 erhielt die belgische Lufwaffe als Ersatz der veralteten C-119 Flying Boxcar zwölf Hercules. Die Maschinen werden in wenigen Jahren ihr 40jähriges Jubiläum bei den Belgiern feiern können!

© Thomas Westhoff-Düppmann CH-02 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (07.11.1983) Die CH-02 wurde im Juli 1972 zusammen mit der CH-01 beim 15Wing in Dienst gestellt. Die Hercules flog im Jahr 2002 mit dem "30 Years C-130" Sonderanstrich der Belgier, musste aber nach einem Hangarfeuer am 5. Mai 2006 in Brüssel-Melsbroek (zivil: Zaventem) abgeschrieben werden.

© Thomas Westhoff-Düppmann CH-02 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (07.11.1983) Auch aufgrund der Stationierung belgischer Bodentruppen im Raum Süd-Ostwestfalen konnte man alle Arten von Transportern aus Brüssel-Melsbroek in Gütersloh sehen. Die CH-02 ging am 11.08.1972 an die belgische Luftwaffe, sie wurde am 05.05.2006 durch ein Hangarfeuer zerstört!

© Michael Brand CH-02 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (Mai 1986) Seit nunmehr fast sechzig Jahren fliegt die Lockheed Hercules bei zahlreichen Luftwafffen in der ganzen Welt. Die Belgier setzen das Muster seit dem Juli 1972 ein. Insgesamt erhielten sie 12 Flugzeuge, nach dem Totalverlust einer Maschine kam eine weitere dazu.

© Marcus Herbote CH-02 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (27.07.1990) Der typische Landeanflug zeigt die Lockheed Hercules immer mit einer leicht gesenkten Nase. Die Belgier stationierten ihre Maschinen in Brüssel-Melsbroek, dort liegen sie auch heute noch. Mitte der achtziger bis in die neunziger Jahre hinein flogen die belgischen Hercules noch im interessanten grün-braunen Anstrich. Heute fliegen sie wie fast alle NATO-Hercules im Einheitsgrau.

Archiv Christian Hölscher CH-02 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (19.04.1988) Mitte der achtziger Jahre wurde der Anflugbereich im Osten der Basis eingezäunt. Die großräumige Umzäunung vereinfachte das Aufnehmen guter Bilder nicht gerade. Mit dem Zaun auf dem Bild war das Ganze eher "unattraktiv".

© Marcus Herbote CH-05 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (18.04.1988) Auch einen Tag später war eine belgische Hercules am Boden, die CH-02. Weitere Belgier in der Woche waren eine Mirage 5BR, eine F-16B, drei Magister und eine Merlin IIIA. Zu dem Zeitpunkt waren noch Truppen im südlichen und östlichen OWL stationiert. Hauptsächlich waren dieses Hawk-Raketen-Staffeln.

© Marcus Herbote CH-06 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (Juli 1984) Gleich zweimal, am 5. und 9. Juli, war die CH-06 zu Besuch auf der Basis. Diese Hercules flog vom 15. Dezember 1972 bis zu ihrem tragischen Absturz am 15.07.1996 in Eindhoven bei der 20Smaldeel. Das Flugzeug war Opfer eines mehrfachen Vogelschlages geworden. 38 Tote, darunter 34 Mitglieder einer niederländischen Militärband, waren zu beklagen.

© Michael Brand CH-07 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (12.08.1986) Die 20Smaldeel war und ist mit ihren Hercules in Brüssel-Melsbroek stationiert. Die Maschinen waren häufig in Verbindung mit liegengebliebenen Fightern oder NATO-Manövern in OWL oder der Senne in EDUO zu sehen.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 CH-10 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (09.08.1991) Mit dem damals neuen grauen Anstrich kommt diese belgische Hercules auf der 27 zur Landung herein. Damit nahmen die Belgier auch bei diesem Typ Abschied von dem bekannten Anstrich in Braun-Grün.

© Markus Jakobsmeier CH-12 C-130H 15Wing, 20Smd Gütersloh (21.06.1983) Der Besuch dieser belgischen Hercules hing vermutlich mit der Notlandung der Mirage 5BA BA13 am Donnerstag zuvor, den 16.Juni, zusammen.

© Markus Jakobsmeier CH-12 C-130H 15Wing, 20Smd, Gütersloh (21.06.1983) Lange Zeit war die CH-12 die letzte Maschine der belgischen Hercules-Flotte, die am 02.04.1973 in den Einsatz ging. Erst nach dem tragischen Unglück der CH-06 im Jahr 1996 liefen mit der CH-13 und CH-14 zwei weitere Maschinen zu.

21 Smaldeel

Pembroke C51

© Reinhold Obelode RM 4/OT-ZAD Pembroke C51 15Wing, 21Smd, Gütersloh (ca. 1976) Neben der Royal Air Force gehörten zu den wenigen Nutzern der Hunting Percival Pembroke bei der NATO die belgische Luftwaffe, die dänische Luftwaffe sowie die Bundeswehr (Luftwaffe, Heer und Marine). Die RM 4 war vom 23.06.1954 bis 31.08.1976 im Einsatz bei der 20 und später 21Smaldeel und steht heute im Brussels Air Museum.

Boeing 727-29C

© Archiv M. Herbote CB-02 Boeing 727-29C 15Wing, 21Smd, Gütersloh (15.01.1990) Ein echter Überraschungsgast Mitte Januar 1990 war eine der zwei belgischen Boeing 727 aus Brüssel-Melsbroek. Es war der letzte Besuch dieses Musters auf der Basis. Zwei A.310 ersetzen später die 727 bei der belgischen Luftwaffe.

Merlin IIIA

© Jeff Bell CF01 Merlin IIIA 15Wing, 21Smd, Gütersloh (28.04.1982) Sechs Merlin ersetzen die in die Jahre gekommenen Pembroke, wenn auch bei der 21 statt 20Smd und wurden entsprechend der Ausstattung als Verbindungsflieger, für Kartografie und zur Kalibrierung von Navigationsanlagen eingesetzt. Die CF01 flog von März 1976 bis August 2001 bei der 21Smaldeel in Melsbroek.

© Pete Webber CF05 Merlin IIIA 15Wing, 21Smd, Gütersloh (15.02.1988) Ein echtes Unikum in den Flotten der NATO waren die belgischen Swearingen Merlin IIIA. Von den sechs gelieferten flogen im Jahr 1988 noch fünf, die CF05 steht hier auf der Platte in Gütersloh, während die Koffer der VIP´s ausgeladen werden.

CF06 Merlin IIIA 21 Smaldeel

© Thomas Westhoff-Düppmann CF06 Merlin IIIA 15Wing, 21Smd, Gütersloh (Frühjahr 1987) Als Ersatz für die Hunting Percival Pembroke beschaffte Belgien im Jahr 1975 sechs Swearingen Merlin IIIA. Die CF06 machte durch eine Bauchlandung in Beauvechain am 2. Juni 1993 Schlagzeilen, als der Pilot wegen dem nicht ordnungsgemäß gesicherten Hauptfahrwerk auf einer Schaumdecke landen musste. Die CF03 war keine vier Jahre im Dienst und musste im April 1980 nach einer Cat.5-Bruchlandung in Lille-Lesquin abgeschrieben werden.

© Howard Jones CF06 Merlin IIIA 15Wing, 21Smd, Gütersloh (17.04.1989) Von Oktober 1976 bis März 2002 war die CF06 im Dienst des 15Wing. Damit war es die letzte Merlin IIIA, die die Belgier außer Dienst stellen sollten. Die CF05 ging bereits im Juni 2000 aus dem Einsatz, CF01, CF02 und CF04 im Herbst 2001. Interessant sind auch hier die fehlenden Roundels an der Seite, typisch für viele belgische Maschinen in den achtziger Jahren. Damit sollten die militärischen Maschinen auf Zivilplätzen offensichtlich etwas weniger auffällig wirken.

Falcon 20E

CM-01 Falcon 20E 15Wing, 21Smd

© Markus Jakobsmeier CM-01 Falcon 20E 15Wing, 21Smd, Gütersloh (04.07.1984) In ihrem alten Anstrich besuchte uns die CM-01 während des Sommers 1984. Belgische Falcon waren zu dem Zeitpunkt seltene Gäste in Gütersloh. Meistens hing die Landung mit einem Manöver-Truppenbesuch in der Senne zusammen. In diesem Fall war der Grund die am 2. Juli notgelandete F-16A FA-56, die bis zum 6. Juli bleiben sollte.

© Howard Jones CM-02 Falcon 20E 15Wing, 21 Smd Gütersloh (28.11.1987) Aufgrund der Abwertung des Dollars vor dem Kauf der 12 C-130H waren noch Finanzmittel übrig und so bestellte Belgien in Frankreich zwei Falcon 20. Die CM-01 wurde im März 1973, die CM-02 im Mai 1973 ausgeliefert und beide fliegen auch heute noch, nach umfangreichen Modernisierungen im Jahr 2004. Der Kauf war insgesamt offensichtlich eine mehr als lohnende Investition! Vorne sieht man das Abzeichen des 15Wing, stationiert nach wie vor in Brüssel/Melsbroek.

HS.748 srs2A

© Pete Webber CS-01 HS.748 srs2A 15Wing, 21Smd, Gütersloh (1987) Neben den wöchenlichen Flügen der Andover der Royal Air Force gesellten sich von Zeit zu Zeit auch belgische HS748. Damals gab es in der Region südlich und östlich von Paderborn noch einige belgische Raketenstationen. Die Buchstaben in den Seriennummern der belgischen Transporter basieren auf dem Typ: So stand der zweite Buchstabe bei den Boeing 727 für Boeing, bei CF war Fairchild gemeint, CM sollte den französischen Namen der Falcon, Mystere kennzeichnen. Das CS der HS.748 deutet auf Siddeley hin und bei den C-130H steht das "H" sicher für Hercules.

© Christian Hölscher CS-01 HS.748 srs2A 15Wing, 21Smd, Gütersloh (27.04.1989) Am 28.06.1976 wurde die CS-01 an das 15Wing in Brüssel ausgeliefert. Die Maschine flog dort bis 20.02.2002, zwei Monate später verließ sie Belgien Richtung Benin/Afrika.

© Marcus Herbote CS-02 HS.748 srs2A 15Wing, 21Smd, Gütersloh (12.09.1985) Bei Ostwind startet diese HS.748 in der üblichen Standardtarnung der belgischen Luftwaffe der 70er und 80er Jahre. Aufgrund des fixen Callsigns "BAF 42" trägt diese Maschine die "42" an der Nase.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 CS-02 HS.748 srs2A 15Wing, 21Smd, Gütersloh (September 1988) Drei Hawker Siddeley 748 versahen bei der FAB verschiedene Transportaufgaben. Innerhalb Europas waren die Belgier neben den Briten die einzigen Nutzer der HS.748/Andover-Familie. Die CS-02 war am 12. und 13.09.1988 auf der Basis.

© Markus Jakobsmeier CS-03 HS 748 srs2A 15Wing, 21Smd, Gütersloh (27.09.1983) Als letzte der drei HS 748 kam die CS-03 erst am 30.09.1976 zur 21Smaldeel. Im Dezember 1987 erhielt das Flugzeug den neuen weißen Anstrich. Allerdings war es auch der erste der drei Hawker Siddeley (so in Belgien bekannt), der bereits Anfang August 2001 aus dem Dienst gezogen wurde.

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