From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der Force Aerienne Belge/ BLu – VVS

Gastflugzeuge der Force Aerienne Belge/ BLu – VVS

CM.170R Magister

© Thomas Westhoff-Düppmann MT4 CM.170R VVS, Gütersloh (20.06.1984) Bewaffnet mit zwei 7,62 mmm MGs und 12,7 mm Raketen wurde diese Magister nach ihrer Überführung nach Kamina/Kongo im Februar 1960 durch eine C-119 Flying Boxcar ab Juli 1960 für drei Monate dort eingesetzt. Dann flog sie lange bei der VVS, unterbrochen von über drei Jahren im Store in Koksijde. Noch 1996 erhielt die MT4 den Red Devils Anstrich und flog bis zur Außerdienststellung im Juni 2006 weitere zehn Jahre in Belgien.

© Christian Hölscher MT8 CM.170R VVS, Gütersloh (Juni 1986) Diese Magister hatte ein bewegtes Leben und der Monat Juni brachte dem Flugzeug gar kein Glück. Anfangs in Kamina im Kongo eingesetzt, explodierte in Brustem am 02.06.1964 beim Anlassen die rechte Turbine und beschädigte das Flugzeug. Ende Juni 1967 machte ein Pilot mit der MT8 in Beauvechain eine Bauchlandung, da er vergaß, das Fahrwerk auszufahren. In den Händen des 1Wing in Beauvechain stürzte das Flugzeug am 16.06.1987 bei Lustin-Profondeville ab. Der Pilot kam unglücklicherweise dabei ums Leben.

© Mario Nowak MT13 CM.170R VVS, Gütersloh (ca. 1987) Eine von zahlreichen belgischen Fouga Magister, die Gütersloh in über 30 Jahren Einsatzzeit besuchten. Man sieht bei diesem relativ hohen Anflug auch sehr gut die ausgefahrenen Landeklappen.

© Pete Webber MT13 CM.170R VVS, Gütersloh (April 1988) Auf der 850 Meter langen Gütersloher Flightline standen die verschiedensten Typen der unterschiedlichsten Nationen und Einheiten nebeneinander. Transporter standen meistens im Osten, wie auch Hubschrauber und "kleineres Gerät" wie die Fouga Magister.

© Christian Hölscher MT14 CM.170R VVS, Gütersloh (28.11.1984) Der Pilot trägt eine große "3" auf seinem Helm, es könnte sich somit um einen Piloten des 3Wing handeln. Auf der Basis N'Djili im Kongo war die Maschine im Jahr 1960 mit zwei 7,62mm Maschinengewehren in der Nase und zwei Paaren Fünf-Zoll-Raketen unter den Flächen im Einsatz.

© Christian Hölscher MT26 CM.170R VVS Gütersloh (13.09.1985) Wie so viele Piloten schaut auch dieser belgische Magister-Jockey zu der vermutlich vollen Gütersloher Spotter-Brücke hinüber. Ab Juli 2003 flog die MT26 in dem roten "Red Devils"-Anstrich und blieb bis zu ihrem letzten Flug am 15.12.2006 im Dienst.

© Thomas Westhoff-Düppmann MT30 CM.170R VVS, Gütersloh (31.05.1983) Die MT30 hatte in den Jahren 1968, 1970 und 1979 jeweils einen kleinen Unfall, wurde aber immer repariert und blieb schließlich bis 1995 im Einsatz. Heute ist sie jedem Belgier und auch Urlauber bekannt, der durch den Kreisverkehr im Ort Wilmort fährt - da steht sie in grauer Fake-Bemalung in der Mitte!

© Pete Webber MT31 CM.170R VVS, Gütersloh (02.03.1987) Die "Red Devils" waren bis in die siebziger Jahre regelmäßig in Gütersloh zu Gast, um ihre Vorführungen den Soldaten auf anderen Basen in der Nähe zu zeigen. Dazu gehörten die im Raum Werl und Soest liegenden belgischen Truppen. Hier lagen u.a. das 17Btn mit Alouette II und Piper L-18 (Werl) und eine Nike-Hercules Stellung in der Nähe von Soest.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 MT31 CM.170R VVS, Gütersloh (21.11.1991) Vom 28.10.1960 bis 13.10.1992 war diese Magister im Einsatz - fast 32 Jahre. Sie flog bis 1977 tatsächlich bei den "Red Devils" in Belgien. Im Jahr 1985 sprach man in Belgien das erste Mal über die mögliche Außerdienststellung der Fouga Magister, tatsächlich blieb das Muster bis zum Jahr 2007 im Einsatz!

© Jeff Bell MT40 CM.170R VVS, Gütersloh (Oktober 1980) Besonderes Merkmal der Magister war neben dem V-Leitwerk das vierte Rad am Heck und ein Periskop für den Backseater. Der Strahltrainer war eigentlich für die reine Flugausbildung konzipiert, die Belgier flogen die Magister in den 60er Jahren aber auch bewaffnet, u. a. im Kampf gegen Rebellen in Belgisch Kongo. Die Maschine wurde hierfür mit zwei 7,62mm MG´s in der Nase versehen. Darüber hinaus war Bewaffnung an vier Tragflächenpylonen möglich.

© Mario Nowak MT40 CM.170R VVS, Gütersloh (Juli 1989) Neben der VVS flogen die jeweiligen Basen einige wenige Maschinen in einer Base Flight. Magister waren häufig in Gütersloh. Zu Zeiten der Finanzkrise bei der belgischen Luftwaffe in den 80er Jahren kam häufig eine Magister zusammen mit einer Mirage 5 oder F-16 nach EDUO. Die Piloten tauschten in Gütersloh die Maschinen(!) und die Flugstunden konnten so auf alle Muster verteilt werden.

© Christian Hölscher MT42 CM.170R VVS, Gütersloh (24.09.1985) Die belgischen Fouga Magister flogen in recht unterschiedlichen Bemalungen. Diese hier nur in silber ohne rot, andere trugen eine rote Nase, noch andere hatten dazu rote Tip-Tanks und/oder einen roten Streifen am Heck.

© Andechs MT44 CM.170R VVS, Gütersloh (1991) Anfangs flog die Magister für die deutsche Luftwaffe. Erst im Dezember 1961 ging das Flugzeug an die VVS. Dort flog sie, anfangs in Silber, danach ab Sommer 1996 in der "Red Devils"-Bemalung, bis Dezember 2001 in der Schulung.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 MT46 CM.170R VVS, Gütersloh (05.01.1989) In ihrem ersten Leben flog diese Magister bei der deutschen Flugzeugführerschule "A" in Landsberg/Lech, dann für mehrere Monate beim kurzlebigen AG 54 in Oldenburg und später erneut in Landsberg. In Belgien wurde die MT46 am 30.06.1992 aus dem Dienst genommen.

© Axel Saal MT48 CM.170R VVS, Gütersloh (21.03.1986) Die Ecole de Pilotage Avancé oder Voortgezette Vliegopleidingsschool (EPA/VVS) lag in Brustem und flog eine stattliche Anzahl von Fouga Magister. Einige, wie die MT48, flogen lange Zeit im "Red Devils" Anstrich von 1977 weiter. Zuvor war diese CM.170 als AA+293 bei der Flugzeugführerschule "A" in Landsberg am Lech im Einsatz.

© Marcus Herbote MT48 CM.170R VVS, Gütersloh (26.05.1988) Obwohl nicht mehr zur bereits aufgelösten belgsichen Kunstflugstaffel gehörend, flogen die belgischen Magister noch lange im Kleid der "Red Devils". Ende September 2007 fand dann entgültig der letzte Flug einer belgischen Fouga statt, obwohl man uns schon im Jahr 1988 erzählte, dass die Maschinen bald ausgemustert werden sollten! Totgesagte leben halt länger!

© Christian Hölscher MT49 CM.170R VVS, Gütersloh (13.10.1983) Nach einem Touch and Go landete diese Magister in Gütersloh. Die Maschine gehörte zu den fünf im Jahr 1970 von Deutschland an Belgien gelieferten Flugzeugen. Bei der deutschen Luftwaffe flog die Maschine ursprünglich bei der FFS "S" in Landsberg.

Alpha Jet B

© Jeff Bell AT19 Alpha Jet B VVS, Gütersloh (Juli 1980) Der wohl erste Besuch des belgischen Alpha Jet AT19 fand im Juli 1980 statt. Die Maschine war erst am 24.10.1979 ausgeliefert worden. Die T-33A flog als Vorgängermodell in Brustem und bei den Belgiern insgesamt bis zum Herbst 1979.

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