From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: AG 51 - German Air Force

Luftwaffe - Aufklärungsgeschwader 52

Gastflugzeuge der Luftwaffe, Aufklärungsgeschwader 52 (AG 52)

AG 51 | Übersicht | LTG 61

T-33A Shooting Star

© Robert J. Ruffle via Alan Lathan EB-396 T-33A AG 52, Gütersloh (13.09.1960) Zunächst gehörten vier T-33A ab 1959 zur Erstausstattung des AG 52, hauptsächlich, da es keine zweisitzige Version der Thunderflash gab. Sie trugen die Kennzeichen EB-395 bis 398. Zwei weitere T-33 kamen ab 1961 dazu (EB-394 und 399). Ab April 1963 wurden bis zu zehn T-Birds (EB 390 bis 399) gleichzeitig verwendet. Die Aufnahme entstand kurz vor der Verlegung des Geschwaders von Erding nach Eggebek. Im Hintergrund erkennt man zwei Hunter T7 der Gütersloh Station Flight. Besucher der Trainingseinheiten und Station Flights parkten meistens auch vor deren Hangar auf der Flightline.

RF-4E Phantom

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+05 RF-4E AG 52, Gütersloh (18.04.1984) Am 16. April 1984 machte die 35+26 des AG 52 eine Notlandung in Gütersloh. Die 35+05 wurde zwei Tage später losgeschickt, um die drei Zusatztanks der Maschine abzuholen und kam daher clean! Heute, in den Zeiten knappster Kassen, ist eine derartige Verfahrensweise sicher völlig undenkbar!

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+05 RF-4E AG 52, Gütersloh (18.04.1984) Mit den vollen drei Zusatztanks wog die RF-4E an die 28 Tonnen. Für die zwei jeweils 8.000 kg Schub starken General Electric J79-GE-17A Turbinen war dieses Startgewicht jedoch kein Problem. Die Sollstärke beim AG 52 lag bei 36 Phantom, das war die Zahl, die der NATO unterstellt war.

© Marcus Herbote 35+09 RF-4E AG 52, Gütersloh (15.10.1986) Gefolgt von den drei Alpha Jet 40+43, 41+19 und 41+51 des Oldenburger JaboG 43 rollt die RF-4E 35+09 zusammen mit der hier nicht sichtbaren 35+17 auf die Startbahn 09. Die Lizard-Tarnung an der Maschine war seinerzeit noch ziemlich frisch.

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+13 RF-4E AG 52, Gütersloh (18.07.1985) Zusammen mit der bereits in "lizard" (Eidechse) getarnten 35+66 landete die 35+13 im Hochsommer 1985 auf der Basis. Meistens kamen die RF-4E aus Leck als One-ship zur Landung herein. Sie waren deutlich häufiger in Gütersloh als die Aufklärer aus Bremgarten.

© Marcus Herbote 35+17 RF-4E AG 52, Gütersloh (09.08.1985) Typische Freitagsbesucher waren oftmals die RF-4E aus Leck. Die 35+17 landete an diesem Freitag zusammen mit der 35+14 und flog nach einem Fuel- und Lunchstop zurück in den Norden. 23 Jahre war das AG 52 mit der RF-4E ausgerüstet, bevor es Teil der Bundeswehrgeschichte wurde.

© Jeff Bell 35+20 RF-4E AG 52, Gütersloh (1981) Beim Start von der 27 wurde die 35+20 aus Leck aufgenommen. Einige Flugzeuge waren zu jeder Zeit mit einem SLAR ausgerüstet und haben so über der östlichen Ostsee ihre Aufklärungsflüge durchgeführt. Das Muster wurde außerdem zur elektronischen Aufklärung an der innerdeutschen Grenze eingesetzt.

© Marcus Herbote 35+26 RF-4E AG 52, Gütersloh (25.08.1990) Zum jährlichen Families Day lud die 230"Tiger" Squadron immer Piloten und Flugzeuge der NATO-Tiger-Einheiten ein. Hier steht eine RF-4E aus Leck vor Hangar 6.

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+32 RF-4E AG 52, Gütersloh (15.02.1984) Auf ihren häufigen Flügen entlang der innerdeutschen Grenze verwendeten die Piloten der deutschen RF-4E auch regelmäßig das SLAR im Rumpfbehälter, um die Bewegungen der russischen und ostdeutschen Streitkräfte aufzunehmen. Bei den Einsätzen machten die Phantom aus Leck häufig einen oder mehrere Durchstarts in Gütersloh. Auch über Uelzen in der Lüneburger waren diese Maschinen bisweilen zu sehen und damit die einzigen Fighter der Luftwaffe, die derart nah an der Grenze operierten.

© torstenn. 35+41 RF-4E AG 52, Gütersloh (07.04.1992) Auf ihrem Deutschlandflügen entlang der innerdeutschen Grenze kamen Phantom-Auklärer oft zur Landung herein. Dabei war das AG 52 weitaus häufiger hier zu sehen, als das AG 51 in Bremgarten.

© Wilfried Zetsche 35+41 RF-4E AG 52, Gütersloh (07.04.1992) Diese RF-4E rollt nach nur gut 1.800 Meter Landestrecke schon auf dem vorderen Taxiway von der Bahn und war eine der Teilnehmer des letzten (Mini-)Tigermeets der 230Sqn in Gütersloh. Weitgehend unbemerkt von den Spottern verließen die letzten Puma Ende April die Basis mit Richtung Aldergrove.

© Wilfried Zetsche 35+41 RF-4E AG 52 Gütersloh (07.04.1992) Zu einem letzten Mini-Tiger-Meet bei der 230Sqn war diese deutsche RF-4E aus Leck angereist. Für die beiden schweren Aufklärungsgeschwader hatte zu dem Zeitpunkt auch bereits die Totenglocke geläutet. Die 230Sqn verlegte Ende des Monats nach Aldergrove und hatte damit nie wieder die Möglichkeit, auf ihrem Heimathorst ein Tiger-Meet auszurichten.

© Christian Hölscher 35+42 RF-4E AG 52, Gütersloh (15.05.1985) Auf ihren Einsätzen durch Europa kamen die RF-4E der beiden schweren Aufklärungsgeschwader 51 in Bremgarten und 52 in Leck immer wieder mal nach Gütersloh, wobei die Holsteiner sich weitaus häufiger blicken ließen.

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+42 RF-4E AG 52, Gütersloh (15.05.1985) Der neue Lizard-Anstrich überschwemmte große Teile der Luftwaffe und Heeresflieger sowie USAFE Anfang der achtziger Jahre. Gleichzeitig bekamen die Jagdflugzeug-Einheiten verschiedenen Grautöne. Diese RF-4E trägt noch die alten grauen Zusatztanks unter den Flächen.

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+42 RF-4E AG 52, Gütersloh (15.05.1985) Nach ihrem Einsatz bei den deutschen Aufklärungsgeschwadern flog die 35+42 noch als 69-7489 bei der türkischen Luftwaffe. Die J79 Triebwerke der RF-4E leisten soeben jeweils acht Tonnen Schub!

35+43 RF-4E AG 52

© Archiv Markus Grunwald 35+43 RF-4E AG 52, Gütersloh (Juni 1981) Der Norm-72-Anstrich wurde bei den beiden schweren Aufklärungsgeschwadern erst in den Jahren 1984 und 85 in den Norm-83-Anstrich geändert, allgemein als "Lizard" bekannt. Die leeren Shelter der 4Sqn lassen auf die jährliche Manöverzeit schließen - alle Harrier waren im Feld. Die 35+43 machte an dem Tag zusammen mit der 35+52 einen Übungsanflug.

© Marcus Herbote 35+52 RF-4E AG 52, Gütersloh (20.03.1985) An einem normalen Tag startet die 35+52 zurück nach Leck, nicht ohne während des Fluges die norddeutsche Tiefebene in einem Tief- oder Tiefstflug zu erkunden. Am selben Tag waren vier Lightning F6 der 11Sqn zu einem Fuelstop in Gütersloh - auf dem Weg vom Staffelaustausch beim JG 74 in Neuburg zurück nach Binbrook.

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+54 RF-4E AG 52 Tigermeet, Gütersloh (26.08.1982) Die 88 schweren Aufklärer der Luftwaffe waren sehr effektiv und erhöhten die Aufklärungsfähigkeit der NATO beträchtlich. Anfang der 80er Jahre wurde die RF-4E mit der Fähigkeit zur Aufnahme von sechs 454 kg Splitterbomben nachgerüstet. Der ausgehende kalte Krieg beendete dann diese Jagdbomberfähigkeit wieder.

© Wilfried Zetsche 35+54 RF-4E AG 52 Tigermeet, Gütersloh (26.08.1982) Eine von zwei am Tiger Meet teilnehmenden RF-4E aus Leck war die 35+54, die hier nach der Landung am 26.08.1982 durch den Staffelbereich der 4Sqn Richtung Abstellbereich der 18Sqn rollt.

© Jeff Bell 35+54 RF-4E AG 52 Tigermeet, Gütersloh (26.08.1982) Am 26. August 1971 erhielt das AG 52 mit der 35+13 seine erste RF-4E - genau elf Jahre vor dem Entstehen dieser Aufnahme! Der als unbefriedigend geltende RF-104G wurde beim AG 51 und AG 52 nach nur acht Jahren im Einsatz schnell aus dem Dienst genommen. Aufgrund der mangelhaften Aufklärungsausrüstung konnte der Starfighter bei den Aufklärerwettbewerben der NATO nie wirklich punkten.

© Alex Waning 35+60 RF-4E AG 52, Gütersloh (04.07.1975) Der Kameraschacht der Frontkameras ist hier geöffnet, vermutlich war die Maschine vor der Landung in Gütersloh noch auf einer "scharfen" Mission. Zu dem Zeitpunkt gehörten die beiden schweren Aufklärungsgeschwader 51 und 52 in Bremgarten und Leck zu dem Besten, was die NATO im Bereich Recce zu bieten hatte.

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+65 RF-4E AG 52 Tigermeet, Gütersloh (26.08.1982) Die beiden schweren Aufklärungsgeschwader in Bremgarten und Leck waren in den frühen siebziger Jahren innerhalb der NATO das Maß aller Dinge im Bereich der taktischen Aufklärung. Insgesamt kaute die Luftwaffe 88 Flugzeuge des Musters RF-4E.

© Rainer Mueller 35+65 RF-4E AG 52 Tigermeet, Gütersloh (26.08.1982) Von der Basis Leck nahmen zwei RF-4E des Aufklärungsgeschwaders 52 am Tiger Meet 1982 teil. Insgesamt lag die Einsatzstärke des Verbands bei zwei Staffeln mit je 18 Maschinen plus die sogenannte Kreislaufreserve von acht Maschinen. Die 35+13 ging als erste RF-4E am 26.08.1971 an das AG 52.

© Wilfried Zetsche 35+65 RF-4E AG 52 Tigermeet, Gütersloh (26.08.1982) Hier sieht man, das die Besatzungen noch die alten orangen Fliegerkombis tragen. Im Jahr 1982 war das normal, bis man erkannte, dass die Farbe nicht wirklich den Tarneffekt der Maschine unterstüzte!

© Jeff Bell 35+65 RF-4E AG 52 Tigermeet, Gütersloh (26.08.1982) Hier noch im Dienst der 1. Fliegenden Staffel des AG 52 und Teilnehmer des NATO-Tigermeets in Gütersloh, flog diese Phantom nach 1993 bei der 113Filo der Türk Hava Kuvvetleri. Den letzten nachgewiesenen Besuch in Gütersloh machte diese Phantom am 17. Mai 1991. Im Hintergrund sieht man die zweite RF-4E mit dem taktischen Kennzeichen 35+54.

© Thomas Westhoff-Düppmann 35+66 RF-4E AG 52, Gütersloh (18.07.1985) Die Luftwaffe konnte die Einführung des neuen schweren Aufklärers RF-4E Anfang der siebziger Jahre kaum abwarten, da die RF-104G in dieser Aufgabe mehr als unzureichend war. Nach Ende des kalten Krieges konnte sie allerdings die Außerdienststellung auch nicht abwarten und so verließ das Muster übereilt im Jahr 1993 die beiden Verbände AG 51 und AG 52.

© Pete Webber 35+68 RF-4E AG 52, Gütersloh (11.10.1988) Mit nur einem Rumpftank waren die deutschen RF-4E eher selten unterwegs. Im August 1971 erhielt das AG 52 in Leck mit der 35+13 die erste Phantom zugewiesen und damit gut sieben Monate später als der Schwesterverband in Bremgarten. 23 Jahre flog der Verband dieses Muster und wurde am 31. März 1994 aufgelöst.

© Axel Saal unid. RF-4E AG 52, Gütersloh (05.11.1981) An diesem Tag hatte die Besatzung einen Aufklärungseinsatz in der Nähe von Warburg durchzuführen. In der Gegend der Edertalsperre meldete sich das Feuerwarnlicht des rechten Triebwerks. Nach Durchführung der üblichen Notverfahren und nach Abschalten des betroffenen Triebwerks blieb das Feuerwarnlicht weiter an. Die beiden Piloten entschlossen sich auf dem nächstgelegenen Flugplatz Gütersloh zu landen. Der Treibstoff wurde aus den Tragflächen abgelassen, da das Flugzeug für die Landung noch zu schwer war. Deshalb ist auf dem Bild hinter dem Cockpit der Luftbetankungsöffnung zu sehen. Die RAM Air Turbine ist ausgefahren, um bei einem Generatorausfall noch Elektrizität zu haben. Da mit einem Hydraulikschaden gerechnet wurde, ist der Fanghaken unten. Bei der Landung erwischte dann der Haken das Fangnetz, Teile der Bremsen und das Netz flogen in hohem Bogen durch die Luft. Die Maschine rollte schließlich weiter, ohne dass die Piloten dieses Dilemma bemerkt hätten. Wie sich später herausstellte, war es lediglich ein Kurzschluss in der elektrischen Feuerwarnleitung. Das Triebwerk selbst war in Ordnung (Danke an Axel Saal für das Bild und die Infos!).

Do28D-2 Skyservant

© Jeff Bell 58+98 Do28D-2 AG 52, Gütersloh (19.11.1981) Ende Dezember 1972 kam die erste von vier Do28 nach Leck. Die letzte Maschine wurde am 30.06.1993 aus dem Dienst genommen. Nach dem Dienst in der deutschen Luftwaffe zog es die 58+98 als N53U in die USA, dann flog sie einige Zeit in Mittelamerika, heute dient sie als XB-TQS in Mexiko. Eine weite Reise für einen kleinen "Bauernadler"!

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