From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: JG 74 - German Air Force

Luftwaffe - Jagdgeschwader 74

Gastflugzeuge der Luftwaffe, Jagdgeschwader 74 (JG 74)

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Sabre Mk6

© Robert J. Ruffle via Alan Lathan JD-241 Sabre Mk6 2./JG 74, Gütersloh (08.09.1960) Aufgrund des fehlenden Hydraulikdrucks bei ausgestelltem Triebwerk waren die Luftbremsen auf der Flightline immer geöffnet. Das JG 74 sollte anfangs auch ein Tagjagdgeschwader wie das JG 71, JG 72 und JG 73 werden. Vom "ersten" JG 74 stellte man die 2. Fliegende Staffel als erste auf, sie wurde aber bereits im Februar/März 1961 wieder aufgelöst! Das bekanntere endgültige Geschwader entstand dann durch eine Umbenennung des JG 75.

© Robert J. Ruffle via Alan Lathan JD-243 Sabre Mk6 2./JG 74, Gütersloh (08.09.1960) Seltene Aufnahme einer Sabre 6 des zu der Zeit in der Aufstellung befindlichen "ersten" JG 74 mit der Tagjagdrolle. Am 1. Mai 1961 wurde das mit der F-86K in Dienst gestellte Leipheimer JG 75 in JG 74 umbenannt und nach Neuburg verlegt, das in der in der Aufstellung befindliche Geschwader wurde aufgelöst. Die Sabre Mk6 des "ursprünglichen" JG 74 gingen an die anderen drei Tagjagdgeschwader. An diesem Tag kamen die Sabre aus Oldenburg, wo die WaSLw 10 für die Aufstellung des JG 74 verantwortlich war. Von 1956 bis November 1967 erhielten alle Bundeswehr-Luftfahrzeuge taktische Kennzeichen, die auf das Geschwader und die fliegende Staffel hinweisen sollten. Mit den Jahren zeigte sich jedoch, dass es viel häufiger zu Vermischungen kam, als einem lieb war. So flogen häufig und langfristig auch Maschinen mit völlig falschen taktischen Kennzeichen bei den Einheiten. Große Staffelwappen wurden oft zusätzlich getragen, Geschwaderwappen wurden durch die Führung erst ab 1962/63 genehmigt.

F-86K Sabre

© Günter Böckmann JD-108 F-86K JG 74, Gütersloh (ca. 1961) Auch wenn man das taktische Kennzeichen nicht genau erkennen kann, ist diese Sabre doch eindeutig vom Jagdgeschwader 74 "Mölders" aus Neuburg an der Donau. Die erste Alarmrotte stellte das JG 74 am 5. Oktober 1962, dem Tag der NATO-Assignierung des Verbands. Ab 31. Mai 1964, als Vorbereitung auf die Umrüstung zum Starfighter, bekamen die Maschinen die neuen Nummern JD-302 bis 325 und 331 bis 355 und stellten praktisch eine dritte fliegende Staffel.

F-104G Starfighter

© Erich Westersötebier 20+97 F-104G JG 74, Gütersloh (August 1974) Während der Umrüstungsphase auf die F-4F besuchte diese Hundertvier nochmals in den Farben seines früheren Nutzers die Gütersloher Lightnings. Bei den beiden Jagdgeschwadern war die F-104G nur relativ kurz im Einsatz. Die Listen auf www.916-starfighter.de zeigen die Maschine bereits ab Juni 1974 als zum JaboG 32 zugehörig. Die 20+97 war zusammen mit der 21+82 des Lechfelder Geschwaders zu Besuch auf der Basis.

© Manfred Faber 24+63 F-104G JG 74, Gütersloh (06.06.1973) Nur gut ein Jahr vor der Ablösung des Musters beim JG 74 überfliegt die 24+63 kurz vor der Landung die RAF-Station Gütersloh. Die F-4F war als Jagdflugzeug deutlich besser bewaffnet und die Reichweite war größer. Die 24+63 wurde bereits am 3. Oktober 1974 nach nur 1.537 Flugstunden aus dem Dienst gezogen.

© Manfred Faber 24+63 F-104G JG 74, Gütersloh (06.06.1973) Die Landeklappenstellung zeigt ganz klar, das der Neuburger Pilot die Landung beabsichtigt hat. Bis zum Juli 1974 operierte die F-104G beim JG 74 und wurde nach lediglich zehn Jahren Einsatzzeit durch die F-4F Phantom abgelöst.

F-4F Phantom

© Michael Pflaum 38+12 F-4F JG 74, Gütersloh (15.08.1984) Zu den wirklich seltenen Gästen in Gütersloh zählten die Phantom des Jagdgeschwaders 74 "Mölders". Im Sommer 1984 flogen zwei F-4F Luftkampf-Übungseinsätze gegen die Harrier GR3 der 3 und 4Sqn, die zweite Maschine war die 38+28. Das JG 74 flog den schweren Jäger und Jagdbomber von September 1974 bis März 2008.

Do28D-2 Skyservant

© Thomas Westhoff-Düppmann 58+47 Do28D-2 JG 74, Gütersloh (19.09.1980) Um als fliegende Funk-Relaisstellen für tieffliegende F-4F während CAP-Einsätzen zu dienen, wurde der Bestand an Do28 des JG 74 auf sechs Maschinen verstärkt. Erst Im Jahr 1983 wurde dann die Sollstärke unter anderem aus Kostengründen wieder drastisch reduziert - auf zwei Flugzeuge.

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