From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: JaboG 31 - German Air Force

Luftwaffe - Jagdbombergeschwader 31

Gastflugzeuge der Luftwaffe, Jagdbombergeschwader 31 (JaboG 31)

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F-104G / TF-104G Starfighter

© Luftwaffe (via 916-starfighter.de) DA+129 (c/n 9059) F-104G JaboG 31, Gütersloh (17.05.1966) An diesem 17. Mai ist leider einiges sehr ungünstig gelaufen. Aufgrund des bei der F-104 häufig aufgetretenden Problems der offenen Schubdüse entschied sich der Pilot, für einen direkten Anflug von Osten, allerdings bei Rückenwind! Dieser erfolgte dann mit ca. 380 km/h, leider war durch den "falschen" Anflug das Fangnetz der 27 oben. Kurz vor dem Aufsetzen wurden durch das Netz die Außentanks und das Bugrad abgerissen, durch den Aufprall auf dem Asphalt brach das Hauptfahrwerk ab, die Maschine kam rutschend im Gras neben der Runway zum Halten. Der Starfighter musste schließlich abgeschrieben werden und wurde per Tieflader abtransportiert.

via Al Wood DA+129/cn 9059 F-104G JaboG 31, Gütersloh (18.05.1966) Diese Aufnahme der "gestrandeten" F-104G entstand durch eine Hunter FR10 der 2Sqn am nächsten Morgen. Im Gegensatz zu vielen seiner Kameraden hatte der Pilot Glück, er überlebte die Bruchlandung mit seiner F-104G!

© Erich Westersötebier 20+39 F-104G JaboG 31, Gütersloh (Mai 1976) Als erstes Einsatzgeschwader rüstete das JaboG 31 in Nörvenich ab Herbst 1961 auf den Starfighter um. Auch Jahre später flog der Verband überwiegend Maschinen mit den frühen taktischen Kennzeichen.

© Alex Waning 21+65 F-104G JaboG 31, Gütersloh (04.07.1975) Da auch RAF Wildenrath eine Air Show an dem Wochenende durchführte, hatten die Organisatoren scheinbar beschlossen, auch die Gäste aufzuteilen. So waren die meisten Fighter einzeln nach Gütersloh angereist und die zweite Maschine des Verbandes fand sich dann in Wildenrath wieder. Das betraf die G.91 vom LeKG 43 aus Oldenburg, die Upper Heyford F-111E, den Starfighter aus Nörvenich, die dänische Super Sabre, die belgische Mirage 5 und die Canberra der 39Sqn aber auch die niederländische Alouette III.

© Erich Westersötebier 23+48 F-104G JaboG 31, Gütersloh (August 1977) Mit einem Übungsbombenbehälter sieht man die 23+48 bei ihrem Final Approach auf die 09. Von Herbst 1961 bis Mai 1983 flog das Geschwader über 211.000 Flugstunden auf dem Starfighter. Bis zu acht Trainer waren neben 48 F-104G bei den beiden fliegenden Staffeln in Nörvenich im Dienst.

© Erich Westersötebier 23+99 F-104G JaboG 31, Gütersloh (Juni 1977) Mit den zwei üblichen Tip-Tanks kommt eine F-104G aus Nörvenich ungewohnt niedrig auf die 09 rein - ein sicheres Zeichen für eine Landung. Bei einem Durchstart kamen Starfighter deutlich höher durch den Anflug. Nutzten verschiedene Fighter wie Phantom, Tornado und Jaguar bei erhöhtem Gewicht den Nachbrenner während eines Durchstarts schon einmal, war das bei dem Starfighter gefährlich und damit verboten! Das Zünden des Nachbrenners und das Öffnen der Schubdüse dauerte bis zu zwei Sekunden, für die F-104 in niedriger Höhe eine Ewigkeit, was schließlich zum unverzüglichen Durchsacken und Absturz führen konnte!

Tornado IDS

Archiv C. Hölscher 43+94 Tornado IDS JaboG 31, Gütersloh (03.01.1984) Waren die Nörvenicher Starfighter noch häufig in Gütersloh am Boden zu sehen, so konnte man die Landungen deutscher Tornado an zwei Händen abzählen - und das in zehn Jahren! Der erste Tornado des JaboG 31 war die 43+93, die am 26. Juli 1983 zum Verband stieß. Im gleichen Jahr kamen noch elf weitere Maschinen dazu. Der 43+94 startet hier lediglich durch.

© Pete Webber 44+27 Tornado IDS JaboG 31, Gütersloh (21.02.1989) Am 26. Juli 1983 kam der erste Tornado IDS (Interdiction/Strike) zum JaboG 31. Im gleichen Jahr stießen elf weitere Maschinen dazu, im folgenden Jahr erhöhte man den Bestand um 27 weitere Tornados. Was für die anderen JaboG's galt, war auch für das Nörvenicher Geschwader normal - Landungen mit Tornados in Gütersloh waren sehr selten!

© Thomas Westhoff-Düppmann 44+31 Tornado IDS JaboG 31, Gütersloh (30.11.1984) Das Boelcke-Geschwader in Nörvenich hatte mit dem Tornado einen nuklearen Strike-Auftrag mit der B61-M3-Waffe zu versehen und war außerdem mit der konventionellen Angriffsaufgabe im Dienst. Dieser machte einen Übungsanflug bei bestem Ostwind-Wetter im Winter.

P.149D

© Günter Böckmann DA-389 P.149D JaboG 31, Gütersloh (ca. 1961/62) Ab Juni 1958 bis zum Sommer 1973 flog das JaboG 31 die Piaggio P.149D oder die von Focke-Wulf in Lizenz gefertigte FWP.149D. Erst am 17. Juli 1973 verließ die letzte Maschine mit der 90+94 das Geschwader. Viele ehemalige Flugzeuge der Schulungseinheiten wie z. B. dem Fluganwärterregiment, flogen in den Einsatzverbänden in dem ursprünglichen „Schulungs-Gelb“ mit den orangenen Flächen bis zur nächsten Grundüberholung weiter.

Do28D-2 Skyservant

© Marcus Herbote 58+20 Do28D-2 JaboG 31, Gütersloh (24.09.1985) Die erste Skyservant ging am 28. Februar 1973 an das JaboG 31. Erst am 1. Dezember 1975 kam die 58+20 dazu, 18 Jahre später verließ die 58+39 am 25. Juni 1993 als letzte Do28 den Verband.

© Michael Brand 58+20 Do28D-2 JaboG 31, Gütersloh (24.09.1985) Mindestens zwei Do28 überlebten in jedem Einsatzgeschwader die große "Streichungswelle" der Verbindungsflugzeuge Anfang der 80er Jahre. Beim JaboG 31 waren bis in die 90er Jahre die 58+15, 58+20 und 58+39 im Einsatz.

© Pete Webber 58+20 Do28D-2 JaboG 31, Gütersloh (21.02.1989) Notlandungen von Luftwaffen-Fightern fanden häufiger mal statt. Hier brachte die Do 28 58+20 die Techniker nach der Notlandung des Tornados 44+27, der im Hintergrund zu sehen ist, nach Gütersloh. Das JaboG 31 setzte die Do 28 von März 1974 bis Juni 1993 ein, anfangs waren es vier Flugzeuge, nach Einführung der Sparmaßnahmen der Luftwaffe Ende der siebziger Jahre nur noch zwei.

© Pete Webber 58+20 Do28D-2 JaboG 31, Gütersloh (21.02.1989) Ein "Bauernadler" aus Nörvenich am Boden in EDUO. In den 20 Jahren ihrer Einsatzzeit waren alle Luftwaffengeschwader mit ihren Do28 mehrfach in Gütersloh vertreten.

© Michael Brand 58+20 Do28D-2 JaboG 31, Gütersloh (21.02.1989) Als Support-Aircraft für den notgelandeten Tornado 44+27 des JaboG 31 kam diese Skyservant zur Landung herein. Landungen von deutschen Tornados waren überaus selten und können auch heute noch fast an zwei Händen abgezählt werden!

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