From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: JaboG 32 - German Air Force

Luftwaffe - Jagdbombergeschwader 32

Gastflugzeuge der Luftwaffe, Jagdbombergeschwader 32 (JaboG 32)

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F-104G Starfighter

© Erich Westersötebier 21+01 und 24+21 F-104G JaboG 32, Gütersloh (April 1974) Selten genug waren die Lechfelder Starfighter in Gütersloh, hier verabschieden sie sich mit einem rasanten Doppelstart. Soeben fährt das Fahrwerk ein, keine Sekunde zu früh! Die 21+01 war anfangs als EB+102 beim AG 52 im Einsatz, erst im Dezember 1970 modifizierte man sie bei MBB zur Jagdbomber-Version. Zum JaboG 32 kam sie am 26.07.1971.

© Simon Wallwork 21+55 F-104G JaboG 32, Gütersloh (ca. 1981) Als DB+103 wurde dieser Starfighter am 23. August 1965 bei der 1. Fliegenden Staffel des JaboG 32 in Lechfeld in Dienst gestellt. Der Jagdbomber war ein Teilnehmer des TAM 1980 in Ramstein und er verblieb bei seinem Heimatverband bis zur Außerdienststellung am 16. April 1982, nach 2.870 Flugstunden. (Informationen aus 916-starfighter.de, Hubert Peitzmeier)

© Simon Wallwork 21+55 F-104G JaboG 32, Gütersloh (ca. 1981) Bereits kurz nach der Landung wurden die Gastflugzeuge in Gütersloh wie auf jeder anderen NATO-Basis auch umgehend betankt. Die Cross Servicing Teams der NATO zählten während des kalten Krieges sicher zu einer der größten Stärken der Allianz. Jeder Flugzeug-Typ, egal in welcher Version und Konfiguration, konnte betankt, gewartet und neu bewaffnet werden.

© Christian Hölscher 21+72 F-104G JaboG 32, Gütersloh (21.03.1984) Am Start zum Rückflug nach Lechfeld sieht man hier die F-104G 21+72. Zuvor hatte diese Maschine den Pilot der 21+64 heruntergeleitet, dieser hatte mit totem (!) Triebwerk erst auf Höhe der Ems das Fahrwerk ausgefahren und die Maschine zum Glück sicher gelandet. Scheinbar eine Standardprozedur für einen Starfighter-Piloten!

© Thomas Westhoff-Düppmann 21+90 F-104G JaboG 32, Gütersloh (10.11.1981) Bereits im Jahr 1968 rüstete das JaboG 32 im Rahmen der „Flexible Response“ von der nuklearen auf die konventionelle Angriffsrolle um. Hierzu gehörten die Bekämpfung der gegnerischen Luftwaffe am Boden, die Unterbrechnung gegnerischer Logistik und Nachschublinien sowie die Bekämpfung gegnerischer Großverbände. Die Zeiten einer QRA-Rotte mit vier Maschinen war in Lechfeld also sehr kurz.

© Jeff Bell 21+92 F-104G JaboG 32, Gütersloh (1982) Ursprünglich flog dieser Starfighter ab Juni 1963 als "DC+246" beim JaboG 33. Ab November 1967 trug er dann das Kennzeichen 21+92. Erst am 21. Dezember 1978 kam er zum Lechfelder Jagdbombergeschwader 32. Nach der Weitergabe an die Türkei ging das Flugzeug mit dem Code "9-061" bei der 192Filo durch einen Absturz am 24.01.1986 verloren.

© Thomas Westhoff-Düppmann 22+32 und 24+83 F-104G JaboG 32, Gütersloh (23.10.1981) Oftmals kamen Luftwaffe-Starfighter nur auf einen Überflug in den Gütersloher Luftraum. Aufgrund der guten Reichweite bei "Military Power" gab das auch für die Lechfelder kein Problem mit der Reichweite. Einer dieser F-104G trägt einen Übungsbombenbehälter unter dem Rumpf.

© Archiv W. Zetsche (via 916-starfighter.de) 24+79 F-104G JaboG 32, Gütersloh (1980) Ein Lechfelder Viertanker landet bei Ostwind in EDUO. Die Landegeschwindigkeit war in dieser Konfiguration besonders hoch, oftmals, je nach Gewicht, jenseits von 170 Knoten!

© Erich Westersötebier 25+29 und 22+75 F-104G JaboG 32 und XM995/T Lightning T4 und F2 XN769/F 92Sqn, Gütersloh (1968) Im Jahr 1968 kam es zu dieser seltenen Formation von zwei Lechfelder F-104G mit zwei Gütersloher Lightnings. Der Grund dafür ist nicht bekannt, ein Staffelaustausch zwischen den beiden Einheiten fand nie statt, aufgrund des Trainers mit der fehlenden Bewaffnung scheidet ein Luftwaffen-Manöver eher aus. Die hintere F-104G (22+75) flog eigentlich immer bei der Marine (MFG 1), nur vom 15. März 1968 bis 17. Januar 1969 war er beim JaboG 32 im Einsatz!

TF-104G Starfighter

© Thomas Westhoff-Düppmann 27+25 TF-104G JaboG 32, Gütersloh (23.10.1981) Die Trainer-Sollstärke der Luftwaffengeschwader lag in den 60er Jahren bei acht TF-104G. Später konnte die Anzahl leicht variieren. Von den acht Zweisitzern waren aber immer fünf bis sechs für den täglichen Übungsflugbetrieb verfügbar. Die 27+25 startet hier durch, auch durch die gute Flugdauer unter "Military power" kamen die Lechfelder regelmäßig in den norddeutschen Luftraum.

Tornado IDS

© Howard Jones 44+53 Tornado IDS JaboG 32, Gütersloh (06.09.1989) Das Jagdbombergeschwader 32 bestand vom 1. Juni 1958 bis 31. März 2013. Von Juli 1984 bis Juni 1993 flog der Verband ausschließlich die Version IDS des Tornados, ab dem Zeitpunkt der Einführung der 35 Tornado ECR waren nur einige wenige IDS GT als Trainer im Verband. Die 44+53 wurde hier Opfer eines unbekannten Defekts und verließ die Basis erst sechs Tage später. Beide Do-28 (58+53 und 58+55) des JaboG 32 besuchten in diesem Zusammenhang Gütersloh.

Do28D-2 Skyservant

© Michael Brand 58+53 Do28D-2 JaboG 32, Gütersloh (12.09.1989) Skyservant aller Verbände waren von 1972 bis 1993 in Gütersloh zu sehen. Das Muster löste bei der Bundeswehr die P.149D, T-33A und Do27 in den Geschwadern ab. Diese Do28 war Teil des Jagdbombergeschwaders 32 in Lechfeld.

HFB-320M Hansa Jet

© Thomas Westhoff-Düppmann 16+21 HFB-320M 3./JaboG 32, Gütersloh (05.09.1984) Mit standardmäßig fünf Mann Besatzung, zwei Piloten und drei Eloka-Spezialisten, wurde bei den ECM-Einsätzen geflogen. Das Startgewicht lag bei nur 9600 kg, die Flugdauer von zweieinhalb Stunden war gerade ausreichend. Die Höchstgeschwindigkeit der Maschine lag bei etwa Mach 0,74.

© Pete Webber 16+21 HFB-320M 3./JaboG 32, Gütersloh (02.09.1985) Die 3. Fliegende Staffel des JaboG 32 übernahm am 1. April 1980 die Hansa Jet von der 4. Staffel des Fernmelde-, Lehr- und Versuchsregiments 61, welches bis Ende der 70er Jahre in Kaufbeuren gelegen hatte und danach Zug um Zug nach Lechfeld verlegte. Die typischen dayglow "Mess-Flugzeug-Streifen" verlor das Flugzeug Ende 1984/Anfang 1985.

© Pete Webber 16+23 HFB-320M 3./JaboG 32, Gütersloh (11.10.1988) Im Herbst eines jeden Jahres, meistens während der ohnehin großen Manöver, fand das sogenannte ECM-Meet statt. Teilnehmer waren neben den deutschen Hansa Jets auch norwegische Falcon 20, italienische PD.808 und britische Canberra T17 der 360Sqn. Die Maschinen waren sowohl unter dem Endkürzel ECM oder kurz M bekannt.

© Christian Hölscher 16+23 HFB-320M 3./JaboG 32, Gütersloh (Oktober 1988) Die Hansa Jet war ein echtes Unikum in der Flotte der NATO. Nur die Flugbereitschaft flog sechs Maschinen (16+01 bis 16+06) neben den acht Flugzeugen des JaboG 32 (16+21 bis 16+28) bzw. vormals der 4/FmL/VsuRgt 61. Dazu kamen zwei Exemplare für die Erprobungstelle 61 in Manching (16+07 und 16+08). Die HFB-320M wurde in der Elektronischen Kampfführung (EloKa) für Spezialaufgaben wie elektronische Störmaßnahmen, elektronische Aufklärung und Funkvermessung genutzt.

© Thomas Westhoff-Düppmann 16+25 HFB-320M 3./JaboG 32, Gütersloh (05.09.1984) Die Ausrüstung der Version „M“ war mit „Top Secret“ klassifiziert und umfasste Geräte und Anlagen, die dem Empfang, der Analyse und dem Versenden von Signalen zum Zweck der Störung und Täuschung dienten. Zum ECM-Meet kamen die Lechfelder immer mit drei Flugzeugen.

© Pete Webber 16+25 HFB-320ECM 3./JaboG 32, Gütersloh (02.09.1985) Die acht Hansa Jets flogen mit den taktischen Kennzeichen 16+21 bis 16+28 bei der 3. Fliegenden Staffel des JaboG 32 und das vom 1. April 1980 bis Juni 1994. Die Maschinen dienten der Ausbildung und Unterstützung der Luftverteidigungskräfte der Bundeswehr und der elektronischen Kampfführung.

© Thomas Westhoff-Düppmann 16+27 HFB-320M 3./JaboG 32, Gütersloh (05.09.1984) Auf dieser Aufnahme erkennt man sehr gut die einzigartige Flügelform des Hansa Jets. Leider war diese vermutlich auch ein Grund für den nicht gerade überwältigenden Verkaufserfolg am durch die Briten, Amerikaner und Franzosen hart umkämpften Markt in dieser Jet-Klasse. Die negative Flügelform von 15 Grad wurde nach Erkenntnissen beim Bau der Junkers Ju 287 umgesetzt. Durch die nicht in der Kabine störenden Tragflächen-Holme erreichte man eine maximale Durchgangshöhe in der Kabine.

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