From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: JaboG 43 - German Air Force

Luftwaffe - Jagdbombergeschwader 43

Gastflugzeuge der Luftwaffe, Jagdbombergeschwader 43 (JaboG 43)

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Alpha Jet A

© Jeff Bell 40+04 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (08.02.1982) Hier erkennt man den Kanonenbehälter mit der 20mm-Waffe unter dem Rumpf. Aufgrund des nicht gerade übermotorisierten Alpha Jets gab es tatsächlich kleinere Beschränkungen beim Einsatz der Kanone. In bestimmten Flugzuständen konnte beim Einsatz der Waffe der starke Rückstoß die Geschwindigkeit reduzieren!

© Thomas Westhoff-Düppmann 40+04 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (16.04.1982) Mit zwei Piloten war dieser frühe Alpha Jet offenbar auf einer Trainingsmission - die Maschine trägt hier keinen Kanonenbehälter und startete an dem Tage dreimal in Gütersloh durch.

© Thomas Westhoff-Düppmann 40+31 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (24.08.1982) Die 1. Fliegende Staffel des JaboG 43 war als die „Füchse“ bekannt und Teil der NATO-Tiger-Association. Die 2. Fliegende Staffel nannte sich „Wikinger“ und war Teil der Allied Mobile Force (AMF), der NATO-Eingreiftruppe. Damit verlegte sie regelmäßig zu Übungen nach Norwegen und in die Türkei.

© Markus Jakobsmeier 40+36 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (08.09.1983) Insgesamt 175 Alpha Jet A wurden von der Luftwaffe zwischen 1979 und 1983 beschafft. Nur gut 18 Jahre wurden die Maschinen eingesetzt. Aufgrund der NATO-Reduzierungen musste sich die Bundeswehr nach Ende des kalten Krieges zwischen Tornado und Alpha Jet entscheiden, um nicht die maximalen Zahlen für Kampfflugzeuge zu übersteigen. Andere Nationen, wie z.B. Finnland, hatten ebenfalls maximale Fighterzahlen zu beachten. Die Finnen agierten klüger und ließen die finnischen Hawk Mk51 einfach als Trainer einstufen (obwohl auch als Jagdflugzeug einetzbar). Das wäre in Deutschland sicher auch möglich gewesen und man hätte so 50 Alpha Jet als Ergänzung in den Tornado- und Phantom-Verbänden behalten können - zu einem Bruchteil der Flugstundenpreise der beiden schwereren Muster!

© Pete Webber 40+48 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (12.01.1988) Das Oldenburger Geschwader war aufgrund seiner räumlichen Nähe oft im Gütersloher Luftraum zu sehen. Landungen waren regelmäßig, Durchstarts kamen auch vor. In der "Kampf-Variante" flog der Alpha Jet üblicherweise mit dem Kanonenbehälter unter dem Rumpf und den beiden Zusatztanks unter den Flächen

© Jeff Bell 40+61 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (14.01.1982) Auf vom Schnee nicht geräumten Abstellplätzen stehen zwei Alpha Jet des Oldenburger JaboG 43 in Gütersloh. Die Luftwaffe baute bei den meisten Maschinen den zweiten Sitz aus und ersetzte den Platz durch Avionik-Geräte. Somit gab es tatsächlich ein- und zweisitzige Alpha Jet.

© Thomas Westhoff-Düppmann 40+61 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (31.05.1983) Auch aufgrund der recht schwachen Triebwerke war die Luftwaffe mit dem Alpha Jet nicht gänzlich zufrieden. Auch das Vorgängermuster G.91 wies verschiedene, zum Teil erhebliche, Schwächen auf. Allerdings arrangierte man sich in beiden Fällen mit der Situation.

© Marcus Herbote 40+61 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (26.09.1985) "Believe it or not, it's a Tiger!" Mit diesem Satz überredete die 1. Fliegende Staffel mit ihrem Fuchswappen das Kommitee zur Aufnahme in den exklusiven NATO-Tiger-Club. Staffelwappen werden bei der Luftwaffe eher selten getragen, bis in die frühen sechziger Jahre war das normal - die Geschwaderwappen wurden erstmals in den Jahren 1960 bis 62 eingeführt.

© Thomas Westhoff-Düppmann 41+01 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (14.01.1982) Einer der ersten Besuche eines Alpha Jets des JaboG 43 fand früh im Jahr 1982 statt. Bis zur Auflösung des Geschwaders im Jahr 1993 waren die Oldenburger häufige Gäste. Nach einigen Jahren wurde der zweite Sitz bei vielen Maschinen ausgebaut und der Platz mit Avionik gefüllt.

© Jeff Bell 41+01 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (14.01.1982) Die ersten Maschinen des neuen Musters Dornier Alpha Jet erreichten den Oldenburger Verband im Januar 1981, es landeten in dem Monat zwei Maschinen mit den taktischen Kennzeichen 40+24 und 40+78 in Oldenburg. Von den 51 Alpha Jet des Geschwaders waren immer 10 bis 14 mit einer Doppelsteuerung ausgerüstet.

© Jeff Bell 41+01 plus 40+61, 40+83, 41+12, 41+23, 41+24 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (14.01.1982) Sechs Oldenburger Alpha Jets wurden hier kurz vor einem Nightstop vom VCR-Balkon aufgenommen. Alle Maschinen stehen ohne Außenlasten auf der Platte. Im Hintergrund sieht man einen Harrier GR3 auf der Kompensierplattform.

© Jeff Bell 41+42 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (27.08.1982) Dieser Tigermeet-Teilnehmer steht auf der neuen Platte der 18Sqn. Dort bildete die Maschine zusammen mit den anderen Jets das übergroße Wort "Tiger". Der Alpha Jet fliegt heute als ZJ651 mit der QinetiQ in Boscombe Down.

© Thomas Westhoff-Düppmann 41+42 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (29.09.1982) Einen Overshoot und zwei Touch and Go machte dieser Oldenburger Alpha Jet Ende September 1982 auf der Basis. Wer konnte zu dem Zeitpunkt ahnen, dass das Geschwader nur elf Jahre später Geschichte ist!

© Thomas Westhoff-Düppmann 41+43 und 41+63 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (16.08.1982) Hier sieht man einen schönen Doppelanflug zweier Oldenburger Alpha Jet, den man sogar fotografieren konnte. Die Zusatztanks wurden bei der Luftwaffe immer an den äußeren Pylonen getragen, die inneren konnten die schwereren Lasten, wie 454 kg Bomben, aufnehmen. An der Stelle waren die Tragflächen strukturell verstärkt.

© Thomas Westhoff-Düppmann 41+43 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (16.08.1982) Bei den Spottern war der Alpha Jet leider nicht sonderlich beliebt. Das lag hauptsächlich an der sehr mäßigen Beschleunigung beim Start und den fehlenden Nachbrennern! Einmal in der Luft, war der leichte Jagdbomber sehr agil und sollte mit seiner Wendigkeit u. a. die großen Kampfhubschrauberverbände des Warschauer Paktes (Mi-8 und Mi-24) mit bekämpfen!

© Axel Saal 41+51 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (27.08.1982) Nach Ende des kalten Krieges verschwanden die drei leichten Jagdbombergeschwader 41, 43 und 49 schnell von der Bildfläche. Die Luftwaffe musterte ab 1997 das Flugzeug ganz aus.

© Wilfried Zetsche 41+51 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (27.08.1982) Eine von nur zwei Alpha Jet, die am Tiger Meet 1982 teilnahmen, war die 41+51. Die Maschine sieht noch brandneu aus. Zu dem Zeitpunkt hat niemand wissen können, dass dem Muster nur gut elf Jahre Einsatzzeit in den Kampfverbänden vergönnt sein sollten.

© D. Lohmeyer 41+51 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (28.08.1982) Das Oldenburger Jagdbombergeschwader 43 kam mit vier Piloten in zwei Alpha Jet nach Gütersloh zum Tiger Meet. Eine Do-28D brachte dann noch weitere Piloten sowie den weitaus wichtigeren "Proviant".

© Pete Webber 41+52 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (12.01.1988) Das Oldenburger Jagdbombergeschwader 43 rüstete von der Gina auf den Alpha Jet im Zeitraum Januar 1981 bis Oktober 1982 um. Von den ca. 51 Maschinen waren immer 10 bis 14 mit einer Doppelsteuerung ausgerüstet.

© Thomas Westhoff-Düppmann 41+70 Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (31.05.1983) Zusammen mit der 40+61 startete dieser Alpha Jet zweimal durch und landete dann für einen Fuelstop. Die Zusatztanks wurden bei den deutschen Alpha Jet immer an den Außenyplonen getragen, die inneren Pylone waren den Bomben vorbehalten und hatten eine höhere Tragkraft.

© Jeff Bell unid. Alpha Jet A JaboG 43, Gütersloh (14.01.1982) Sechs Alpha Jet des JaboG 43 kamen an einem späten Winter-Nachmittag nach Gütersloh und blieben über Nacht. Ob dieser Besuch geplant war oder ob eine geschlossene Landebahn oder schlechtes Wetter in Oldenburg dafür der Grund war, ist nicht bekannt. In letzterem Fall hätten die Piloten vermutlich eher Ahlhorn als Ausweichplatz gewählt.

Do28D-2 Skyservant

© Jeff Bell 58+73 Do28D-2 JaboG 43, Gütersloh (Sommer 1980) Die Anzahl der Dornier Skyservant variierte nach der Einführung im Jahr 1972 von Geschwader zu Geschwader - es waren zwischen drei und fünf. Ausnahmen gab es aber von dieser Regel, wie das JG 74. Es flog sogar sechs Do 28. Ende der 70er Jahre wurden aus Kostengründen dann bis auf zwei Flugzeuge pro Verband alle ausgemustert und an Griechenland und die Türkei abgegeben. Erst am 1. April 1980 war das Leichte Kampfgeschwader (LeKG) 43 in Jagdbombergeschwader 43 umbenannt worden.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 58+84 Do28D-2 JaboG 43, Gütersloh (07.04.1992) Spätestens aus dieser Entfernung waren die beiden Boxermotoren der Dornier Do28 auch bei der Landung zu hören. Das Muster wurde auch aus diesem Grund schon nach 20 Jahren im Einsatz wieder aus dem Dienst genommen, hauptsächlich waren Einsparungsmaßnahmen der Bundeswehr aber der Grund.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 58+84 Do28D-2 JaboG 43, Gütersloh (07.04.1992) Während besonders tiefer Anflüge der Flugzeuge konnte es schon einmal passieren, das man einige der Spotter auf dem Bild hatte. Hohe Anflüge waren über der Ems aufgrund des nur ca. 250 m davon weg liegenden Aufsetzpunktes eher die Ausnahme.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 58+84 Do28D-2 JaboG 43, Gütersloh (07.04.1992) Irgendwie fehlt der knatternde Sound der beiden Boxer-Motoren am deutschen Himmel. Die letzten Skyservant wurden im Jahr 1993 bei der Luftwaffe aus dem Einsatz genommen. Diese Maschine des Oldenburger JaboG 43 besuchte die 230Sqn zu einem Mini-Tiger-Meet. Das Geschwader flog das Muster bis zur Auflösung des Verbands Ende Dezember 1993.

© Michael Brand 58+84 Do28D-2 JaboG 43, Gütersloh (07.04.1992) Der letzte Besuch eines Oldenburger "Bauernadlers" fand im April 1992 während des Mini-Tiger-Meets statt. Hier rollt die Maschine am HAS-Bereich der 4Sqn vorbei zum Start. Das JaboG 43 wurde mit Wirkung zum 01.01.1994 aufgelöst, der Fliegerhorst Oldenburg schließlich als Flugplatz entwidmet.

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