From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 306 Sqn - Royal Netherlands Air Force

Koninklijke Luchtmacht - 306 Squadron

Gastflugzeuge der Koninklijke Luchtmacht, 306 Squadron (306 Sqn)

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RF-104G Starfighter

© Markus Jakobsmeier D-8052 RF-104G 306Sqn Gütersloh (05.07.1983) Die Niederländer waren vor jeder Landung immer für den einen oder anderen Durchstart gut. Dieser RF-104 machte an dem Tag ebenfalls einen. Die D-8052 wurde als F-104G ausgeliefert, flog zunächst bei der 306Sqn und dann 322Sqn. Erst im März 1965 ging der Jet nach Avio Diepen und bekam seine Recce-Austattung. Von Oktober 1965 bis November 1983 war der Starfighter dann nochmal bei der 306Sqn im Einsatz, Während des Auslieferungsfluges am 30.11.1983 in die Türkei stürzte der Starfighter bei Wadern in Deutschland ab. Der Pilot konnte sich retten.

© Markus Jakobsmeier D-8052 RF-104G 306Sqn Gütersloh (05.07.1983) Knapp fünf Monate nach Entstehen dieser Aufnahme beendete dieser RF-104G seinen Dienst bei der KLu. Die niederländischen Aufklärer waren täglich im größeren deutschen Luftraum unterwegs. Auf seinem Überführungsflug in die Türkei ging der Starfighter dann doch noch verloren - wie sollte es anders sein, über Deutschland!

© Christian Hölscher D-8052 RF-104G 306Sqn und D-8104 F-104G 312Sqn, Gütersloh (05.07.1983) Eine gemischte Volkeler Formation steht hier am Start. Derartige "Mischungen" waren selten, kamen dann aber besonders häufig in den letzten Jahren der KLu-Starfighter-Operationen vor. Diese beiden Maschinen zogen am Ende der Startbahn an der Gütersloher Seite in einem ziemlich steilen Winkel nach oben! An dem Tage waren außerdem zwei weitere KLu F-104G in Gütersloh, dazu kamen drei dänische Draken und eine dänische Gulfstream III sowie der Notfall eines 20Sqn Jaguars.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8059 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (28.07.1982) Die 306Sqn lag ab 1954 bis Dezember 1957 in Laarbruch und verlegte dann nach Deelen. Danach war die Einheit kurz in Twenthe beheimatet und erst ab dem 3. September 1969 war Volkel ihr Heimat-Fliegerhorst. Starfighter mussten aufgrund der hohen Anfluggeschwindigkeit und der relativ geringen Länge der Bahn in Gütersloh immer sehr tief anfliegen.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8059 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (28.07.1982) Bereit zum Start zurück zur Heimatbasis Volkel steht dieser Aufklärer auf der 09. In den ca. 25 Jahren, die regelmäßig Starfighter die Basis besuchten, hat es in Gütersloh nie einen Startunfall gegeben. Besonders bei Ostwind-Starts wie hier war ein gewisses Risiko für die Gütersloher Bevölkerung aber immer vorhanden. Im Jahr 1967 gab es lediglich eine Bruchlandung einer deutschen F-104G aus Nörvenich.

© Willy Metze D-8103 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (30.08.1974) Noch kurz vor der Außerdienststellung des Starfighters bei der 306Sqn stürzte die D-8103 am 11.10.1983 ab. Insgesamt gingen 43 Starfighter der 138 starken Flotte der Niederlande verloren. Die KLu bekam zunächst 18 RF-104G zugewiesen, dazu kamen zehn umgerüstete F-104G, die lediglich den Orpheus-Recce-Pod tragen konnten, aber keine internen Aufklärungssysteme besaßen.

© Christian Hölscher D-8112 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (03.08.1983) Neben den Niederländern nutzen noch die Norweger, die Kanadier, die Deutschen, und die Italiener innerhalb der NATO die Aufklärerversion des Starfighters. Bei den deutschen AG 51 und AG 52 wurde das Muster bereits 1971/72 durch die RF-4E ersetzt, die KLu flog den RF-104G bis 1983.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8119 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (24.09.1981) Genau 20 Jahre war die D-8119 im niederländischen Dienst und zwar vom 26.11.1963 bis 30.11.1983. Hier trägt sie standardmäßig den Orpheus-Recce-Pod, dieser wurde später auch von den F-16A der 306Sqn getragen.

© Willy Metze D-8129 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (30.08.1974) Bei den Niederländern flog der RF-104G weitaus länger als bei der deutschen Luftwaffe. Dort wurde der Aufklärer bereits ab Anfang der 70er Jahre von der RF-4E ersetzt. Bei der 306Sqn hatte das Muster neben der taktischen Aufklärungsrolle auch eine Zweitrolle im Angriff zu versehen. Man beachte die kleine kanadische Flagge unter dem Cockpit.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8133 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (Juli 1983) Das Fahrwerk musste nach dem Abheben schnellstens eingefahren werden. Dazu hatte der Pilot nur wenige Sekunden Zeit, da die dafür zulässige Höchstgeschwindigkeit rasend schnell erreicht wurde. Einigen Piloten wurde das zum Verhängnis - ein Reduzieren der Geschwindigkeit zum vollständigen Einfahren der Räder kurz nach dem Start brachte die schwere Maschine schnell in eine gefährliche Fluglage! Mit der D-8013 war am 31.10.1983 der letzte KLu RF-104G in Gütersloh.

© Rainer Mueller D-8133 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (Juli 1983) Diese RF-104G der niederländischen Luftwaffe aus Volkel kam erst sehr spät von der Startbahn los. Schön spektakulär für den Fotografen! Man erkennt sehr gut den Recce-Pod sowie das gerade einfahrende Fahrwerk. Diese Aufnahme entstand bei ca. 380 km/h und ohne Digitaltechnik und Autofocus!

F-16A

© Michael Brand J-630 F-16A 306Sqn, Gütersloh (08.08.1988) An einem Tag mit einer besonderen Schnapszahl kam die J-630 der Aufklärereinheit 306Sqn aus Volkel nach Gütersloh. Der Recce-Pod, die beiden Zusatztanks und die zwei AIM-9 gehörten zur Standardbestückung für diese Staffel.

© HaPe Merschbrock J-631 F-16A 306Sqn, Gütersloh (24.07.1984) Noch ohne Staffelwappen und nur mit einem Recce-Pod "bewaffnet" landet die J-631 aus Volkel auf der Gütersloher 09. Die Bezeichnung RF-16A wurde nie offiziell getragen, wohl auch deswegen, weil die Aufklärer voll kampftauglich waren.

© Mario Nowak J-631 F-16A 306Sqn, Gütersloh (März 1985) Die manchmal sehr engen Endanflüge und rasanten Anflüge der Niederländer waren legendär. Man merkte den Piloten förmlich an, dass sie es genossen, nach dem nur bedingt wendigen Starfighter in einem derart wendigen Kampfflugzeug zu sitzen.

© Michael Brand J-631 F-16A 306Sqn, Gütersloh (12.05.1989) Fast 20 Jahre operierte die 306 Sqn von Volkel aus mit der Lockheed Starfighter. Ab 1983 flog der Verband dann die F-16A, auch F-16A(R) genannt, in der Aufklärungsrolle.

© Christian Hölscher J-637 F-16A 306Sqn, Gütersloh (04.12.1984) Hauptaufgabe der niederländischen 306Sqn war lange Zeit die taktische Aufklärung, als zweite Aufgabe nahm die in Volkel beheimatete Squadron Bodenangriffsaufgaben wahr. Die niedrig stehende Wintersonne beleuchtet die Maschine hier besonders schön von der Seite.

© Thomas Westhoff-Düppmann J-637 F-16A 306Sqn, Gütersloh (04.12.1984) Nach der Auslieferung an die KLu am 5. August 1983 flog die J-637 sieben Monate bei der 311Sqn in Volkel und kam dann erst zur 306Sqn. Als "RF-16A" flog die Fighting Falcon dann lange Zeit als taktischer Aufklärer in der Zweitaufgabe als Jagdbomber.

© Pete Webber J-637 F-16A 306Sqn, Gütersloh (16.02.1989) Die Aufklärer der niederländischen 306Sqn waren regelmäßig in Gütersloh zu Besuch. Hin und wieder kamen sie auch zu zweit. Wie man auf diesem Bild sieht, arbeiten von dem großen Cross-Servicing-Team meistens auch nur 33%, der Pilot steht auch noch an der Maschine! Die hintere F-16A machte an dem Tag eine Notlandung.

© Archiv Markus Grunwald J-637 F-16A 306Sqn, Gütersloh (13.11.1989) Der ECM-Pod an der linken Seite der F-16 war für die Aufklärer damals eher unüblich und zu dieser Zeit noch neu. Der Orpheus Recce Pod wurde schon bei den RF-104G der Einheit verwendet. Am 18. Februar 1983 erhielt die Squadron ihre ersten F-16A, die auch zuweilen als RF-16A bezeichnet wurden.

© Michael Brand J-641 F-16A 306Sqn, Gütersloh (08.08.1988) Die Staffelstärke einer niederländischen F-16-Einheit lag in den 80er Jahren bei 18 Maschinen. Jede Einheit hatte für gewöhnlich mindestens eine F-16B im Bestand. Die F-16A der 306Sqn waren ausgerüstet, um den Orpheus-Recce-Pod tragen zu können und wurden daher auch inoffiziell als RF-16A bezeichnet.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 J-645 und J-640 F-16A 306Sqn, Gütersloh (09.04.1990) Von der 306Sqn in Volkel wurde der Orpheus-Recce-Pod standardmäßig getragen. Die Sekundäraufgabe der Staffel war Bodenangriff und Jagdbombermissionen. Die J-645 stürzte dreieinhalb Jahre nach dem Entstehen der Aufnahme am 09.09.1993 ab.

© Thomas Westhoff-Düppmann J-648 und J-643 F-16A 306Sqn, Gütersloh (05.03.1985) Die 306Sqn wurde am 4. September 1953 in Deelen mit der F-84E aufgestellt. Ab 1955 kam die RT-33A hinzu, ab April 1956 ersetzte die RF-84F Thunderflash die beiden Typen. Später verlegte die Squadron nach Twente, im September 1969 nach Volkel. Da operierte sie schon fünf Jahre mit dem RF-104G Starfighter in der Aufklärungsrolle.

© Michael Brand J-648 F-16A 306Sqn, Gütersloh (09.03.1989) Was bei den Dänen die Esk 729, bei den Belgiern die 42Smaldeel und bei den Norwegern die 717Skv, war in den Niederlanden die 306Sqn. Mit der F-16 erhielt die Einheit ein nicht nur in der taktischen Aufklärung einsetzbares Muster. War bei dem RF-104G im Feindgebiet die Flucht mit hoher Geschwindigkeit im Tiefstflug eine sichere Art den feindlichen Jägern zu entkommen, konnte die hoch agile F-16 auch selbst in engen Luftkämpfen bestehen.

F-16B

© Michael Brand J-655 F-16B 306Sqn, Gütersloh (11.08.1987) Eher selten kamen die Zweisitzer der niederländischen Frontline-F-16-Staffeln zu Besuch. Mit den zwei großen Zusatztanks konnte die Maschine besonders auf Trainings- und Überprüfungsflügen lange in der Luft bleiben.

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