From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 312 Sqn - Royal Netherlands Air Force

Koninklijke Luchtmacht - 312 Squadron

Gastflugzeuge der Koninklijke Luchtmacht, 312 Squadron (312 Sqn)

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F-104G

© Francis Tamblyn D-6670 F-104G 312Sqn, Gütersloh (03.09.1981) Mit einem blauen Auge davon gekommen war der Pilot der D-6670 bei seiner Notlandung am 2. September 1981. Er landete seinen Starfighter bei Rückenwind, verfehlte mit seinem Haken das Fangseil am Westende, nutze aber das Fangnetz als Seil (!) und kam rechtzeitig vor dem Zaun und der Ems zum stehen - mit abgebrochenem Bugrad. Beinahe hätte es wieder einen "Jet im Wasser"-Unfall gegeben. Hier sieht man die Aufräumarbeiten am folgenden Tag. Wegen des abgebrochenen Bugrads wurde der Starfighter mit einer Raupenlafette abtransportiert. Das Tempo von ca. 2-3 km/h brachte den Luftverkehr an dem Morgen zum Erliegen, da die Bahn kurzzeitig gesperrt wurde. Eine ankommende Boeing 737 musste zusammen mit einer Dominie kreisen, eine Hercules flog mit drei laufenden Motoren ihre Runden. Kurze Zeit später landeten mehrere NF-5, davon verlor eine ihr Hauptrad - ein weiterer Notfall!

© Christian Hölscher D-8048 F-104G 312Sqn, Gütersloh (16.09.1983) Mit noch ausgefahrenen Bremsklappen hat der F-104G soeben seinen Bremsfallschirm abgeworfen. Der Calimero unterhalb der Staffelabzeichens hat keine offizielle Bedeutung, es handelt sich um einen Spass der Bodencrew. Die Maschine hatte hier einen Notfall, der Pilot der D-8063 geleitete das Flugzeug herunter. Bei einem Besuch am 5. Juli 1983 trug der Starfighter noch das Wappen der CAV.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8053 F-104G 312Sqn, Gütersloh (15.08.1983) Vor der Landung führte die D-8053 noch einige Durchstarts durch, dabei kam die Maschine immer recht tief über die Bahn. Heute steht diese Maschine in den grauen Air-Defence-Farben der 60er Jahre und mit dem Abzeichen der 323Sqn in Nieuw-Millingen aufgebockt.

© Markus Jakobsmeier D-8053 F-104G 312Sqn, Gütersloh (15.08.1983) Beim Starfighter gab es bei der Landeklappeneinstellung lediglich zwei verschiedene Stellungen, diese hier zeigt klar die weit ausgefahrene und damit eine Landung an – die offenen Luftbremsen bestätigen dieses. In dieser Stellung wurde heiße Triebwerksluft abgezapft und über die Tragflächen geblasen - um die Landung des schnellen Starfighters mit seinen Stummelflügeln erst zu ermöglichen.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8053 F-104G 312Sqn, Gütersloh (15.08.1983) In der typischen Viertanker-Konfiguration der Starfighter-Strike-Verbände landet die D-8053 in Gütersloh. Die Kanone wurde dann meistens ausgebaut und durch einen weiteren Zusatztanks ersetzt. Bei einem Angriff durch die Jäger des Warschauer Paktes hätten sich die F-104 nur durch zwei Waffen gerettet: Beschleunigung und Geschwindigkeit!

© Markus Jakobsmeier D-8053 F-104G 312Sqn, Gütersloh (24.04.1984) Den Piloten der D-8053 kümmert es bei seinem tiefen Anflug sicher wenig, dass auf der Ems ein Munitionssuchteam seit Monaten den Fluss und die Ufer nach Munition aus dem zweiten Weltkrieg absucht. Er hat sich auf die sichere Landung zu konzentrieren - theoretisch, denn dieser machte zusammen mit einem zweiten Starfighter (D-8114) lediglich einen tiefen Durchstart!

© Markus Jakobsmeier D-8104 F-104G 312Sqn, Gütersloh (05.07.1983) Der Pilot Ferry van der Geest machte von einem rasanten Overshoot vor der Landung von sich reden - hier fährt er gerade das Fahrwerk wieder ein. Zusammen mit dem Pilot in der D-8052 der 306Sqn verabschiedeten sich beide nicht minder unspektakulär - mit einem tiefen Start und anschließendem 80 Grad Nachbrenner-Steigflug!

© Christian Hölscher D-8104 F-104G 312Sqn und D-8052 RF-104G 306Sqn, Gütersloh (05.07.1983) Der F-104G war "on loan" bei der 306Sqn und wurde von einem Piloten der 306Sqn geflogen. Beide Maschinen zogen nach dem Start steil nach oben! Im letzten Starfighter-Jahr der KLu waren derartige Mischungen häufiger zu beobachten.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8244 F-104G 312Sqn, Gütersloh (15.08.1983) Nach Pilotenaussagen war der Starfighter relativ einfach zu starten, die Herausforderung lag vielmehr bei der Landung und der hohen Landegeschwindigkeit, bedingt durch die kleine Spannweite der Tragflächen.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8244 F-104G 312Sqn, Gütersloh (15.08.1983) Wohl auch aufgrund des heißen Wetters hat der Pilot hier fast die gesamte Länge der Startbahn genutzt. Im April 1965 rüstete die 312Sqn von der F-84F Thunderstreak auf den F-104G Starfighter um - ein Quantensprung. Auch die Niederländer "bezahlten" diese Modernisierung mit 40 Verlusten aus dem Kauf von 95 F-104G, 25 RF-104G und 18 TF-104G!

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8244 F-104G 312Sqn, Gütersloh (15.08.1983) Vermutlich hatte der Pilot hier Probleme mit dem Fahrwerk, in jedem anderen Fall hätte es bereits eingefahren sein sollen. Ab 400 km/h fuhr dieses aufgrund des Anpressdrucks der Luft nicht mehr ordnungsgemäß ein. Die Folge war ein Reduzieren der Geschwindigkeit durch den Pilot in der wichtigen Beschleunigungsphase, um das Fahrwerk gänzlich einzufahren! Die Verringerung der Geschwindigkeit war, außer bei der Landung, aber ein Zustand, der beim Starfighter unbedingt zu vermeiden war. Vielen Piloten kostete dieses Manöver sogar das Leben!

© Markus Rüther D-8257 F-104G 312Sqn, Gütersloh (12.01.1983) Mit gewohnt vollem Nachbrenner startet dieser niederländische Starfighter als Teil einer Rotte. Hier tragen die Maschinen lediglich die beiden Tip-Tanks. Die 312Sqn flog von 1965 bis 1984 den Starfighter von Volkel aus.

© Thomas Westhoff-Düppmann D-8268 F-104G 312Sqn , Gütersloh (Februar 1981) In der Viertanker-Konfiguration wurden die beiden in Volkel stationieren Angriffsstaffeln 311 und 312Sqn bevorzugt geflogen. Man sieht hier keine abgedeckte Kanone, das ist ein Zeichen für die eingebaute M61 und das Fehlen des Zusatztanks an diesem Platz.

© Markus Jakobsmeier D-8281 F-104G 312Sqn Gütersloh (12.06.1984) An diesem Tag fand der letzte Übungsangriff von niederländischen F-104G auf die Basis Gütersloh statt. Dieser Starfighter gehörte ab 1. Juni bereits schon zur "UFO", trägt aber noch das Abzeichen seines ehemaligen Besitzers, der 312Sqn, welche den Jet seit Mai 1970 einsetzte.

© Michael Pflaum D-8281 F-104G 312Sqn, Gütersloh (17.04.1984) Ein untypischer Anflug eines Starfighters sah so aus, der Pilot flog beim ersten seiner zwei Anflüge schräg an. Die Osterferien im Frühjahr 1984 machten durch zahlreiche Gastflugzeuge und Übungsanflüge auf der Basis von sich reden. Einer der letzten F-104G mit einem Abzeichen der 312Sqn in Volkel war auch darunter.

© Michael Pflaum D-8281 F-104G 312Sqn, Gütersloh (17.04.1984) Der Pilot der D-8281 fährt soeben nach dem zweiten der beiden tiefen Overshoots das Fahrwerk ein, am Ende der Bahn zog er die Maschine steil hoch! Vermutlich war er ein Scheinerhalter auf dem Muster, da sich die Staffel gerade in der Umrüstung auf die F-16 befand. Am 14. Juni verabschiedete sich die Staffel von der 104.

© Markus Jakobsmeier 2x unid. F-104G 312Sqn, Gütersloh (12.06.1984) Zusammen mit acht belgischen Mirage 5BA griffen sechs niederländische F-104G aus Volkel die Basis an. Während der Übung "Central Enterprise" im Juni eines jeden Jahres gehörte das für die im Alarm befindlichen Soldaten am Boden zum normalen Alltag.

© Markus Jakobsmeier 2 unid. F-104G 312Sqn Gütersloh (12.06.1984) Übungsangriffe fanden meistens in fliegerisch insgesamt ruhigeren Zeiten statt. Oder man erwartete den bevorstehenden Angriff, weil der Flugbetrieb vorübergehend ruhte. So hoch wie diese beiden KLu Starfighter flogen die Angreifer doch eher selten!

© Markus Jakobsmeier 2 unid. F-104G 312Sqn Gütersloh (12.06.1984) Während "Central Enterprise", einer Luftwaffenübung im Juni eines jeden Jahres, waren Angriffe auf die Basis häufig und fanden in größeren Schwärmen statt. Die Rapier der 63Sqn, RAF Regiment, hatten dann alle Hände voll zu tun, Gütersloh zu "verteidigen".

F-16A

© Michael Brand J-864 und J-878 F-16A 312Sqn, Gütersloh (20.05.1986) In unterschiedlicher Konfiguration landen zwei F-16A der 312Sqn bei Ostwind nebeneinander. Doppelanflüge gab es besonders häufig, nachdem ab den Jahren 1986/87 aus Lärmschutzgründen die Platzrunden in Gütersloh verboten wurden! Ausnahme waren Durchstarts mit anschließender Landung und die Platzrunden der heimischen Harrier-Staffeln.

© Pete Webber J-869 F-16A 312Sqn Gütersloh (14.01.1987) Von April 1985 bis März 1994 flog diese F-16A bei der 312Sqn, danach wechselte sie zur 323Sqn. Weitere Nutzer waren die 323Sqn, 311Sqn, und 322Sqn. Heute fliegt die ehemalige J-869 als "749" bei der Grupo 7 der chilenischen Luftwaffe.

© Christian Hölscher J-870 F-16A 312Sqn, Gütersloh (18.06.1985) Alle F-16 der KLu wurden in Lizenz bei Fokker gebaut. Die KLu-Seriennummern wurden anhand der letzten drei Ziffern der US-amerikanischen Airframe-Nummer vergeben, versehen mit einem "J-" als Präfix. Hier landet die J-870 (81-0870) aus Volkel lediglich mit einem Travel-Pod steuerbord.

© Michael Brand J-870 F-16A 312Sqn, Gütersloh (Oktober 1988) Am 12. und 13. Oktober 1988 besuchte die J-870 Gütersloh. Die 312Sqn war zusammen mit der 311Sqn in der taktischen Angriffs- und nuklearen Strike-Aufgabe im Einsatz. Diese F-16 stürzte bereits am 25.10.1994 ab!

© Pete Webber J-871 F-16A 312Sqn Gütersloh (14.01.1987) Die 312Sqn in Volkel wurde am 1. Oktober 1985 mit der F-16 einsatzbereit erklärt. Im Jahr 2001 erhielt die Einheit ihre ersten Midlife Update Jets mit der Bezeichnung F-16AM und BM.

© Michael Brand J-871 F-16A 312Sqn, Gütersloh (16.08.1989) Auch die Niederländer rüsten nach und nach ihre Fighter-Verbände ab. Die 312Sqn gehörte bislang aber noch nicht zu den "Opfern". Die Staffel ist seit jeher in Volkel stationiert.

© Michael Brand J-876 F-16A 312Sqn, Gütersloh (19.04.1989) Die letzte Mission mit einem Starfighter flog die 312Sqn am 14.06.1984. Zu dem Zeitpunkt hatte sie schon zahlreiche F-16 übernommen. Bis April 1965 operierte die Einheit noch mit der F-84F Thunderstreak.

© Christian Hölscher J-876 F-16A 312Sqn, Gütersloh (19.04.1989) Zusammen mit der J-866 besuchte diese F-16A während eines Station Alerts die Basis. Station Alert bedeutete in Gütersloh meistens keine Harrier-Einsätze und sehr wenige Besucher. Alle Soldaten liefen bewaffnet und voll ausgerüstet umher, das galt auch für die Techniker und Warte der einheimischen Squadrons und das Cross Servicing Team.

F-16B

© HaPe Merschbrock J-655 F-16B 312Sqn, Gütersloh (24.07.1984) Noch ohne Staffelwappen landet die J-655 der KLu bei Ostwind in Gütersloh. Kurze Zeit später bekam die Maschine das Wappen der 312Sqn in Volkel.

© Michael Brand J-655 F-16B 312Sqn, Gütersloh (17.04.1985) Die J-655 wurde nicht nur von der 312Sqn geflogen, einige Jahre später war sie auch bei der 306Sqn vom selben Fliegerhorst im Einsatz.

© Mario Nowak J-655 F-16B 312Sqn Gütersloh (17.04.1985) Die F-16A und B der ersten Blocks waren mit einem 10.800 kg starken General Electric F100 Triebwerk ausgerüstet. Diese Maschinen haben mit den heutigen F-16C/D der späteren Blocks lediglich noch einen Teil des Aussehens gemeinsam.

© Marcus Herbote J-882 F-16B 312Sqn, Gütersloh (13.02.1985) Nach der Außerdienststellung des F-104G Starfighter bekam die 312Sqn für die konventionelle und nukleare Angriffsrolle die F-16 Fightning Falcon zugewiesen. Jede der niederländischen Staffeln hatte in den achtziger Jahren mindestens eine zweisitzige F-16B im Bestand.

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