From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: MFG 3 - German Navy

Marine - Marinefliegergeschwader 3

Gastflugzeuge der Marine, Marinefliegergeschwader 3 (MFG 3)

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BR 1150 Atlantic

© Christian Hölscher 61+17 Atlantic MFG 3, Gütersloh (12.03.1985) Diese deutsche Atlantic landete wegen eines Notfalls der 61+11 am 11.03.1985 in Gütersloh. Am folgenden Tag nahm das Flugzeug bei einem zweiten Besuch die Techniker nach der Reparatur wieder mit zurück nach Nordholz. Hier noch im Einsatz des MFG 3, ereilte die 61+17 mit der Landung in Berlin-Gatow im Mai 2005 nach 38 Jahren ihr aktives Dienstende. Heute ist sie Ausstellungsstück auf dem Gelände des dortigen Luftwaffenmuseums.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 61+17 Atlantic MFG 3, Gütersloh (23.01.1992) Diese Marine-Atlantic kam an dem Tag zu einem Durchstart herein, am Folgetag wiederholte sich das Ganze! In den achtziger und neunziger Jahren passierte das mehrere Male. Im Juni 2010 wurde die letzte SIGINT-Variante des MFG 3 aus dem Dienst gezogen.

P-3C Orion

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Children Day, Gütersloh (21.06.2012) Im Gegensatz zu den Atlantic tragen die Orion am Leitwerk wieder das Geschwaderwappen des MFG 3. Das Geschwader ist seit Oktober 2012 ein reiner Flächenverband, die Sea Lynx wurden durch das nach Nordholz verlegte MFG 5 aufgenommen.

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Gütersloh (21.06.2012) Ganze acht P-3C ersetzen die zuvor insgesamt 15 MPA Atlantic und fünf SIGINT-Maschinen. Immerhin hat die deutsche Marine ihre Seefernaufklärer behalten, im Gegensatz zur niederländischen Marine, wo das Flugzeug zuvor im Einsatz war. Innerhalb Europas fliegt auch Norwegen, Spanien, Portugal und Griechenland die Orion, die USA und Kanada als weitere NATO-Partner fliegen das Muster ebenfalls. Die 60+01 flog zuvor als "301" beim Marine Luchvaartdienst in Valkenburg.

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Gütersloh (21.06.2012) Seeaufklärer vom Lockheed Orion waren auch zu RAF-Zeiten eine Seltenheit in Gütersloh. Lediglich fünf Niederländer starteten in verschiedenen Jahren durch. Dass aber gerade eine deutsche P-3C der Basis einen seltenen Besuch während des Children Day abstattete, macht diese Maschine der 1. Staffel des MFG 3 in Nordholz zweifellos zum Besucher des Jahres! Hier sieht man sie in typischer 09-Anflug-Konfiguration kurz vor dem Hochziehen und anschließendem Überflug.

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Children Day, Gütersloh (21.06.2012) Nachweislich fand in Gütersloh nie die Landung einer Lockheed Orion statt, lediglich einige Übungsanflüge wurden durchgeführt.

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Gütersloh (21.06.2012) Ganze vier Überflüge machte die deutsche Orion an dem wolkenverhangenen Tag. Daher konnte man das Flugzeug bei dem zuvor stattfindenden Airfield-Crossing über den Wolken auch nicht sehen, nur die vier brummenden Allison-Turbinen ließen einen Rückschluss auf den Flugzeugtyp zu – wie sich herausstellte, war der dabei eher zufällig genannte Name "Orion" zu 100 Prozent richtig!

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Gütersloh (21.06.2012) Bei einem der Überflüge zeigte die Maschine ihren offenen Bombenschacht. Das anschließend über der Stadt Gütersloh in einer Höhe von 300 Meter geflogene Wendemanöver war von der Brücke sehr gut zu sehen – und für die Bevölkerung der Stadt sicher auch!

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Children Day, Gütersloh (21.06.2012) In dieser Konfiguration würde die Lockheed Orion ein feindliches U-Boot angreifen. Die Landeklappen sind für den Langsamflug ausgefahren, der Bombenschacht ist geöffnet. Heute gehören nebem den ursprünglichen ASW-Aufgaben hauptsächlich die Überwachung des Schiffsverkehrs, die Seeüberwachnung, Aufklärung und SAR zu den Missionen der Orion.

© Marcus Herbote 60+01 P-3C 1./MFG 3, Children Day, Gütersloh (21.06.2012) Bei diesem Überflug erkennt man die im Gegensatz zur Rumpflänge kurzen Tragflächen. Die Piloten konnten die Maschine ohne weiteres bei längeren Patroullien auch nur mit zwei oder drei Triebwerken fliegen.

Sea Lynx Mk88

© Kai Grundmann 83+02 Sea Lynx Mk88A 3./MFG 3, Gütersloh (21.06.2012) Über 30 Jahre ist die Sea Lynx nun bereits bei der 3.Fliegenden Staffel des Marinegeschwaders 3 im Einsatz. Nach Übernahme durch das MFG 5 wird die Staffel als 3/MFG 5 im Einsatz sein. Die Marine nahm außer mit dem Lynx noch mit einem Sea King und dem Stargast, der (tieffliegenden!) P-3C Orion, am Children Day teil. Im Oktober werden die Sea King nun endgültig nach Nordholz verlegt. Vielen Dank nach Kiel-Holtenau und Nordholz für die Teilnahme!

© Andreas Brinkmann 83+02 Sea Lynx Mk88A 3./MFG 3, Gütersloh (21.06.2012) Die Sea Lynx Mk88A der Marine sind mit einem tiefenvariablen Sonar für aktive und passive Ortung ausgerüstet und können zwei Torpedos zur Bekämpfung von U-Booten tragen. Zu den weiteren Aufgaben zählen Lufttransport und der SAR-Dienst innerhalb eines Schiffverbandes. Insgesamt vier Sea Lynx mussten als Folge von Flugunfällen abgeschrieben werden, am 3. Dezember 1993 die 83+01, am 30. Januar 1994 die 83+16, am 30. Oktober 1999 die 83+08, sowie am 16. Februar 2000 der Hubschrauber mit dem Kennzeichen 83+14.

© Jeff Bell 83+08 Sea Lynx Mk88 3./MFG 3, Gütersloh (17.08.1982) Ein seltener Besucher aus Nordholz und vermutlich die erste Landung nach der Indienststellung im Oktober 1981 überhaupt, war dieser deutsche Sea Lynx des MFG 3. Kurz vor der Landung am 17. August kam der Hubschrauber am 3. August bereits auf einen Durchstart nach Gütersloh. Die 83+08 ging am 30. Oktober 1999 westlich von Sizilien verloren.

© Howard Jones 83+16 Sea Lynx Mk88 3./MFG 3 Gütersloh (19.08.1991) Bis in die letzten Wochen der AAC-Operationen waren die deutschen Sea Lynx seltene aber doch regelmäßige Besucher auf der Basis. Diese Sea Lynx dürfte aufgrund der nur gut fünfjährigen Nutzungszeit sicher nur selten fotografiert worden sein. Anfang 1994 ging der Hubschrauber nach einer Notwasserung vor der südamerikanischen Küste bei einem Flug von der Fregatte Bremen verloren. Die Besatzung konnte glücklicherweise gerettet werden.

© Howard Jones 83+16 Sea Lynx Mk88 3./MFG 3 Gütersloh (19.08.1991) Die Sea Lynx mit den taktischen Kennzeichen 83+15 bis 83+19 beruhen bereits auf einem zweiten Nachbeschaffungsprogramm der Marine. Die 83+16 wurde am 8. September 1988 aus Yeovilton überführt, ging aber bereits am 30. Januar 1994 durch einen Flugunfall verloren.

Do 228NG

© Christian Hölscher 98+35 Do 228NG MFG 3, Gütersloh (27.09.2013) Hier noch mit vorläufiger Flugzulassung, (sie erhielt später das Kennzeichen 57+05) war die Flugroute der neuen "Öl-Do" über Gütersloh scheinbar nicht öffentlich. Die ab dem Jahr 2009 gebaute Version basiert praktisch auf der Do 228-212, ist aber mit modernerer Avionik und neuesten Bordinstrumenten sowie einem Fünf-Blatt-Propeller ausgerüstet. Durch die neuen Propeller wird eine Verkürzung der Start- und Landestrecke sowie eine größere Reichweite erreicht.

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