From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 1 PRU - Royal Air Force

Royal Air Force - No 1 PRU

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 1 Photographic Reconnaissance Unit (1 PRU)

Red Arrows | Übersicht | CSE

Canberra PR9

XH168/AB Canberra PR9 1PRU

© Stefan Goossens | 4Aviation XH168/AB Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (18.10.1988) Die Photo Reconnaissance Einheiten wurden bei der RAF viele Jahre sehr stiefmütterlich behandelt. Als es im Jahr 1982 wieder einmal daran ging, zu sparen, löste man die 39Sqn auf und stellte als Ersatz eine Teil-Squadron, die 1PRU, auf. Nicht ohne die seit jeher zahlreichen Aufgaben der Einheit in der Größenordnung zu belassen, in der sie immer waren.

© Marcus Herbote XH168/AB Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (22.05.1989) Während der jährlichen Mai-Übung "Bold Gauntlet" (bis 1988 "Bold Encounter") waren immer auch einige zusätzliche Gastmaschinen auf dem Boden. Die XH168 war eine von lediglich 23 gebauten Canberra PR9. Für drei Staffeln war das zu wenig, und darum gab die 58Sqn in RAF Wyton im Dezember 1962 und die 13Sqn in RAF Luqa im August 1976 ihre PR9 wieder ab und flog mit der PR7 weiter!

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 XH168/AB Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (Juni 1989) Der neue Hemp-Anstrich war zum Schluß ihrer Einsatzzeit auch für die Canberra PR9 der 1PRU und T17 der 360Sqn ganz normal. Die regelmäßigen Besuche in Gütersloh hingen sicher auch mit Fotoaufnahmen der innerdeutschen Grenze zusammen.

XH169 Canberra PR9 1PRU

© Markus Jakobsmeier XH169 Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (23.09.1983) Die 58Sqn war der erste Nutzer der XH169, Ende Dezember folgte die 39Sqn in Luqa und ab 1972 die 13Sqn. Nach Abgabe aller PR9 der 13Sqn an die 39Sqn, dann stationiert in Wyton, flog das Flugzeug dort weiter. Heute steht die Canberra PR9 mit ihrem besonders lackierten Leitwerk zur Auflösung der 39(1PRU)Sqn im Jahr 2006 am Eingang von RAF Marham.

© Rainer Mueller XH169 Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (Juli 1984) Nach Auflösung der 39Sqn flog die 1PRU einige Canberra PR9 in der selben Aufgabe weiter. Hier ein schöner flacher Anflug auf die 09 vor den leeren Sheltern und Abstellflächen der 4Sqn. Im Juni und Juli 1985 operierten XH134, XH174 und XH175 für einige Wochen aufgrund von Startbahnreparaturen in Wyton von Gütersloh aus. Es fanden teilweise auch Flüge an Samstagen statt!

© Wilfried Zetsche XH169 Canberra PR9 1PRU, WK163 Canberra B.6 RAE & XT661 Vickers Viscount 838 RAE, Gütersloh (02.12.1984) Diese Aufnahme zeigt zwei Maschinen der RAE, die am 02.12.1984, einem Sonntag(!), zusammen mit einer Canberra PR9 (XH169) der 1PRU (Photo Recconnaissance Unit) aufgenommen wurden. Ende 1984 waren einige Maschinen der RAE für mehrere Tage zu Testzwecken in Gütersloh stationiert.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 XH169/AC Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (Juni 1989) Die beiden 4.767 kg starken Avon-Triebwerke verliehen der Version PR9 fast fighterähnliche Flugeigenschaften. Die Steigleistung war auf jeden Fall beachtlich und brachte das Muster auf über 60.000 Fuß!

© Marcus Herbote XH169/AC Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (Juni 1989) Im Jahr löste man die 39Sqn auf und es entstand die No 1 Photografic Reconnaissance Unit, ebenfalls am Standort RAF Wyton. Von der Version PR9 gab es nie genügend Flugzeuge für alle Staffeln. Neben der 39Sqn war auch die 13 und 58 Sqn in der PR-Aufgabe im Einsatz. Wenn man dann die abgestürzten Flugzeuge abzieht, bleiben von 23 gebauten PR9 nicht viele übrig!

© Erich Westersötebier XH169/AC Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (August 1992) Zusammen mit zwei weiteren PR9 steht die "AC" sieben Monate vor Schließung der RAF-Basis in sommerlicher Hitze auf der Platte. Mitte der achtziger Jahren lagen zwei bis drei Canberra PR9 der Einheit für einige Monate dauerhaft in Gütersloh. Angeblich war RAF Wyton wegen Bahnreparaturen geschlossen, vermutlich gab es aber andere Gründe, die mit der innerdeutschen Grenze oder Manövern des Warschauer Paktes zusammenhängen könnten.

© Christian Hölscher XH135/AG Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (ca. 1989) Die Beschleunigung und Steigrate der Canberra PR9 war unter allen anderen Versionen des Musters einzigartig. Die Anzahl der gebauten Flugzeuge war immer zu gering, einige Verluste verkleinerten diese Zahl im Laufe der Zeit zusätzlich.

© Marcus Herbote XH135/AG Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (28.11.1989) Die "Alpha Golf" der 1 Photographic Reconnaissance Unit in RAF Wyton kam 1989 für einen Nightstop nach Gütersloh. Für ein Flugzeug, welches im Dezember 1959, also vor 30 Jahren, ausgeliefert wurde, sieht die Canberra erstaunlich gut aus. Die XH135 flog in den ersten Jahren bei allen drei PR9 Einheiten: der No13, No39 und No58Sqn. Die Maschine nahm in den 60er und 70er Jahren zum Beispiel aktiv an der Landkartenerstellung großer Teile der Kontinente Asien und Afrika teil!

© Thomas Westhoff-Düppmann XH175 Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (19.03.1984) Im Laufe ihrer aktiven Zeit flog die XH175 bei der 13, 39 und 58Sqn. Diese Photo Reconnaissance Version basiert auf der Canberra B(I)8, hat aber einen auf 27,72 m verlängerten Rumpf, eine um 1,22 m vergrößerte Spannweite, sowie zwei stärkere Avon R.A.27 (Avon 206) Triebwerke mit je 4.767 kg Schub. Die XH175 trägt hier noch nicht das Abzeichen der 1PRU.

© Markus Jakobsmeier XH175 Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (19.03.1984) Die Canberra PR9 war bei weitem die stärkste Version des Musters. Die überragenden Steigleistungen wurden fast bei jedem Start und auch auf Air Shows regelmäßig gezeigt.

© Markus Jakobsmeier XH175 Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (19.03.1984) Die Nachfolge der im Jahr 1982 aufgelösten 39Sqn trat die 1PRU an, praktisch mit der Stärke einer halben Staffel bzw. Flight. Die XH175 kam am 6. Oktober 1960 in den RAF-Dienst und flog zunächst bei der 58Sqn und 39Sqn.

© Wieland Stolze XH175 Canberra PR9 1PRU, Gütersloh (Juni 1985) Die 1PRU war im Grunde eine halbierte Squadron, bzw. eine halbe 39Sqn. Wie schon in den 60er und 70er Jahren wurden die taktischen Aufklärer (wie Hunter FR10) und Fotoaufklärer (wie Canberra PR7 und PR9) immer sehr stiefmütterlich behandelt und hatten eigentlich immer mit Personalengpässen und zu wenig Maschinen zu kämpfen.

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