From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 1 Sqn - Royal Air Force

Royal Air Force - No 1 Squadron

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 1 Squadron (1 Sqn)

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Hunter FGA9 der RAF 1Sqn (1960 – 1969)

XF419/X Hunter FGA9 1Sqn

© Willy Metze XF419/X Hunter FGA9 1Sqn, Gütersloh (Sommer 1966) Am 1. Juli 1958 wurde die 1Sqn neu formiert und zwar aus der Umbenennung der 263Sqn in RAF Stradishall. Obwohl eine Bodenangriffseinheit, war die Staffel ab Januar 1960 der 38Group des RAF Transport Command unterstellt. Nach der Hunter F5 und F6 flog die 1Sqn die FGA9 von März 1960 bis Juli 1969 und rüstete dann auf den Harrier GR1 um.

Harrier GR1/A der RAF 1Sqn

XV754/07 Harrier GR1A 1Sqn

© Erich Westersötebier XV754/07 Harrier GR1A 1Sqn, Gütersloh (Januar 1975) Genau ein Jahr nach dem Entstehen dieser Aufnahme kollidierte dieser GR1A am 19.01.1976 mit der XV745/27 derselben Staffel. Beide Maschinen gingen verloren. Die Verlustrate bei den Harrier war am Anfang immens.

XV776/14]] Harrier GR1A 1Sqn

© Günter Grondstein XV776/14 Harrier GR1A 1Sqn, Gütersloh (15.12.1974) Ein Harrier der ersten Version besucht die Gütersloher Lightnings. Diese Maschine ging später durch Absturz verloren, wie so viele Maschinen der Serie XV--- in den 70er Jahren.

Harrier GR3 der RAF 1Sqn

XZ968/01 Harrier GR3 1Sqn

© Marcus Herbote XZ968/01 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (Juni 1986) Die Staffeln aus Wittering waren häufig im Sommer während Verlegeübungen in Gütersloh im Einsatz. Dasselbe galt für die Manöverzeiten im Herbst eines jeden Jahres. Mitunter war die 1Sqn dann mit acht bis zehn Harrier GR3 und T4 in Gütersloh stationiert.

XW919/03, XZ129/06 und XZ132/09 Harrier GR3 1Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XW919/03, XZ129/06 und XZ132/09 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (18.04.1984) Die Platzrunde war und ist für Rotten, Schwärme oder noch größere Jet-Verbände der einfachste Weg, sich in die Landekonfiguration zu begeben und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Leider gab es nach den Abstürzen rund um die Basis Ende der achtziger Jahre eine Beschränkung der Platzrunde auf die Harrier und die Order für Besucher, Anflüge direkt durchzuführen. Das Teilen der Maschinen erfolgte somit als "Gehampel und Geeiere", so Augenzeugen, weit draußen vor der Basis - ob weniger gefährlich für die Bevölkerung am Boden, ist fraglich.

XW919/03 Harrier GR3 1Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XW919/03 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (18.04.1984) Drei Harrier der 1Sqn landeten an dem Tag in der typischen Überführungsflug-Konfiguration. Die Maschinen flogen kurze Zeit später weiter, vermutlich nach Wittering. Heute gehört die 1Sqn zu den wenigen verbliebenen Fighter-Squadrons der RAF.

XW919/03 Harrier GR3 1Sqn

© Pete Webber XW919/03 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (12.11.1987) Üblicherweise standen die Harrier der 1Sqn und 233OCU bei ihren Gastbesuchen immer in den Staffelbereichen der 3 und 4Sqn und eher selten auf der Flightline. Dort konnten sie direkt durch das Bodenpersonal der 3 oder 4Sqn abgefertigt werden und waren nicht in den Händen von Cross Servicing.

XZ129/06 Harrier GR3 1Sqn

© Wilfried Zetsche XZ129/06 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (Juni 1983) Mit den roten Leitwerkcodes waren die Harrier aus größerer Entfernung nicht immer leicht zu identifizieren. Wir Spotter hatten uns daran zu gewöhnen, dass die Seriennummern meistens durch die Triebwerksabgase verschmutzt wurden. Bei schlechtem Wetter oder verdeckter Sonne waren die GR3 und T4 der 1Sqn somit praktisch unidentifizierbar. Die „06“ war ab 1. Juni 1983 zusammen mit sechs anderen GR3 und einem T4 für eine gute Woche in Gütersloh stationiert.

XZ129/06 Harrier GR3 1Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XZ129/06 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (18.04.1984) Die 1Sqn war die weltweit die erste mit einem Senkrechtstarter ausgerüstete Staffel und schrieb im Jahr 1969 Geschichte. Für 32 Jahre blieb sie ihrem Standort Wittering treu, dann lag sie für gut zehn Jahre in Cottesmore.

XV753/06 Harrier GR3 1Sqn

© Mario Nowak XV753/06 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (04.07.1985) Jahre bevor der neue Harrier II in den Einsatz gehen sollte, landet dieser GR3 der 1Sqn aus RAF Wittering in EDUO. Zu den Manöverzeiten, zu denen die 3 und 4Sqn von verschiedenen Feldflugplätzen oder der Senne-Range operierte, waren häufig sechs bis acht Harrier GR3 und T4 der 1Sqn für einige Tage die "Hausherren" in Gütersloh!

XV751/08 Harrier GR3 1Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV751/08 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (07.06.1982) Dieser Harrier GR3 nahm aktiv am Falklandkrieg teil. Hier kommt die Maschine ohne Staffelwappen der 1Sqn zur Landung herein. Während des Konfliktes flogen die wenigen teilnehmenden GR3 ohne Markierungen gegen die Argentinier. Ab Januar 1985 bekam der GR3 den Code "AU" bei der 3Sqn.

XZ132/09 Harrier GR3 1Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XZ132/09 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (18.04.1984) Im Gegensatz zu der Staffelstärke der 3 und 4Sqn, die etwa 16 bis 18 Harrier GR3 und zwei T4 im Bestand hatten, war die 1Sqn nur mit ca. 12 GR3 und einem T4 ausgerüstet. Der XZ132 wurde später als "C" bei der 4Sqn bekannt, der ab 1989 zu den GR3 gehörte, die ein rot-gelb-schwarzes Leitwerk trugen.

XZ132/09 Harrier GR3 1Sqn

© Christian Hölscher XZ132/09 Harrier GR3 1Sqn, Gütersloh (18.04.1984) In maximaler Überführungsflug-Konfiguration landet der "09" der No1Squadron aus RAF Wittering auf der Basis. Meistens wurden die großen Tanks bei Einsätzen zum Eingewöhnen geflogen, einige Harrier kamen aber auch so aus Übersee zurück. Die Kanonenbehälter wurden oftmals ohne Waffen montiert und dienten lediglich als Aufbewahrungsort für persönliche Gegenstände.

Harrier T2A der RAF 1Sqn

© Günter Grondstein XW925/17 Harrier T2A 1Sqn Gütersloh (Dezember 1974) Vor schwarzen Gewitterwolken schwebt der "17" der 1Sqn auf der 27 zur Landung ein. Auch sechs Jahre später war dieser Trainer, allerdings als T4, noch im Einsatz bei der 1Sqn und besuchte zu Zeiten des Herbstmanövers die Basis.

Harrier T4 der RAF 1Sqn

XW934/12 Harrier T4 1Sqn

© Mario Nowak XW934/12 Harrier T4 1Sqn, Gütersloh (Mai 1989) Am 15. Mai 1989 ging der T4 XW934 von der 1Sqn in Wittering an die 3Sqn. Als "12" mit dem Abzeichen der 1Sqn flog die Maschine dann noch bis zum 29. Mai. Dann erhielt der den Code "Y".

XW934/12 Harrier T4 1Sqn

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 XW934/12 Harrier T4 1Sqn, Gütersloh (Mai 1989) Der Harrier T4 XW934 flog noch als "12" mit dem Code der 1Sqn als er als Dauerleihgabe zur 3Sqn kam. Da die Einheit zu dem Zeitpunkt mit der XW271/Z nur einen einzigen eigenen Trainer hatte, war es zu der Verlegung gekommen.

XZ145/14 Harrier T4 1Sqn

© Wilfried Zetsche XZ145/14 Harrier T4 1Sqn, Gütersloh (November 1992) Ein alter Bekannter in Gütersloh war Ende 1992 die XZ145, sie war bis Mitte 1985 als "Alpha Tango" der 3Sqn einer der beiden T4 der Staffel. Dieser Harrier T4 war anläßlich der Verlegung der GR7 von Gütersloh nach Laarbruch auf der Basis.

© Günter Grondstein XW925/17 Harrier T4 1Sqn, Gütersloh (September 1980) Einen derart hohen Zahlencode sah man bei der 1Sqn selten. Zusammen mit acht GR3 der 1Sqn und zwei GR3 der 233OCU war der T4 in Gütersloh. Am 20. Juni 1989 stürzte der Trainer am westlichen Ende der Basis nach einem schweren Pilotenfehler ab. Zuvor im Jahr 1986 flog die Maschine bereits sechs Wochen als "Y" bei der 4Sqn.

Harrier GR5 der RAF 1Sqn

ZD401/04 Harrier GR5 1Sqn

© Wilfried Zetsche ZD401/04 Harrier GR5 1Sqn, Gütersloh (ca. 1990) Harrier der 1Sqn und 233OCU standen bei Besuchen häufig in den Shelter-Areas der 3 oder 4Sqn. Die Groundcrews der Gütersloher Staffeln entlasteten so die zeitweise stark eingebundenen Cross-Servicing-Teams.

ZD402/04 Harrier GR5 1Sqn

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZD402/04 Harrier GR5 1Sqn, Gütersloh (Frühjahr 1991) Anfang des Jahres 1991 flog der GR5 ZD402 für einige Wochen bei der 3Sqn mit. Die 1Sqn in RAF Wittering erhielt die ersten Harrier GR5 im Oktober 1988, ab Juni 1992 kam die GR7 der Staffel.

ZD402/04 Harrier GR5 1Sqn

© Wilfried Zetsche ZD402/04 Harrier GR5 1Sqn, Gütersloh (Mai 1991) Zusammen mit dem GR7 ZG503/AX der 3Sqn steht dieser GR5 der 1Sqn aus Wittering auf der 27 und bildet diese eher ungewöhnliche Rotte. Ende April/Anfang Mai des Jahres flogen drei GR5 zusammen mit der 3Sqn Einsätze von Gütersloh aus – so wie die Staffel es auch zu GR3-Zeiten immer wieder gemacht hatte.

ZD408/11 Harrier GR5 1Sqn

© Wilfried Zetsche ZD408/11 Harrier GR5 1Sqn, Gütersloh (22.06.1990) Mit ausgefahrenem Luftbetankungsstutzen steht dieser frühe GR5 der No1Squadron im Shelter-Bereich der 3Sqn. Diese Einheit war der letzte Einsatzverband der Royal Air Force, der den Harrier einsetzt hat. Eine Erfolgsgeschichte, die dort bereits Anfang der 70er Jahre begann - mit der Indienststellung des Harrier GR1!

Harrier GR7 der RAF 1Sqn

© Fedor K. H. Krämer ZD376/24 und ZG511/82 Harrier GR7 1Sqn Gütersloh (22./23.01.2003) Zehn Jahre nach der Übernahme der Basis durch die Army sollten die zwei GR7 überprüfen, ob der Flugplatz noch in der Lage war, bedingte Fighter-Operationen zu unterstützen. Es sollte bei dem einen Versuch bleiben. Wenige Monate später endeten die Fixed-Wing-Operations in Gütersloh. Für die Übernachtung wurden die GR7 in den Lynx-Hangar geschoben.

© Fedor K. H. Krämer ZD376/24 Harrier GR7 1Sqn, Gütersloh (22./23.01.2003) Von Juli 1969 bis Januar 2011, also über 41 Jahre, flog die 1Sqn der Royal Air Force eine der zahlreichen Varianten des Hawker Siddeley/BAe Harrier. Nun ist sie als Typhoon-Einheit erstmals wieder in der Luftverteidigungsrolle im Einsatz.

© Fedor K. H. Krämer ZD376/24 Harrier GR7 1Sqn Gütersloh (22./23.01.2003) Ein letztes Mal besuchten zwei Harrier GR7 der 1Sqn die Basis Gütersloh im Rahmen eines kleinen Manövers. Ob der ZD376 zufällig dabei war oder geplant, ist nicht bekannt – auf jeden Fall war er der erste Harrier GR5, der am 7. Dezember 1988 zu den Gütersloher Squadrons stieß, wenn auch nur als Ausbildungs-Flugzeug für das Bodenpersonal. Somit war der ZD376 auch der letzte Harrier in Gütersloh!

© Fedor K. H. Krämer ZD376/24 Harrier GR7 1Sqn, Gütersloh (22./23.01.2003) Der ZD376 war die persönliche Maschine eines der beiden Flight Commander der 1Sqn, Squadron Leader D. Stellmacher. Es war das erste Mal, dass Harrier in Hangar 1 untergebracht waren. Zu RAF-Zeiten kam das nie vor.

© Fedor K. H. Krämer ZD376/24 Harrier GR7 1Sqn, Gütersloh (22./23.01.2003) Im Oktober 1988 rüstete die 1Sqn in RAF Wittering als erste Einsatzstaffel auf den Harrier GR5 um, ab Mai 1989 kam die 3Sqn in Gütersloh hinzu. Die 4Sqn am selben Standort bekam ab September 1990 gleich die ersten Harrier GR7. Die Versionen GR5, GR5A und GR7 waren alle mit dem Pegasus 105 Triebwerk mit 9.874 kg Schub ausgerüstet, ab Anfang 2004 wurden 20 GR7 mit dem stärkeren Pegasus 107 mit 10.805 kg Schub versehen und als GR7A bezeichnet.

© Fedor K. H. Krämer ZG511/82 und ZD376/24 Harrier GR7 1Sqn Gütersloh (22./23.01.2003) Die letzten britischen Fighter auf Gütersloher Boden waren zwei Harrier der ersten aufgestellten Squadron der RAF. Darunter war mit dem ZG511 der ehemalige „CD“ der 4Sqn. Die Maschinen waren unterschiedlich bewaffnet. Auf der Steuerbordseite des hinteren GR7 hängt eine Marverick-Training-Round. Beide tragen die typischen großen Zusatztanks und einen Travel-Pod unter dem Rumpf.

© Fedor K. H. Krämer ZG511/82 Harrier GR7 1Sqn, Gütersloh (23.01.2003) Beim Start zur Morgenmission war die Startbahn nass und so gab es ein lange nicht gesehenes typisches Start-Schauspiel auf der Basis. Erkennbar ist auf der Aufnahme, dass noch die alte Bahnbefeuerung aus RAF-Zeiten installiert ist. Man könnte nach dem Besuch auch sagen: "The First (Squadron) will be the last!" Es waren die letzten britischen Fighter auf Gütersloher Boden.

© Fedor K. H. Krämer ZG511/82 Harrier GR7 1Sqn, Gütersloh (22./23.01.2003) Das Wetter war während der zwei Tage des Harrier-Besuches meistens relativ schlecht. Man darf vermuten, dass das auch ein Grund für den Besuch zu dieser Jahreszeit war. Man wollte bei der Bevölkerung scheinbar so wenig Aufsehen wie möglich erregen.

ZD467/90 Harrier GR7 1Sqn

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZD467/90 Harrier GR7 1Sqn, Gütersloh (22.07.1991) Äußerlich ein GR7 handelt es sich hier eigentlich um die Version GR5A, da noch die erforderliche Elektronik fehlt. Das Flugzeug ging später an die 3Sqn und flog dort einige Zeit.

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