From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 115 Sqn - Royal Air Force

Royal Air Force - No 115 Squadron

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 115 Squadron (115 Sqn)

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Varsity T1 der RAF 115Sqn

WJ911/X Varsity T1 115Sqn

© Manfred Faber WJ911/X Varsity T1 115Sqn, Gütersloh (1968) Im Jahr 1968 gehörte diese schmucke Varsity zur 115Sqn des RAF Signals Command. Man beachte den typischen gelben Blitz des Signals Command. Zu der Zeit gab es noch derart viele Staffeln bei der RAF, dass es notwendig war, verschiedene Commands zu haben.

Argosy E1 der RAF 115Sqn

© Günter Grondstein XN814 Argosy E1 115Sqn Gütersloh (18.06.1975) Die XN814 war die erste Armstrong Whitworth 660 Argosy, die am 6. März 1961 flog. Erst im Jahr 1967 wurde sie zur E1 umgerüstet, nach einigen Jahren beim Hersteller und im Dienst der A&AEE. Von Januar 1968 bis zum Jahr 1975 war sie im Kalibrier-Einsatz bei der 115Sqn. Vermutlich war dies hier ihr letzter Besuch in Gütersloh und in Deutschland überhaupt.

XN885 Argosy E1 115Sqn

© Günter Grondstein XN885 Argosy E1 115Sqn, Gütersloh (Dezember 1974) Die 115Sqn war damals noch in Cottesmore stationiert. Ihre Hauptaufgabe war das Kalibrieren von Anflug- und Navigationseinrichtungen. Anfang 1978 wurde das Muster aus dem Dienst gezogen und die Andover E3 und E3A übernahmen diese wichtige Aufgabe.

XR137 Argosy E1 115Sqn

© Wieland Stolze XR137 Argosy E1 115Sqn, Gütersloh (August 1974) Für zehn Jahre, von Anfang 1968 bis 1978, operierte die 115Sqn in der Kalibrierungsrolle mit der A.W. Argosy, bis sie von der Andover E3 ersetzt wurde. Im Jahr 1974 lag die Squadron noch in RAF Cottesmore, verlegte dann zwei Jahre später nach Brize Norton. Die XR137 flog zunächst ab August 1963 bei der 267Sqn und später bei der 242OCU, kam ab 1968 als "Orpheus" zur 115Sqn und wurde nach zahlreichen Einsätzen bereits am 10. Januar 1978 aus dem Dienst genommen. In dem James-Bond-Film "Octopussy" bekam diese Argosy im Jahr 1982 eine kleine Nebenrolle, während der Dreharbeiten in RAF Northolt!

© Günter Grondstein XR143 Argosy E1 115Sqn Gütersloh (Juli 1974) Die Argosy C1 XR143 wurde als letzte Maschine an die RAF ausgeliefert und kam am 1. April 1964 zur 267Sqn in RAF Benson. Im Juli 1969 erhielt bereits die 115Sqn die als eine von 12 E1 umgerüstete Maschine für die „Airfield Navigation Aids Calibration Role“ und setzte sie bis Anfang 1978 ein. Äußerlich war die Version E1 nur durch einige Antennen an der linken vorderen Rumpfseite von der C1 zu unterscheiden. Die XR143 machte am 22. Januar 1978 den letzten Flug einer Argosy im Dienst der Royal Air Force, als sie fast viereinhalb Stunden die RAF-Station Cottesmore „flightcheckte“.

Andover C1(mod) der RAF 115Sqn

XS596 Andover C1 115Sqn

© Markus Jakobsmeier XS596 Andover C1 115Sqn, Gütersloh (1983) Im Hintergrund dieser Andover sieht man das typische Empfangs- und Begrüßungskommitee für die medizinischen Versorgungsflüge der 115Sqn: ein Feuerwehr- und ein Krankenwagen. Nur so konnte die Sicherheit der teilweise an das Bett bzw. eine Trage gefesselten verletzten Soldaten gewährleistet werden, wenn das Flugzeug, z.B. wegen eines Feuers, umgehend evakuiert werden musste. Die XS596 war der letzte RAF-Transporter in der Wüsten-Sandtarnung der 60er und 70er Jahre.

XS596 Andover C1 115Sqn

© Marcus Herbote XS596 Andover C1 115Sqn, Gütersloh (1984) Die 115Sqn in RAF Benson war hauptsächlich mit dem Kalibrieren von Navigations- und Anfluganlagen beschäftigt. Eine der staffeleigenen Andover war jedoch keine E3 oder E3A sondern flog nach wie vor als C1 in der Verbindungs- oder Transportrolle. Sie war die einzige Maschine, die noch den ursprünglichen Sandanstrich mit einem weißem Cockpit (gegen die starke Sonneneinstrahlung in den Wüstenregionen) der 60er und 70er Jahre behielt. In diesem Anstrich war sie wohl die letzte Maschine der Royal Air Force überhaupt.

XS644 Andover C1mod 115Sqn, EWAU

© Jeff Bell XS644 Andover C1mod 115Sqn, EWAU, Gütersloh (Juli 1982) Diese Andover flog noch mit dem Side-looking airborne radar (SLAR) unter dem hinterem Rumpf und war hauptsächlich in der ELINT-Aufgabe im Dienst. Um das Gummi der Haupträder zu schonen, wurden die Reifen mit Folien gegen die Sommerhitze geschützt - das war eher üblich auf den RAF-Basen der FEAF, MEAF und NEAF. Die EWAU gehörte damals zur 51Sqn in Wyton. Die XS644 endete als zivile 9Q-COE mit Air Katanga in Zaire und ging im April 1999 verloren.

XS644 Andover C1mod 115Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XS644 Andover C1mod 115Sqn, Gütersloh (01.06.1982) Die Andover XS644 der 115Sqn war lange Zeit abgestellt zur EWAU in RAF Wyton. Hier kommt das Flugzeug noch mit der alten schwarzen Nase zur Landung herein. Diese Maschine flog unter dem Kommando von Sqn Ldr B. Smith am 31.08.1975 den letzten Aeromedical Flug der 46Sqn von Thorney Island nach Gütersloh und weiter nach Wildenrath und Northolt. Am selben Tage wurde die Staffel aufgelöst.

XS644 Andover C1mod 115Sqn

© Willy Metze XS644 Andover C1mod 115Sqn, Gütersloh (23.05.1989) An dem Tag war mit der XS603 und XS644 gleich zwei von neun Andover der 115Sqn in Gütersloh zu Besuch. Ein Teil der Aufgaben der 115Sqn war neben der "normalen" Kalibrierung sicher geheim und hatte mit der nahen innerdeutschen Grenze zu tun.

XS644 Andover C1mod 115Sqn

© Marcus Herbote XS644 Andover C1mod 115Sqn, Gütersloh (24.08.1989) Die 115Sqn wurde nach Ende des kalten Krieges bereits am 1. Oktober 1993 aufgelöst. Von November 1976 bis Oktober 1993 hatte die Squadron die Andover E3 und E3A eingesetzt, von Februar 1968 bis Januar 1978 auch die Argosy E1.

Andover E3(A) der RAF 115Sqn

XS603 Andover E3 115Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XS603 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (18.01.1982) Die XS603 präsentiert sich hier in dem ursprünglichen Anstrich mit der schwarzen Nase und dem schwarzen Anti-Reflexion-Panel vor dem Cockpit. Vormals war das Flugzeug bei der 46Sqn in RAF Abingdon im Einsatz und trug noch die braune Wüstentarnung.

XS603 Andover E3 115Sqn

© Wieland Stolze XS603 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (April 1982) Auch aufgrund seines Master Diversion Airfield Status´ mussten die Anflug- (ILS und PAR) sowie Navigationssysteme (TACAN) zu jeder Zeit einsatzbereit sein und regelmäßig, d. h. alle paar Wochen, entsprechend kalibriert werden.

XS603 Andover E3 115Sqn

© D. Lohmeyer XS603 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (ca. 1983/84) Eine Andover der 115Sqn macht einen ihrer zahlreichen Kalibrierungsflüge, nur um wenige Sekunden später erneut durchzustarten und einen neuen Anflug zu beginnen. Zusätzlich zur Standardbesatzung von zwei Piloten und einem Navigator waren bei Kalibrierungsflügen ein Air Electronics Officer und ein oder zwei Radar Operateure an Bord.

XS603 Andover E3 115Sqn

© Rainer Mueller XS603 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (ca. 1987/88) Die XS603 steht zum Start bereit für den Rückflug zum Flugplatz RAF Benson. Bei ihren Kalibrierungsanflügen kamen die Andover teilweise zehn- bis zwanzigmal von einer einzigen Seite angeflogen!

XS603 Andover E3 115Sqn

© Rainer Mueller XS603 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (ca. 1987/88) Einer von vielen Anflügen einer Andover E3 der 115Sqn. Damals eher verschmäht, würden wir heute vieles für einen dieser Anflüge geben. Bei hohem Flugbetrieb in der Woche konnte man manchmal auch an Samstagen die Kalibrierer bei der Arbeit sehen.

XS603 Andover E3 115Sqn

© Willy Metze XS603 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (23.05.1989) Die Andover wurden in den sechziger Jahren hauptsächlch als Transporter eingesetzt, zu den Nutzern gehörte die 21Sqn in Khormaksar/Aden, die 46Sqn in Abingdon, die 52Sqn in Seletar und Changi/Singapur und die 84Sqn in Khormaksar/Aden, Sharjah und Muharraq/Bahrain. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass es sich bei der XS603 einmal um einen echten Wüstenflieger gehandelt hat!

XS605 Andover E3 115Sqn

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 XS605 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (ca. 1991) Die ewigen und endlosen Kalibirierungsanflüge der 115Sqn über mehrere Tage konnten einem Spotter schon einige Geduld abverlangen! Freilich wären heute alle froh, nochmals eine Andover in Gütersloh zu sehen!

© Axel Saal XS605 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (September 1991) Durch die Auflösung der 52Sqn Ende 1969 und der 84Sqn im Oktober 1971 erhielt die 46Sqn die überzähligen Flugzeuge. Der Bestand von 19 Andover C1 im Jahr 1972 beinhaltete auch die XS605. Nach der Auflösung der 46Sqn im August 1975 standen dann aber ganze 20 Flugzeuge im Store. Von diesen wurden schließlich vier zu Andover E3 für Radio und Airport Navaid Calibration mit dem Inertial Referenced Flight Inspection System (IRFIS) ausgerüstet, drei zusätzlich umgebaute E3A Kalibrierer besaßen diese Ausrüstung nicht.

XS605 Andover E3 115Sqn

© Olaf Kestin XS605 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (ca. 1991) Wie die meisten Andover E3 begann auch die XS605 ihre Karriere als Transporter der Version C1, sie flog unter anderem auch bei der 46Sqn in RAF Thorney Island. Von allen Andovern der 115Sqn war die XS605 in den achtziger Jahren eindeutig am seltensten zu Besuch.

XS610 Andover E3 115Sqn

© Wieland Stolze XS610 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (April 1980) Vermutlich kam diese Andover ohne Staffelmarkierungen an Nase und Leitwerk sowie ohne die "610" an der Finne hier frisch aus dem Paintshop. Im November 1976 erhielt die Squadron ihre ersten Andover E3 für Kalibrierungsaufgaben.

XS610 Andover E3 115Sqn

© Jeff Bell XS610 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (August 1982) Ein Alptraum für einen Fluglotsen waren sicher die Andover der 115Sqn - von vier bis zu 10 Anflügen pro Anflugseite und pro Stunde war alles möglich - während der Kalibrierung der Navigations- und Anflugeinrichtungen in Gütersloh.

© Thomas Westhoff-Düppmann XS610 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (17.05.1985) Nach der Aussonderung aus den Transportverbänden war die sparsamere und zuverlässigere Andover der beste Ersatz für die Argosy E1 in der Kalibrierungsaufgabe. Es verging fast keine Woche, wo nicht wenigstens eine der Maschinen in Gütersloh zu sehen war - manchmal sogar zwei an einem Tag und für einen längeren Zeitraum. Die Maschinen kalibrierten auch die Radaranlagen der RAF in der Umgebung und sicher noch weitere technische Einrichtungen in der Sparte.

XS610 Andover E3 115Sqn

© Willy Metze XS610 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (17.05.1985) Im November 1976 erhielt die 115Sqn ihre ersten von der C1 zur E3 umgerüsteten Andover. Zunächst in Brize Norton beheimatet, verlegte die Staffel am 4. Januar 1983 nach Benson. Insgesamt wurden sieben Andover C1 zu vier E3 und drei E3A umgerüstet.

XS610 Andover E3 115Sqn

© Marcus Herbote XS610 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (ca. 1988/89) Die Andover der 115Sqn waren derart häufig in Gütersoh, dass sich oft das genaue Datum nicht korrekt bestimmen lässt - wie in diesem Fall! Die vier E3 waren mit einem Inertial Referenced Flight Inspection System (IRFIS) ausgerüstet, die drei E3A hatten dieses nicht.

XS639 Andover E3A 115Sqn

© Marcus Herbote XS639 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (ca. 1989) Es verging kein Monat, in dem nicht wenigstens eine Andover der 115Sqn aus RAF Benson auf der Basis zu sehen war. Im November 1976 bekam die Squadron die ersten der nach der Auflösung der 46Sqn in RAF Thorney Island freigewordenen und für die neue Rolle modifizierten Maschinen zugewiesen.

XS639 Andover E3A 115Sqn

© Meinolf Kraßort XS639 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (April 1992) Die 115Sqn war von jeher bei der Royal Air Force zuständig für die Kalibirierung von Anflug- und Navigationsanlagen. Auch diese Squadron überlebte leider das Ende des kalten Krieges nicht lange. Einige Andover flogen später noch einige Jahre für die Firma Huntings plc. in der selben Aufgabe.

XS639 Andover E3A 115Sqn

© Markus Grunwald XS639 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (April 1992) Die Andover XS639 machte ihren letzten Besuch in Gütersloh am 17. März 1993, allerdings schon in den Händen der 32Sqn. Hier auf dem Bild ist das Flugzeug im Frühjahr 1992 noch im Dienst der 115Sqn. Diese löste man in RAF Benson am 1. Oktober 1993 auf, Huntings plc übernahm danach die wichtige Kalibrierungsrolle.

XS640 Andover E3 115Sqn

© Marcus Herbote XS640 Andover E3 115Sqn, Gütersloh (06.08.1987) Vor dramatischen Regenwolken kommt diese Andover E3 erneut durch den Anflug. An diesem Tag waren zur Kalibrierung der Anflugradare nicht weniger als 14 einzelne Anflüge notwendig. Zusätzlich zur Standardbesatzung von zwei Piloten und einem Navigator waren bei Kalibrierungsflügen ein Air Electronics Officer und ein oder zwei Radar Operateure an Bord.

XS641 Andover E3A 115Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XS641 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (31.08.1983) Die XS641 kam am 21.08.1967 zur 46Sqn in Abingdon und wurde anfangs als C1-Transporter eingesetzt. Leider wurden die meisten Andover C1 und E3/E3A verschrottet, diese Maschine beendete als "Open Skies" C1(PR) ihre Karriere und liegt heute halb verschrottet beim Sandbach Car & Commercial!

XS641 Andover E3A 115Sqn

© Marcus Herbote XS641 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (ca. 1985) Die 115Sqn verfügte in den 80er Jahren über die Andover E3 XS603, 605, 610 und 640 sowie die E3A XS639, 641 und 643. Die XS644 war eine C1mod und wurde erst später zur E3A modifiziert. Die Maschine wurde von zwei 3.290 WPS starken Rolls-Royce Dart 12 Mk201 angetrieben.

XS643 Andover E3A 115Sqn

© HaPe Merschbrock XS643 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (ca. April 1981) Noch mit der schwarzen Farbe vor dem Cockpit sieht man die XS643 hier nach zahlreichen Kalibrierungsanflügen bei der Landung. Das Schwarz diente dazu, die Piloten vor Sonnen-Reflexen zu schützen.

XS643 Andover E3A 115Sqn

© Olaf Kestin XS643 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (ca. 1992) Von Zeit zu Zeit ergänzten die Andover E3A die C1 der 32 und 60Sqn bei ihren medizinischen Versorgungsflügen. Man erkannte diese Flüge immer an dem Begleitkommitee von Feuerwehrfahrzeugen (meistens zwei). Dieses war notwendig, weil ein Teil der transportierten Patienten sich im Falle eines Brandes nicht innerhalb der maximalen Zeit selbst hätte retten können, die nach den Sicherheitsbestimmungen erlaubte Zeit wäre sonst überschritten worden.

XS644 Andover E3A 115Sqn

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 XS644 Andover E3A 115Sqn, Gütersloh (ca. 1991) Lange Zeit flog diese Andover noch in der Version C1 bei der EWAU, der Electronic Warfare Avionics Unit, in Wyton. Bald danach wechselte die Maschine zur 32Sqn.

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