From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 15 Sqn - Royal Air Force

Royal Air Force - No 15 Squadron

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 15 Squadron (15 Sqn)

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Buccaneer S2B der RAF 15Sqn

XW530 Buccaneer S2B 15Sqn

© Erich Westersötebier XW530 Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (September 1971) Von Oktober 1970 bis Juli 1983 flog die 15Sqn zunächst von RAF Honington, ab Januar 1971 von RAF Laarbruch den ehemaligen schweren Navy-Jagdbomber Buccaneer. Bei der RAF avancierte das Flugzeug zu einem Angriffsflugzeug in der Nuklearrolle. Tatsächlich konnte die S2B zwei WE.177-Waffen, die nebeneinander im Bombenschacht hingen, tragen.

© Axel Saal XW530 Buccaneer S2B 15Sqn Gütersloh (September 1971) Noch brandneu nach ihrer Indienststellung am 12. Januar 1971 war diese Buccaneer während der Waffenschau in Gütersloh der Stolz der 15Sqn. Nur gut zwei Jahre flog sie bei der 15Sqn und wechselte dann im Februar 1973 zur 16Sqn. Anfang November 1979 war die XW530 als einige der wenigen Buccaneer bei der 216Sqn in Honington im Einsatz. Diese Squadron musste bereits kurze Zeit später wieder aufgelöst werden, nachdem mehrere »Buccs« aufgrund von Strukturversagen aus dem Dienst genommen wurden, weil die Anzahl aller Maschinen nicht für fünf Einsatzstaffeln und eine OCU reichte.

unid. Buccaneer S2B 15/16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann unid. Buccaneer S2B 15/16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Bei ihren Besuchen waren die „Bricks“ an normalen Tagen fast immer einzeln oder zu zweit in Gütersloh. Die Ansammlung von sechs Jagdbombern gleichzeitig auf dem Taxiway zur 09 ist daher wirklich einzigartig und hat vorher und auch nachher nie wieder stattgefunden!

unid. Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann unid. Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Von vorne erkennt man sehr gut die im Gegensatz zur Buccaneer S1 großen Lufteinläufe. Alle vier Flugzeuge tragen rechts einen Übungsbombenbehälter und links einen ECM-Pod. Dieses war in diesem Fall der einzige Selbstschutz der Maschine und natürlich die hohe Geschwindigkeit im Tiefstflug. Einzelne AIM-9 Sidewinder wurden nur zeitweise getragen.

XX899/A Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XX899/A Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (31.05.1983) Nach einer längeren Wartungspause bei der 19MU in St. Athan kam die XX899 am 27.04.1982 als "A" zur 15Sqn. Im Juli 1983 ging sie kurzzeitig zur 16Sqn und behielt ihren Code. Aber erst nach Ende des kalten Krieges flog diese Buccaneer ihre ersten Kampfeinsätze - während "Operation Granby".

XX895/B, XV361/E und XT287/F Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XX895/B, XV361/E und XT287/F Buccaneer S2B 15Sqn Gütersloh (10.05.1982) Von den 16 am 10. Mai gelandeten Buccaneer kamen einige Maschinen in kleineren Formationen und relativ niedrig in die Platzrunde. Dieser Dreierschwarm hier wird interessanterweise nicht von der Maschine des CO der 15Sqn (XX895/B) angeführt, sondern von dem Piloten in der "Echo".

XX895/B Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XX895/B Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Auch die persönliche Maschine des Commanding Officers der 15Sqn nahm an der Verlegeübung im Mai 1982 nach Gütersloh teil –die Chance ist groß, dass er dabei sogar persönlich an Bord war.

XT279/C Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XT279/C Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Vom 17. November 1980 bis August 1983 flog die XT279 als "C" bei der 15Sqn. Bereits am 12. Mai 1992 wurde die Maschine bei der 208Sqn aus dem Dienst gezogen und in RAF Lossiemouth verschrottet, nach fast 27 Jahren im Einsatz bei RN und RAF.

XT279/C Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XT279/C Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (31.05.1983) Am 31. Dezember 1972 erfolgte die Meldung der nuklearen Einsatzbereitschaft der 15Sqn an den SACEUR. Anfangs wurde eine Buccaneer, später zwei Maschinen in Bereitschaft gehalten. Sie standen in Laarbruch bis zur Einführung der Hardened Aircraft Shelter im Jahr 1976 in einfachen offenen Hangars innerhalb eines besonders gesicherten Bereichs, der auch zuvor von den Canberra B(I)8 der 16Sqn verwendet worden war.

XV341/D Buccaneer S2B 15Sqn

© Jeff Bell XV341/D Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (20.01.1982) Die Buccaneer trug während normaler Übungsflüge selten eine einzelne AIM-9B Sidewinder, meistens war wie hier auch ein ECM-Pod unter der Tragfläche angebracht. Weitere Verteidigungswaffen waren für den "Brick" nicht vorgesehen. Im Ernstfall hätten die Besatzungen im Tiefstflug mit vollem Schub feindlichen Jägern versucht zu entkommen.

XV341/D Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV341/D Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Die aus derselben Serie stammende XV345 stürzte in den Farben der 15Sqn am 7. Februar 1980 über der Nellis Range ab, nachdem im Flug eine Tragfläche abmontierte! Als Folge wurde die gesamte Flotte gegroundet. Nach einer genauen Untersuchung aller Buccaneer stellte man die Materialermüdung an den inneren Tragflächen bei zwei Dritteln der Flotte fest!

XV341/D Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV341/D Buccaneer S2B 15Sqn Gütersloh (16.08.1982) Diese am 14.06.1985 in den Händen der 12Sqn abgestürzte Buccaneer trägt hier eine rote "341" auf der Innenseite der vorderen Fahrwerksklappe. Neben den typischen Zusatztanks trägt der Jagdbomber hier einen Übungsbombenbehälter.

XV361/E Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV361/E Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Über 30 Jahre ist es nun her, dass Gütersloh im Rahmen eines Tacevals von der größten Buccaneer-Flotte heimgesucht wurde, die jemals hier gesehen wurde. 16 Flugzeuge der 15 und 16Sqn bildeten den Angriffsschwarm des Laarbruch Strike Wing, der an diesem Mai-Tag bei Ostwind landete.

XV361/E Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV361/E Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Nur vom 6. Januar 1982 bis 4. Juli 1983 flog die XV361 als „Echo“ bei der 15Sqn in Laarbruch. Danach ging das Flugzeug zur 12Sqn, später kam es zur 208Sqn. Insgesamt kann man sagen, dass die meisten der 16 am 10.05.1982 in Gütersloh gewesenen Buccaneer nicht sehr lange in Deutschland stationiert waren.

XV361/E, XT287/F und XX895/B Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV361/E, XT287/F und XX895/B Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Die 15Sqn war mit der Buccaneer S2B ab 1. Dezember 1971 in der Angriffsrolle der NATO unterstellt. Die Unterstellung der Staffel in der nuklearen Strike-Rolle geschah aber erst zum 31. Dezember 1972. Viele der Maschinen der 15Sqn waren neugebaute S2B, später kamen ehemalige S2 der Fleet Air Arm dazu, die den Standard S2B erhielten.

XT279/F Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XT279/F Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (04.09.1980) Von Oktober 1970 bis Juli 1983 flog die 15Sqn die Buccaneer S2B. Erst ab Januar 1971 lag die Einheit in Laarbruch und war der NATO unterstellt. Die Maschinen flogen oftmals alleine oder zu zweit. Wer jemals eine Bucc in den Tiefflugbebieten des Sauerlands gesehen hat, wird das nicht vergessen!

XT287/F Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XT287/F Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Auch die XT287 flog nur wenige Jahre bei der 15Sqn – von Juni 1981 bis August 1983. Sie ging danach zur 16Sqn und flog weitere sieben Monate bei der Schwesterstaffel. Das Leben der meisten Buccaneer war sehr schnelllebig, die Zugehörigkeit zu den verschiedenen Staffeln, der Maintenance Unit und dem Store in St. Athan änderte sich häufig und schnell.

XX893/H Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XX893/H Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (31.05.1983) Eine letzte Abordnung der 15Sqn landete am 31.05.1983 auf der Basis, es war der letzte größere Besuch des schweren Jagdbombers in Gütersloh. Zehn Jahre hatte die Buccaneer an der Spitze der nukleare Abschreckung der RAF Germany gestanden. Die XX893 flog lediglich von September 1982 bis Juli 1983 als "Hotel" der 15Sqn und ging dann noch für vier Monate zur 16Sqn.

XX891/J Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XX891/J Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (August 1980) Die 15 und 16Sqn in Laarbruch stellten mit ihren Buccaneer die schwere nukleare Angriffskomponente der RAF Germany bis Anfang der 80er Jahre. Auch nach der Umrüstung auf den Tornado GR1 behielt die 15Sqn diese Mission, von September 1958 bis Oktober 1964 hatte die Einheit auch schon mit dem Handley Page Victor B1 und B1A diese Abschreckungsaufgabe inne.

XX891/J Buccaneer S2B 15Sqn

© Jeff Bell XX891/J Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (November 1980) Die "Juliet" der 15Sqn ging am 11. August 1983 vier Meilen nordöstlich von Laarbruch während der Landung durch einen Stall verloren. An den davor stehenden Technikern kann man die Größe der Buccaneer sehr gut erkennen, der Name "Brick" - Ziegelstein - ist daher nicht zufällig!

XX891/J Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XX891/J Buccaneer S2B 15Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Die 16 Buccaneer erreichten die Basis in Rotten á zwei oder drei Flugzeugen. Bis auf eine defekte Maschine konnten alle am gleichen Tag wieder zurück nach Laarbruch starten. Die Buccaneer S2B hatte sage und schreibe bis zu zehn Waffenstationen. Die Pylone 1 bis 4 waren unter den Flächen, 5 bis 8 waren die vier Stationen im Bombenschacht für konventionelle Bomben, die Positionen 9 und 10 im Rumpf wurden für nukleare Waffen verwendet.

XW533/K Buccaneer S2B 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XW533/K Buccaneer S2B 15Sqn Gütersloh (10.05.1982) Ganz frisch bei der 15Sqn flog die XW533 im Mai 1982 als "K". Erst einen Monat vor dem Entstehen dieser Aufnahme kam das Flugzeug zur Staffel und blieb dort lediglich bis Juli 1983. Es folgten Einsätze bei der 237OCU und 208Sqn. Vor 1982 flog die Buccaneer bei der 16, 12 und 216Sqn sowie 237OCU.

XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15 und 16Sqn

Archiv Wieland Stolze XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15 und 16Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Die vier Buccaneer des Laarbruch Strike Wing sind während der Flugschow leider nicht gelandet. Hier präsentieren die Maschinen ihren offenen Bombenschacht - dort können vier 454 kg Bomben, eine Nuklearwaffe sowie alternativ ein Zusatztank untergebracht werden.

XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15/16Sqn

© Günter Grondstein XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15/16Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Mit geöffneten Bombenschächten fliegen vier Buccaneer S2B der 15 und 16Sqn während der Air Show 1975 eine Viererformation.

XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15/16Sqn

© Günter Grondstein XV344, XW533/Q, XW543 und XW545 Buccaneer S2B 15/16Sqn, Gütersloh (06.07.1975) Vier Buccanneer kamen extra für diese Vorführung aus Laarbruch nach Ostwestfalen, flogen aber am selben Tag auch auf der Show in Wildenrath, wie so viele andere RAF-Maschinen.

Tornado GR1 der RAF 15Sqn

ZA462/EM Tornado GR1 15Sqn

© Marcus Herbote ZA462/EM Tornado GR1 15Sqn, Gütersloh (22.08.1984) Aufgrund der nuklearen Angriffsaufgabe kamen die Laarbrucher und Brüggener Tornado nicht allzu häufig zur Landung und wenn, dann meistens einzeln. Hier hat die Maschine einen Notfall und wird bereits vom normalen Empfangskommitee am Boden erwartet. Die 15Sqn flog von Oktober 1970 bis Juli 1983 die Buccaneer, dann für weitere acht Jahre den Tornado. Später nannte sich die TWCU in No15(R)Sqn um.

ZA462/EM Tornado GR1 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann ZA462/EM Tornado GR1 15Sqn, Gütersloh (22.08.1984) Für die 15Sqn ließen die schlechten Nachrichten nach Ende des kalten Krieges nicht lange auf sich warten und bereits am 18. Dezember 1991 löste man sie als Frontline-Squadron auf. Vier Monate später entstand sie als 15(R)Sqn und Shadow-Squadron der TWCU neu.

ZA455/EJ Tornado GR1 15Sqn

© Wieland Stolze ZA455/EJ Tornado GR1 15Sqn, Gütersloh (28.02.1984) In Laarbruch lagen ab 1984 mit dem neuen Jagdbomber Tornado GR1 zunächst die Squadrons 15, 16 und 20. Ab 1988 flog die 2Sqn die Aufklärerversion GR1A vom selben Standort.

ZA455/EJ Tornado GR1 15Sqn

© Wieland Stolze ZA455/EJ Tornado GR1 15Sqn, Gütersloh (28.02.1984) Waren die Buccaneer der 15 und 16Sqn doch regelmäßige Besucher auf der Basis, sah man die Tornados der beiden Squadrons zwar bei Durchstarts, aber nur sehr selten bei einer Landung. Wenigstens einmal war die 15Sqn sogar mit vier Flugzeugen gleichzeitig zu Besuch. Die nukleare Angriffsaufgabe blieb mit dem neuen Tornado bis zum Ende des kalten Krieges erhalten.

ZA411/Y Tornado GR1T 15Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann ZA411/Y Tornado GR1T 15Sqn, Gütersloh (16.05.1984) Einen der ersten Anflüge eines brandneuen Tornados der 15Sqn sieht man hier. Anfangs flogen die Maschinen noch mit Einzelcodes und ohne Staffelabzeichen und dienten dem (Anfangs-)Training der Besatzungen. Dieser Tornado flog dann später als "GY" bei der 20Sqn. Weitere frühe Maschinen der fast täglich im Einsatz befindlichen GR1T waren die ZA409/W und ZA410/X.

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