From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 16 Sqn - Royal Air Force

Royal Air Force - No 16 Squadron

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 15 Squadron (15 Sqn)

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Canberra B(I)8 der RAF 16Sqn

WT336 Canberra B(I)8 ex-16Sqn

© Wieland Stolze WT336 Canberra B(I)8 ex-16Sqn, Gütersloh (Juni 1973) Fast alle aus dem Dienst gezogenen Canberra B(I)8 fanden ihren Weg als Decoy oder Feuerlöschziel auf verschiedene RAF Basen. Im Gegensatz zur XH209 und XM244 überlebte die WT336 scheinbar nicht lange ihre Außerdienststellung im April 1972 und die neue Heimat Gütersloh. Sie verschwand irgendwann aus dem Register und wurde vermutlich verschrottet. Hier sieht das Flugzeug noch nahezu intakt aus.

WT337 Canberra B(I)8 16Sqn

© Erich Westersötebier WT337 Canberra B(I)8 16Sqn, Gütersloh (Juni 1972) Die WT337 sieht man hier bei ihrem letzten Besuch in Gütersloh und gleichzeitig während des letzten Besuchs einer B(I)8 der 16Sqn überhaupt! Außer Dienst gestellt am 06.06.1972 endete ihre RAF-Karriere nach einem Zwischenstop als Decoy in Brüggen für ein schweres Angriffsflugzeug leider weit weniger kämpferisch - als Boden-Ziel auf der Nordhorn Range!

XM269 Canberra B(I)8 16Sqn

© Günter Böckmann XM269 Canberra B(I)8 16Sqn, Gütersloh (ca. 1964/65) Auch wenn etwas klein fotografiert, kann man das runde Staffelwappen mit den Schlüsseln der 16Sqn an der Nase erahnen. Vermutlich wurde die Maschine über Gütersloh im Landeanflug aufgenommen. Zusammen mit der WT336, WT339 und XM244 flog die XM269 am 31.05.1972 in einer Viererformation über alle RAFG-Basen zur Verabschiedung der Canberra bei der 16Sqn. Die XM269 beendete ihr Leben ab Oktober 1977 als Ziel auf der Nordhorn Range.

Buccaneer S2B der RAF 16Sqn

© Axel Saal unid. 2x Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (Mai 1983) Kurz vor der Umrüstung auf den Tornado GR1 kamen noch einmal zwei Buccaneer der 16Sqn für einen Übungsanflug vorbei. Ende Februar 1984 war die Ära der "Brick" in Deutschland vorbei. Und damit die spektakulären Tiefstflüge in den Mittelgebirgen wie Weserbergland, Sauerland und Teutoburger Wald.

XW527 Buccaneer S2B 16Sqn

© Alex Waning XW527 Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (04.07.1975) Das Gütersloher Static Display war in verschiedene Bereiche aufgeteilt worden, diese Buccaneer steht hier neben einer Lightning F2A und ist damit Teil der RAFG-Abteilung. Das Staffelabzeichen war damals noch klein, Buchstabencodes kamen erst später.

XW545 Buccaneer S2B 16Sqn

© Erich Westersötebier XW545 Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (Oktober 1975) Ab Januar 1973 lag die 16Sqn als zweite Buccaneer-Squadron in RAF Laarbruch. Die 24stündige siebentägige QRA-Bereitschaft von zwei Maschinen konnte somit aufgeteilt werden. Bis Ende Februar 1984 operierte die Einheit mit diesem Jagdbomber. Eine Luftbetankungssonde vor dem Cockpit war abnehmbar, wurde später von den beiden RAF Germany Einheiten wegen der fehlenden Notwendigkeit aber nicht mehr getragen. Diese Buccaneer trägt zwei Übungsbombenbehälter unter den Tragflächen.

XW549 Buccaneer S2B 16Sqn

© Erich Westersötebier XW549 Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (April 1973) Mit ausgefahrenem Fanghaken kommt eine Buccaneer der 16Sqn auf der 27 zu einer Notlandung herein. Ein Hydraulikproblem liegt vermutlich nicht vor, sonst wäre die äußerst effektive Luftbremse nicht ausgefahren. Diese brachte bei den Royal-Navy-Maschinen vor allem bei Trägeranflügen mit anschließendem Durchstart den erwünschten kurzfristigen Effekt einer abrupten Geschwindigkeitssteigerung bei unveränderten Schub.

XW527/O Buccaneer S2B 16Sqn

© Wieland Stolze XW527/O Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (01.11.1976) Im März 1973 kam die XW527 zur 16Sqn nach Laarbruch. Erst ein Jahr später erhielt das Flugzeug des Code “O“, im Juni 1977 ging sie schließlich zur 208Sqn. Der Buchstabencode wird hier in rot in der Luftbremse und an der Bugradklappe getragen. Das Foto wurde am 1. November gemacht, in katholisch geprägten Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen war und ist dies ein kirchlicher Feiertag, die RAF störte dieses nur bedingt.

XT280/Q Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XT280/Q Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (30.05.1983) Wie schon im Mai 1982 kamen auch ein Jahr später einige Buccaneer im Rahmen eines Taceval nach Gütersloh, statt 16 waren es aber nur vier. Die 15Sqn hatte zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Umrüstung auf den Tornado GR1 begonnen.

XX892/R Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XX892/R Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Die “Romeo” der 16Sqn war auch Teil der Buccaneer-Flotte im Mai 1982. Aufgrund der Tatsache, dass beide Staffeln jeweils lediglich 10 Flugzeuge im Bestand hatten, nutzte die 15Sqn die ersten 13 Buchstaben des Alphabets als Staffelcodes, die 16Sqn verwendete die letzten 13 Buchstaben.

XW538/S Buccaneer S2B 16Sqn

© Erich Westersötebier XW538/S Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (November 1977) Üblicherweise wurden die Buccaneer in Gütersloh immer mit hochgeklappten Tragflächen geparkt, obwohl das eigentlich nicht notwendig gewesen wäre. Eine Ausnahme gab es aber: Der Besuch von jeweils acht Buccaneer S2B der 15 und 16 Sqn im Rahmen eines Taceval am 10.05.1982. Das war mit 16 Maschinen die größte "Brick"-Ansammlung, die jemals an einem einzigen Tag in EDUO zu finden war! Die XW538 gehörte zu den sieben Flugzeugen, die während des fatalen Absturzes einer Buccaneer in Nellis lagen. Nach der Untersuchung der XW538 wurde sie für unsicher erklärt und per Schiff zurück nach England gebracht. Geflogen ist das Flugzeug danach nie wieder!

XV342/T Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV342/T Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Die „Tango“ der 16Sqn war im Jahr 1982 die persönliche Maschine des CO der 16Sqn, Wing Commander P C Norriss. In ihrem ersten Leben flog das Flugzeug schon bei der 803, 736 und 800Sqn auf der RNAS Lossiemouth.

© Günter Grondstein XW549/U Buccaneer S2B 16Sqn Gütersloh (November 1977) Interessant bei dieser Buccaneer der 16Sqn sind die kleinen und getönten bzw. abgedunkelten Staffelmarkierungen, die fast nicht mehr erkennbar sind und auch die Farbe Gelb nahezu vermissen lassen. Der Staffelcode wird in rot noch auf der Bugradklappe getragen.

XV863/U Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV863/U Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Zwei Jahre, von 1982 bis April 1984, war die XV863 als „U“ bei der 16Sqn im Dienst. Ab dem 7. Februar 1991 nahm das Flugzeug aktiv am Golfkrieg teil. Der Erstflug der Maschine war am 29.05.1968, dann ging sie zur Royal Navy, erst ab 27.11.1978 kam die XV863 zur RAF.

XT286/W Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XT286/W Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Standardmäßig wurde in der Tür des Bombenschachts ein Zusatztank getragen mit einer Größe von 1.932 Litern. Intern konnte das Flugzeug 7.092 Liter Kerosin fassen. Die Reichweite wurde zusätzlich durch die beiden 1.136 Liter fassenden Tragflächen-Zusatztanks auf bis zu 3.700 km erweitert.

XT286/W Buccanneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XT286/W Buccanneer S2B 16Sqn, Gütersloh (09.07.1982) Einen seltenen Durchstart bei Ostwind hat der Fotograf hier erwischt! Bei Trainingseinsätzen flogen die Maschinen oftmals alleine und waren auch abends, nach 19 oder 20 Uhr, oft im Gütersloher Luftraum bei Anflügen zu sehen, besonders, wenn RAF Laarbruch Nachtflug hatte. Interessant sind hier die fehlenden Zusatztanks.

XV160/X Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XV160/X Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Ein Teil der Buccaneer-Flotte fiel im Lauf der Zeit durch strukturelle Brüche in den inneren Tragflächen aus. Einige wenige stürzten dadurch sogar ab, auch die XV160 ging bei Decimomannu nach einem "Stall" während eines Übungsangriffs am 20.09.1982 durch Absturz verloren.

XW543/Y Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XW543/Y Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (16.04.1982) Auch diese Buccaneer startete an dem Tage lediglich durch. Neben den ca. 15 bis 20 Besuchern am Tag war Gütersloh auch immer "Schauplatz" für vier bis zehn Übungsanflüge sowie zahlreiche Überflüge durch Jagdbomber und Aufklärer.

XW543/Y Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XW543/Y Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Am 29.02.1984 stellte die 16Sqn die Buccaneer nach nicht mal zwölf Jahren Einsatzzeit außer Dienst. In Laarbruch standen zu jeder Zeit zwei mit Nuklearwaffen bestückte Buccaneer in einem abgesperrten Bereich in QRA-Bereitschaft. Da jede der beiden Staffeln nur zehn Flugzeuge als Sollstärke hatte, teilten sich die 15 und 16Sqn diese Bereitschaft. Die anderen einsatzklaren Flugzeuge operierten von den typischen Hardened Aircraft Sheltern aus.

XW534/Z Buccaneer S2B 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XW534/Z Buccaneer S2B 16Sqn, Gütersloh (10.05.1982) Nur vom 18.03.1981 bis Juni 1982 flog die XW534 als "Zulu" und damit "Schlußlicht" bei der 16Sqn in Laarbruch. Nach kürzerer Nutzung durch die A&AEE und BAe sowie der 12Sqn in Lossiemouth wurde das Flugzeug im Oktober 1992 verschrottet.

Tornado GR1/ Tornado GR1T der RAF 16Sqn

ZA492/FE Tornado GR1 16Sqn

© Christian Hölscher ZA492/FE Tornado GR1 16Sqn, Gütersloh (14.08.1985) Dieser Tornado machte an dem Tag eine Notlandung und wurde von der ZA466/FH der selben Staffel heruntergeleitet. Die 16Sqn flog das Muster von März 1984 bis September 1991 von RAF Laarbruch aus.

ZA464/GM Tornado GR1 20Sqn und ZA474/FG Tornado GR1 16Sqn

© Rainer Müller ZA474/FG Tornado GR1 16Sqn und ZA464/GM Tornado GR1 20Sqn, Gütersloh (20.06.1985) Selten ist dieses Bild in zweifacher Hinsicht. Ein Doppelanflug von zwei Laarbruch Tornados zweier verschiedener Staffeln und dann auch noch ohne Außenlasten! Die beiden Maschinen machten angeblich nur ein "Touch and go" und gehörten zu einer ganzen Reihe von RAFG Tornados an dem Tage.

ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn

© Wieland Stolze ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn, Gütersloh (14.05.1984) Keine der acht RAFG Tornado-Staffeln sah mit ihren Staffelmarkierungen und Buchstabencodes bunter aus als die 16Sqn in RAF Laarbruch. Neben den drei Stellen für das Staffelabzeichen mit gekreuzten Schlüsseln, Staffelbalken und dem "Heiligen" war auch der Code in gelb-schwarz gehalten.

ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn

© Markus Jakobsmeier ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn, Gütersloh (04.12.1984) Die Hauptwaffe der Strike-Verbände der RAF Germany war die auf der amerikanischen B61 fußende WE.177B. Diese Atombombe war 3,66 m lang, maß im Durchmesser nur 0,66 m an der Heckflosse und wog lediglich 430 kg. Als erste Maschinen waren ab 1984 die Tornado GR1 des Batch 5 für das Tragen der Waffe vorgesehen.

ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn, Gütersloh (04.12.1984) Nach einem Durchstart kam dieser Tornado der 16Sqn noch zur Landung herein. Manchmal konnte man die schweren und noch halb vollgetankten Jagdbomber sehen, wie sie mit dem zugeschalteten Nachbrenner eines Triebwerks durchstarteten. Mit dem vollen Übungsbombenbehälter unter dem Rumpf war der Tornado vermutlich auf dem Weg zur RAF Nordhorn Range.

ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann ZA471/FJ Tornado GR1 16Sqn, Gütersloh (04.12.1984) Am 10. November 1983 kam der ZA471 zur RAF Germany. Später flog er als modifizierter GR1B in der Seezielbekämpfungsrolle von RAF Lossiemouth aus. Bereits 2002 wurde der Jagdbomber verschrottet.

ZA470/FL Tornado GR1 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann ZA470/FL Tornado GR1 16Sqn, Gütersloh (22.08.1984) Die Staffelstärken der vier Laarbruch Squadrons lag in Tornado-Zeiten bei etwa 12-13 Flugzeugen. Das galt auch für das Brüggen Wing. So waren jeweils insgesamt an die 50 schweren Jagdbomber auf den beiden Basen am Rhein stationiert. Besonders die subjektiv eher selten gesehene 16Sqn wurde offensichtlich zusammen mit der 20Sqn am meisten in EDUO fotografiert.

ZA470/FL Tornado GR1 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann ZA470/FL Tornado GR1 16Sqn, Gütersloh (22.08.1984) Die beiden Schlüssel im Staffelwappen wurden der 16Sqn im November 1936 durch King Edward VIII verliehen. Ursprünglich war es mal ein goldener Schlüssel als Symbol für den Tag und ein schwarzer für die Nacht – sie sollten das Ausspähen feindlicher Geheimnisse während der Einsätze zur Unterstützung der Army symbolisieren. Nur gut sieben Jahre, von März 1984 bis September 1991, operierte die Einheit mit dem Tornado GR1.

ZA412/FZ Tornado GR1T 16Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann ZA412/FZ Tornado GR1T 16Sqn, Gütersloh (16.05.1984) Als einer der ersten Tornados der 16Sqn kam die „Foxtrott Zulu“ nach Gütersloh. Für gewöhnlich erhielten die mit einem zweiten Steuerknüppel für die Pilotenüberprüfung und –weiterbildung ausgerüsteten GR1T die Staffel-Codes, die auf ein „X“, „Y“ oder „Z“ endeten. Am 14.04.1987 stürzte dieser Tornado als "GT" der 20Sqn ab.

ZA552/FZ Tornado GR1T 16Sqn

© Wilfried Zetsche ZA552/FZ Tornado GR1T 16Sqn, Gütersloh (14.06.1988) Im Hintergrund dieses Tornados der 16Sqn erkennt man das Air Movements Abfertigungsgebäude sowie rechts den Hangar des Cross Servicing Teams. Tornados der Laarbrucher Staffeln No2, No15, No 16 und No20Sqn waren eher selten in Gütersloh zu sehen. Die "Twinsticks", d.h. die Tornados mit dem zweiten Steuerknüppel, wurden bei der RAF als GR1T bezeichnet. Im Gegensatz zu heute sieht die Maschine mit den vier bunten Staffelmarkierungen inklusive des Leitwerkcodes geradezu bunt aus!

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