From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 216 Sqn - Royal Air Force

Royal Air Force - No 216 Squadron

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 216 Squadron (216 Sqn)

215 Sqn | Übersicht | 230 Sqn

Comet C2

© Günter Böckmann XK716 Comet C2 216Sqn, Gütersloh (ca. 1961) Diese Comet der frühen Baureihe trug den Namen "Cepheus", auch die anderen neun Maschinen der Staffel hatten ebenfalls Namen aus der griechischen Mythologie. Die Comet konnte nach ihrer Unfallserie in der Zivilluftfahrt den großen Verkaufs-Erfolgen der Boeing 707 und Douglas DC-8 nichts entgegenhalten. Auch aus diesem Grund kaufte die RAF zehn C2 (drei waren anfangs Trainer T2) sowie drei R2 (für die 51Sqn), um de Havilland zu unterstützen.

Comet C4

© Wieland Stolze XR395 Comet C4 216Sqn, Gütersloh (Juli 1974) Von der zuvor geflogenen Comet C2 unterschied sich die Version C4 hauptsächlich durch einen längeren Rumpf, andere Triebwerke und Tragflächen. Die C2 hatte den Rumpf der zivilen Versionen, die durch einige fatale Abstürze den Ruf der Comet seinerzeit ziemlich ruinierten. Den verlorenen Anschluss an die moderneren Douglas DC-8 und Boeing 707 konnte die Comet 4, von der die RAF-Version C4 abstammte, nie wieder aufholen.

© Günter Grondstein XR395 Comet C4 216 Sqn, Gütersloh (Dezember 1974) Die fünf Comet C4 der 216 Sqn gehörten bis Mitte der siebziger Jahre zusammen mit VC-10, Hercules, Argosy, Britannia und Belfast zu den RAF-Transportern dieser Zeit. Zusammen mit den Britannia gehörten die Comet zur strategischen Transporter-Flotte. Dann fiel das Muster umfangreichen Sparmaßnahmen zum Opfer in dessen Zusammenhang nicht weniger als sieben Transporterstaffeln aufgelöst wurden.

© Wieland Stolze XR396 Comet C4 216Sqn, Gütersloh (Mai 1975) Die fünf für die RAF gebauten Comet C4 basieren auf der zivilen DH.106 Comet 4C und waren im Passagiertransport, zur VIP-Beförderung und bei MEDEVAC-Flügen mit 47 Sitzen und 12 Tragen im Einsatz. Sie flogen von 1962 bis 1967 nebeneinander mit den zehn Comet C2 bei der 216Sqn. Im Rahmen der gravierenden Reduzierung der RAF-Transporterflotte in den Jahren 1975 bis 76 überlebte das Muster diese Einsparungen nicht. Die XR396 war im Mai 1975 am 6., 7., 13., 28. und 30. in Gütersloh sowie zuvor am 25. April.

© Erich Westersötebier XR396 Comet C4 216Sqn, Gütersloh (Mai 1975) Kurz vor Ende der Comet-Operationen bei der RAF besucht hier die XR396 nochmals Gütersloh. Bei der 216Sqn in Brize Norton waren lediglich fünf Comet C4 als strategische Transporter im Einsatz (XR395 bis 399). Am 1. September 1975 ging diese Maschine als G-BDIT zu "Dan Air" und flog dort bis zu ihrer Verschrottung in Blackbushe im Juli 1984.

Tristar C1

© Christian Hölscher ZD948/CA Tristar C1 216Sqn, Gütersloh (April 1985) Die ZD948 macht hier das übliche Drehmanöver auf der 27, da der normale Taxiway aufgrund der Spannweite nicht genutzt werden konnte. Die Farbgebung der Maschine ist noch von British Airways (G-BFCA, die erste gebaute Tristar 500), die das Flugzeug nach weniger als zwei Jahren Nutzungsdauer an die RAF verkauft hat. Ein Teil der zivilen Kennung "CA" ist noch am Leitwerk und der Fahrwerksklappe zu sehen. Später angebracht wurden der Schriftzug "Royal Air Force" und die Kokarde.

© Thomas Westhoff-Düppmann ZD952/CE Tristar C1 216Sqn, Gütersloh (04.12.1984) Zwar noch ohne Staffelwappen gehörte diese Tristar nach der Aufstellung im November 1984 frisch zur 216Sqn. Die beiden Endbuchstaben der zivilen Registrierung wurde einige Zeit als Staffelcode weiter getragen.

Tristar KC1

© Klemens Hövel ZD948 Tristar KC1 216Sqn, Gütersloh (16.06.1989) Die Version KC1 der RAF-Tristar-Flotte konnte als Tanker und Passagier-/Frachttransporter verwendet werden. Neben der ZD948 hatten auch die ZD951, ZD952 und ZD953 diese Konfiguration mit einer zusätzlichen Frachtraumluke. Die ZD949 und ZD950 waren K1-Tanker, die aber auch Fracht transportieren konnten, die C2 ZE704 und ZE705 sowie die C2A ZE706 reine Passagierflugzeuge.

© Marcus Herbote ZD948 Tristar KC1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1989) Zusammen mit der ZD952 war diese Maschine die erste Tristar der 216Sqn. Die als Code verwendeten Endbuchstaben der zivilen Registrierung (hier CA) entfielen dann später.

ZD953 Tristar KC1 216Sqn

© Coen Steenbeeke ZD953 Tristar KC1 216Sqn, Gütersloh (Juni 1991) Von den neun Royal Air Force Tristars der 216Sqn konnten die vier KC1 sowohl als Tanker, als auch als Frachttransporter und Passagierflugzeug verwendet werden. Trotzdem gehört die ZD953 eher zu den selten gesehenen Maschinen auf der Basis, nur geschlagen von der ZD950, die man nur zweimal in EDUO gesehen hat.

© Marcus Herbote ZD953 Tristar KC1 216Sqn, Gütersloh (Mai 1990) Im Gegensatz zu den Tristar ZD949, ZD951 oder ZE704 war die ZD953 vergleichsweise nur recht selten in Gütersloh. Anfangs waren die ZD948 und ZD952 recht häufig zu sehen, die ZD950 war dagegen immer sehr selten.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZD953 Tristar KC1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1990) Bei ihren Flügen zwischen Gütersloh und Brize Norton waren die Tristar meistens nicht voll betankt. Für eine voll beladene Maschine hätte die Länge der Gütersloher Startbahn nicht ausgereicht. Die vier Flugzeuge der Version KC1 hatten im Gegensatz zu den zwei K1 eine Frachttür für eine einfache Be- und Entladung.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZD953 Tristar KC1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1990) Auch die Tristar der 216Sqn waren oft an Wochenenden in Gütersloh zu sehen. Aufgrund ihrer geräuschärmeren Triebwerke waren sie bei der Gütersloher Bevölkerung sicher "beliebter". Die drei Rolls-Royce RB211 Turbofans leisteten jeweils 22 Tonnen Schub.

© Günter Böckmann unid. Tristar KC1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1986) Die massige Lockheed Tristar sah auf der gut 45 Meter breiten Startbahn in Gütersloh immer recht überdimensional aus. Die Startbahnlänge reichte aber immer für ein sicheres Abheben aus.

ZE704 Tristar C1 216Sqn

© Wieland Stolze ZE704 Tristar C1 216Sqn, Gütersloh (September 1987) Zunächst als Tristar 500 oder mit der vorübergehenden Variante Tristar C1 bezeichnet, erhielten die Maschinen ZE704 und ZE705 bei der Royal Air Force ab Januar 1990 die Bezeichnung C2. Die mit einer besonderen Avionik-Ausrüstung ausgestattete C2A ZE706 war nie in Gütersloh.

Tristar K1

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZD949 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1990) Die erste RAF Tristar kam im Jahr 1983 nach Gütersloh. Extra dafür bekam die RAF Feuerwehr drei große neue Carmichael MFV Löschfahrzeuge. Insgesamt ermöglichte die Erhöhung der Fire-Cat den häufigeren Besuch von größeren Maschinen.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZD949 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1991) Die Lockheed Tristar war das schwerste Flugzeug, das regelmäßig in Gütersloh landete. Die Version KC1 war sowohl als Passagiertransporter als auch als Tanker einsetzbar. Dazu hatte das Flugzeug zwei Tankschläuche, von denen immer nur einer einsetzbar war.

© Christian Hölscher ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (November 1986) Beim dem letzten Tageslicht wurde diese Tristar beim Aufrollen auf die 09 fotografiert. Bis zum Jahr 2014 sollen die letzten RAF Tristar aus dem Einsatz gehen, im Jahr 1986 waren sie noch frisch im Dienst, wenn man das Vorleben bei den zivilen Airlines außer Acht lässt.

© Rainer Müller ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (Juni 1989) Die Tristar wirkte schon beeindruckend auf dem schmalen Taxiway. Hauptsächlich für diese Großraumflugzeuge wurde die Fire-Cat der Basis im Jahr 1983 durch moderne und größere Feuerwehrfahrzeuge erhöht.

© Rainer Müller ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (Juni 1989) Die Tristar war schon eine imposante Erscheinung auf der Startbahn. Nach der Einführung des Musters bei der Royal Air Force bekam Gütersloh ab 1983 drei neue größere Feuerwehrwagen und die Fire-Cat wurde erhöht!

© Marcus Herbote ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (19.05.1989) Die Tristar K1 hatte im Gegensatz zu den VC-10 K2, K3 und K4 zwei Betankungsschläuche im hinteren Rumpf direkt nebeneinander, die aber nicht gleichzeitig verwendet werden konnten.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1990) Die Lockheed Tristar entstand zusammen mit der McDonnell Douglas DC-10 in den siebziger Jahren aufgrund der gestiegenen Treibstoffpreise nach der Ölkrise. Beide Großraumflugzeuge verfügten über je drei Turbofan-Triebwerke und annähernd die gleiche Auslegung.

© Wieland Stolze ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (ca. 1991) Auch wenn die ZD951 anhand ihrer Bezeichnung ein reiner Tanker war und kein Tanker/Transporter wie die KC1, besuchte uns gerade diese Maschine besonders häufig. Auch an Wochenenden konnte man sie neben VC-10 und Hercules regelmäßig sehen. Im Jahr 2014 ist das Muster aus dem Dienst geschieden und wurde durch die neuen Voyager-Tanker ersetzt.

© Dominik Birwe ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (September 1991) Fünfmal innerhalb von drei Wochen kam dieser Tristar-Tanker in seinem seltenen Wüstenanstrich nach Gütersloh. Zusammen mit zwei weiteren K1, drei KC1 Tanker-Transportern, zwei C2 und einer C2A gehörte die Maschine zum Langstreckenkontingent der 216Sqn.

© Olaf Kestin ZD951 Tristar K1 216Sqn, Gütersloh (Herbst 1991) Nach einiger Zeit im regnerischen Europa sah der Wüstenantrich der ZD951 derart verwittert aus. Diese Tristar war das größte Flugzeug der Royal Air Force, dass jemals ein "Desert colourscheme" erhielt.

Tristar C2

© Archiv Herbote ZE704 Tristar 500 216Sqn, Gütersloh (ca. 1986) Noch mit dem silber-weißen Airliner-Anstrich rollt die ZE704 von der 27 ab. Erst ab Januar 1990 hatte die Tristar 500 tatsächlich und offiziell die Bezeichnung C2, vorher galt sie als Tristar 500.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZE705 Tristar C2 216Sqn, Gütersloh (ca. 1990) Im Januar 1990 liefen der 216Sqn in RAF Brize Norton die ersten von drei Tristar C2 und C2A zu. Bis zum Jahr 2014 wurde das Muster Zug im Zug aus dem Dienst genommen.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZE705 Tristar C2 216Sqn, Gütersloh (1989) Eine von drei reinen Tristar-Passagiermaschinen ist die ZE705. Auch dieses Muster wurde vom A330 abgelöst. Insgesamt erhielt die RAF neun Lockheed Tristar, in den 70er Jahren das Konkurrenzprodukt zur McDD DC-10.

ZE705 Tristar C2 216Sqn

© Markus Grunwald ZE705 Tristar C2 216Sqn, Gütersloh (Sommer 1990) In den letzten zwei Jahren nahmen die Besuche der RAF Tristar zunehmend ab. So war die ZE705 bereits letztmalig im März 1991 auf der Basis zu sehen, ihre erste Landung war im Oktober 1985.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 ZE705 Tristar C2 216Sqn Gütersloh (Sommer 1990) Die lediglich drei von der 216Sqn in Brize Norton eingesetzten Tristar C2 bzw. C2A waren nur für den Passagierflugbetrieb ausgelegt und konnten weder Fracht in größerer Menge transportieren noch Treibstoff abgeben und sie konnten selbst nicht in der Luft betankt werden.

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