From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 5 Sqn - Royal Air Force

Royal Air Force - No 5 Squadron

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 5 Squadron (5 Sqn)

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Venom FB1 der RAF 5Sqn

WE273 Venom FB1 5Sqn und 19167 Sabre Mk2 441Sqn

© Robin Brown via Roger Lindsay WE273 Venom FB1 5Sqn und 19167 Sabre Mk2 441Sqn, Gütersloh (1953) Heute unvorstellbar, damals aber normal, wurde eine Venom, das Nachfolgemuster der Vampire, doch nur für eine Gesamtzahl von 750(!) Flugstunden gebaut und nach Erreichen dieser Grenze verschrottet! Die roten Streifen auf den Tragflächen der Venom aus Wunstorf kennzeichnen den Jet als einen G-limitierten, der nur innerhalb bestimmter Grenzen geflogen werden durfte. Der Pilot wurde so während des Fluges jederzeit daran erinnert, dass er in einer Maschine saß, die bereits bei der Muster-Einführung unter Strukturbrüchen in den Tragflächen litt!

Javelin FAW9 der RAF 5Sqn

XH904/T Javelin FAW9 5Sqn

© Archiv Heribert Mennen XH904/T Javelin FAW9 5Sqn, Gütersloh (Oktober 1962) Die gelben Streifen an den Firestreak der Javelin der letzten Generation lassen keinen Zweifel über die Echtheit der Lenkwaffen! Die 5Sqn verlegte im Oktober 1962 alle verfügbaren Maschinen aus Geilenkirchen anlässlich der Kuba-Krise nach Gütersloh. Die Squadron löste am 7. Oktober 1965 auf und entstand am folgenden Tag als Lightning Einheit in Binbrook neu. Anscheinend wollte die XH904 deutschen Boden 12 Tage nach der Auflösungsfeier nicht verlassen: Bei einem AVPIN-Starterunfall am 19. Oktober wurde sie durch das entstandene Feuer stark beschädigt, ausgesondert und im November 1967, obwohl anfangs nur als Cat. 4 eingestuft, doch verschrottet.

Javelin T3 der RAF 5Sqn

XH393/T3 Javelin T3 5Sqn

© Günter Böckmann XH393/T3 Javelin T3 5Sqn, Gütersloh (ca. 1963/64) Jede der Javelin-Staffeln hatte neben 13 bis 16 Einsatz-Maschinen einen Trainer im Bestand. Bei der 5Sqn versah die Bodencrew die Maschine mit dem Code „Tango“ aufgrund der Bezeichnung T3 mit einer zusätzlichen „3“ hinter dem „T“. Der Javelin Trainer hatte keine Ventral Tanks unter dem Rumpf, verfügte nicht über ein Radar und war von April 1960 bis Oktober 1965 im Einsatz bei der 5Sqn. Hier sieht man die T3 beim Westwind-Anflug auf der Gütersloher Seite der Basis, die Straße war zu diesem Zeitpunkt noch nicht asphaltiert, der Zaun war nur eine Notlösung und man kam noch nah an den Aufsetzpunkt heran.

Lightning F3 der RAF 5Sqn

XP751/AQ Lightning F3 5Sqn

© Wilfried Zetsche XP751/AQ Lightning F3 5Sqn, Gütersloh (April 1984) Am 26. April 1984 kamen zwei F3 der 5Sqn zu einem kürzeren Luftkampftraining als sonst üblich nach Gütersloh. Die andere Maschine war die XP764/AR der gleichen Einheit.

XP764/AR Lightning F3 5Sqn

© Wilfried Zetsche XP764/AR Lightning F3 5Sqn, Gütersloh (Juni 1983) Eigentlich hätte die Lightning F3 den Namen "Raketenjäger" verdient. Lediglich mit zwei Red Top oder Firestreak bewaffnet (also ohne Kanonen) hatte die Maschine ein geringeres Gewicht im Vergleich zur F2A, aber dafür die stärkeren Triebwerke der F6. So war sie auch hier ein "Raketenjäger" - mit einer phänomenalen Steigleistung!

XP764/AR Lightning F3 5Sqn

© Wilfried Zetsche XP764/AR Lightning F3 5Sqn, Gütersloh (03.06.1983) Als Besucher des 3Sqn Families Day rollt diese Lightning in den Staffelbereich der Harrier-Einheit. Während der DACT-Einsätze nach häufiger Nutzung ihrer Nachbrenner kamen F3 manchmal nach sieben bis acht Minuten Luftkampf wieder zur Landung herein! Die Luftkampfmanöver wurden deshalb häufig direkt über der Basis durchgeführt.

XP764/AR Lightning F3 5Sqn

© Wilfried Zetsche XP764/AR Lightning F3 5Sqn, Gütersloh (03.06.1983) Fünf Maschinen der 1 bis 5Sqn stehen hier in der richtigen Reihenfolge im Jahr 1983 beim Families Day bei der 3Sqn. Im Hintergrund erkennt man den Jaguar der 2Sqn und jeweils einen Harrier der 3 und 4Sqn. Der Harrier der 1Sqn ist weiter hinten abgestellt.

Lightning F6 der RAF 5Sqn

XS936/AB Lightning F6 5Sqn

© Erich Westersoetebier XS936/AB Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (02.10.1987) Einer der Teilnehmer am Families Day bei der 4Sqn war diese Lightning F6 der 5Sqn. Noch im selben Jahr wurde die Squadron aufgelöst und anschließend auf den Tornado F3 umgerüstet.

XS936/AB Lightning F6 5Sqn

© Wilfried Zetsche XS936/AB Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (02.10.1987) Diese Lightning F6 der "Fighting Fifth" steht auf einem Taxiway im Shelterbereich der 4Sqn. Später wurde sie an einen anderen Platz gezogen.

XS936/AB Lightning F6 5Sqn

© Wilfried Zetsche XS936/AB Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (03.10.1987) Heute würde sich wohl jeder Organisator eines Families Day über diese Teilnehmer in dieser Anzahl freuen. Drei Harrier der 233OCU, zwei niederländische F-16, zwei französische Mirage 5F, ein Jaguar der 2Sqn, ein Tornado der 20Sqn, zwei Lightning der LTF und 5Sqn, eine Phantom der 92Sqn, eine Hawk der 2TWU, eine Jet Provost der 1TWU und eine kanadische CF-18B waren willkommene Besucher. Es war gleichzeitig der letzte Besuch einer Lightning der 5Sqn, Ende 1987 wurde die Einheit aufgelöst.

XR761/AC Lightning F6 5Sqn

© Christian Hölscher XR761/AC Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (August 1983) Vom 25. bis 31. August 1983 flogen zwei Lightning F6 der 5Sqn mit den beiden Harrier-Squadrons Luftkampfmanöver. Während der gesamten Zeit herrschte tolles Wetter und Ostwind. Am Montag, dem 29.08.1983 war Bank Holiday, da tat sich auf der Basis wie üblich nichts.

XR761/AC Lightning F6 5Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XR761/AC Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (31.08.1983) Zwei Lightning F6 der 5Sqn traten Ende August 1983 wieder gegen die Gütersloher Harrier an. Im Gegensatz zur Version F3, die nur wenige Minuten im engen Kurvenkampf ihre Nachbrenner einsetzen konnte, war die F6 immerhin 30 bis 45 Minuten unterwegs. Außerdem machten die Piloten nach dem Einsatz meistens einige Durchstarts.

XR761/AC Lightning F6 5Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XR761/AC Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (31.08.1983) Die 5Sqn setzte die Lightning F6 bis Oktober 1987 ein, die letzte Einsatzstaffel mit dem Muster war allerdings die 11Sqn, die bis Ende April 1988 mit diesem klassischen Mach-2-Allwetter-Abfangjäger operierte.

XR759/AH Lightning F6 5Sqn

© Christian Hölscher XR759/AH Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (August 1983) Vom 26. bis 30. August 1983 flogen zwei Lightning F6 der 5Sqn gegen die Harrier das bekannte DACT. Zusammen mit der "AH" war die XR761/AC dabei und beide Lightning trugen die Red Top LFK an der Nase. Während des Bank Holidays am 29. August ruhte der Flugbetrieb komplett.

XR759/AH Lightning F6 5Sqn

© Thomas Westhoff-Düppmann XR759/AH Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (31.08.1983) Diese Lightning F6 stand während des DACT zusammen mit der "Alpha Charlie" in der alten Alarmstarthalle, so wie es die F2 und F2A der "Battle Flight" der 19 und 92Sqn elfeinhalb Jahre getan hatten. Das Flugzeug trägt hier die Red Top LFK.

XR758/AH Lightning F6 5Sqn

© Marcus Herbote XR758/AH Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (18.04.1985) Die 5Sqn war bis 1965 mit der Javelin FAW9 in RAF Geilenkirchen stationiert und für die Luftverteidigung der 2ATAF zuständig. Danach bekam die Einheit die Lightning F6 in Binbook zugewiesen und war eine von fünf für die britische Insel in der Luftverteidigung zuständigen Staffeln.

XR758/AH Lightning F6 5Sqn

© Marcus Herbote XR758/AH Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (18.04.1985) Zum Luftkampftraining kamen auch die 5 und 11Sqn aus Binbrook nach EDUO, um gegen die wendigen Harrier DACT zu üben. Schließlich lag das Gütersloh Harrier Wing an vorderster Front! Hier steht die F6 XR758/AH auf Bahn 09. Rechts steht übrigens der allgegenwärtige Starter Caravan.

XS899/AJ Lightning F6 5Sqn

© Marcus Herbote XS899/AJ Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (22.03.1985) Häufig kamen die Binbrooker Lightnings an Freitagen zu zweit nach Gütersloh, wie auch diese F6. Oft wurden sie dann beim Überfliegen der Basis in 10.000 bis 15.000 Fuß durch uns Spotter endeckt, insbesondere, wenn sich die Maschinen vor einer Hochnebeldecke abhoben. Nach einer Linkskurve und dem Sinkflug auf Platzrundenhöhe waren die Lightnings dann wenige Minuten später im Landeanflug. Bei Ostwind gab es diese "Vorwarnung" nicht, die Freude war aufgrund der besseren Fotomöglichkeiten ungleich höher!

XS935/AK Lightning F6 5Sqn

© Wieland Stolze XS935/AK Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (12.06.1987) Für die "Halbes-Jahrhundert-Feier" in Gütersloh kam diese Lightning F6 mit dem alten Staffelwappen der 5Sqn zu Besuch. Der jet verließ EDUO bereits am Wochenende - mit Kurs Dänemark, um dort bei der Air Show Skrydstrup teilzunehmen.

© Günter Grondstein XS935/AK Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (12.06.1987) Ein halbes Jahr nach Entstehen dieser Aufnahme war die Zeit der 5Sqn mit der English Electric Lightning endgültig vorbei. Genau 22 Jahre flog die Squadron das Muster von Binbrook aus. Danach operierte die Einheit mit dem Tornado F3 von Coningsby aus.

XS935/AK Lightning F6 5Sqn

© D. Lohmeyer XS935/AK Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (13.06.1987) Die Lightning "Alpha Kilo" flog am 13. Juni 1987 direkt von Gütersloh zur Air Show in Skrydstrup. Nach dem Start erfolgte ein Tiefflug mit anschließendem steilen Steigflug! Man erkennt hier die Bf109 von MBB bei einem Überflug im Hintergrund.

XS935/AK Lightning F6 5Sqn

© Christian Hölscher XS935/AK Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (19.07.1986) Zur selben Zeit, als zwei Maschinen der "Fighting Fifth" einen Weekendstop absolvierten, flogen zwei Chipmunk T10 der 2AEF (links im Hintergrund ist eine Maschine zu sehen) während eines kurzen Sommer-Camps Einsätze von Gütersloh aus. Diese Maschinen waren während des gesamten Wochenendes unterwegs.

XS936/AS Lightning F6 5Sqn

© Christian Hölscher XS936/AS Lightning F6 5Sqn, Gütersloh (19.07.1986) An einem Freitag kamen zwei Lightning F6 der 5Sqn aus RAF Binbrook und blieben über das Wochenende. Beide Flugzeuge wurden vom Cross-Servicing-Team in der üblichen Art und Weise abgedeckt und gesichert. Eher selten ist die fehlende Bewaffnung - weder Firestreak noch Red Top LFK sind an der Nase zu sehen. Samstags und an Sonntagen war immer auch mindestens eine Hercules (wie im Hintergrund zu sehen) am Boden.

Tornado F3 der RAF 5Sqn

ZE254/CA Tornado F3 5Sqn

© Wolfgang Greweling ZE254/CA Tornado F3 5Sqn, Gütersloh (05.05.1991) Die 5Sqn war vom 29. April bis 8. Mai 1991 mit sechs Maschinen zum DACT gegen die Gütersloher Harrier GR7 angetreten! Es war überhaupt das einzige Mal, dass F3 der "Fighting Fifth" zu einer Übung in EDUO waren.

ZG730/CC Tornado F3 5Sqn

© Wolfgang Greweling ZG730/CC Tornado F3 5Sqn, Gütersloh (05.05.1991) Dieses Bild entstand an einem Sonntag! Gleich sechs Tornado F3 waren am 30. April 1991 aus Coningsby nach Gütersloh zum DACT gekommen. Die anderen Maschinen waren die ZE254/CA, ZE257/CB, ZE762/CD, ZG731/CG und die ZG728/CI. Die Tornados blieben für ca. zehn Tage und wurden kurz danach durch vier kanadische CF-18A aus Söllingen abgelöst. Diese blieben vom 13. bis 16. Mai.

ZE762/CD Tornado F3 5Sqn

© Wolfgang Greweling ZE762/CD Tornado F3 5Sqn, Gütersloh (05.05.1991) Einer der sechs Tornado F3 der 5Sqn aus RAF Coningsby, die am DACT mit den Harrier GR7 teilnahm, war die ZE762. Als einzige Maschine trug die "CD" noch die alten Staffelmarkierungen. Die Zeit des F3 bei der RAF ist nun auch längst zu Ende.

ZE762/CD Tornado F3 5Sqn

© Marcus Herbote ZE762/CD Tornado F3 5Sqn, Gütersloh (Mai 1991) Der einzige Tornado F3 des Sechser-Schwarms mit den alten Staffelmarkierungen war die "CD". Alle anderen trugen die neuen oder gar unvollständige Staffelwappen. Der F3 hatte auch ohne Zusatztanks eine gute Reichweite.

ZG731/CG Tornado F3 5Sqn

© Marcus Herbote ZG731/CG Tornado F3 5Sqn, Gütersloh (Mai 1991) Das größte je mit Tornado F3 durchgeführte DACT fand im Mai 1991 statt. Die 5Sqn kam mit sechs F3 aus RAF Coningsby, um gegen die Harrier GR7 der 3Sqn und 4Sqn anzutreten.

© Markus Grunwald ZE759/CT Tornado F3 5Sqn, Gütersloh (15.04.1991) Im Mai 1991 sollte ein großes Luftkampftraining stattfinden, erstmals zwischen den Harrier GR5 und GR7 der Gütersloher Squadrons und den noch neuen Tornado F3. Zwei Tornado der 5Sqn in Coningsby kamen Mitte April zu einem kurzen Vorbesuch auf die Basis. Aufgrund der sehr guten Reichweite ohne Zusatztanks reisten die F3 bis auf einen ACMI-Pod clean an. Zu dieser Zeit änderte die "Fighting Fifth" ihre farbenfrohen Staffelmarkierungen in diese hier sichtbare karge Variante ab. Der ZE759 ging bereits am 28.09.1996 bei einem Absturz verloren.

ZE786/FM Tornado F3 5Sqn

© Markus Grunwald ZE786/FM Tornado F3 5Sqn, Gütersloh (15.04.1991) Obwohl mit dem Code "FM" der 25Sqn (RAF Leeming) am Leitwerk, war dieser Tornado bereits einige Wochen bei der 5Sqn im Einsatz. Zu dem Zeitpunkt wechselte die Squadron nach Ende des Golfkrieges gerade ihre Staffelmarkierungen, nur so ist es zu erklären, dass ein Besuch bei den Truppen in Deutschland völlig ohne die berühmten Abzeichen der "Fighting Fifth" durchgeführt wurde. Der Tornado steht hier mit vollem Nachbrenner im Abgasstrahl des bereits losgerollten ZE759/CT.

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