From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 55 Sqn - Royal Air Force

Royal Air Force - No 55 Squadron

Gastflugzeuge der Royal Air Force, No 55 Squadron (55 Sqn)

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Victor K1 der RAF 55Sqn

XA930 Victor K1 55Sqn und XH555 Vulcan B2 230OCU

© W. Herbote XA930 Victor K1 55Sqn und XH555 Vulcan B2 230OCU, Gütersloh (27.05.1967) Teil des Static Displays beim Open Day im Jahr 1967 waren diese beiden V-Bomber sowie einige Hunter FR10 (darunter die hier sichtbare XF438/E der 4Sqn) und mehrere Lightning F2 der 19Sqn. Der Victor flog früher als B1 bei der 15Sqn in Cottesmore.

XA930 Victor K1 55Sqn

© W. Herbote XA930 Victor K1 55Sqn, Gütersloh (27.05.1967) Zusammen mit zwei Vulcan kam dieser Victor zum Flugtag nach Gütersloh. Der grau-grüne Anstrich war bei den V-Bombern damals noch recht neu und erst Mitte der 60er Jahre eingeführt worden.

Victor K1A der RAF 55Sqn

XH590 Victor K1A 55Sqn

© Manfred Faber XH590 Victor K1A 55Sqn, Gütersloh (1968) Vor dem Hangar 2 in Gütersloh steht ein Victor-Tanker in Bereitschaft. Über das Wochenende war häufig eine Maschine in Gütersloh, um die Lightnings bei etwaigen Alpha-Scrambles aktiv zu untersützen.

© Günter Grondstein XH590 Victor K1A 55Sqn, Gütersloh (28.07.1972) Keine andere Einheit flog länger einen V-Bomber, als die 55Sqn. Sie war vom 1. September 1960 bis zum 15. Oktober 1993 mit dem Handley Page Victor ausgerüstet. Zunächst flog sie von September 1960 bis August 1966 die Version B1, von Oktober 1960 bis Mai 1965 die B1A, von Mai 1965 bis April 1967 die B(K)1A, später von Januar 1967 bis Juli 1975 die K1A und danach von Juni 1975 bis Oktober 1993 die K2.

XH590 Victor K1A 55Sqn

© Erich Westersötebier XH590 Victor K1A 55Sqn, Gütersloh (ca. 1974) Am 01.12.1958 ging dieser Victor als B1A in den Einsatz, bis zum 03.07.1975 flog die Maschine für die RAF, die nur knapp 17 Jahre Dienstzeit endeten bei der RAF Manston Fire School als "Brandopfer".

XH590 Victor K1A 55Sqn

© Erich Westersötebier XH590 Victor K1A 55Sqn, Gütersloh (26.04.1974) Four Armstrong Siddeley Sapphire ASSa.7 on final! Der Victor K1A enstand direkt aus der Bomber-Version B1A. Dieses war die mit dem Red Steer heckradarbestückte Variante der ersten Generation. Besonders interessant bei diesem Muster sind die im Heck liegende Luftbremse, die großen Landeklappen sowie der kurze Radstand mit dem "hängenden" Hauptfahrwerk. Für die fünfziger und sechziger Jahre mutet der Victor mit seinen Sichelflügeln und der einzigartigen Nase in der Tat wie ein "UFO" an, Flüge über Mach 1 sind theoretisch möglich und haben auch nachweislich stattgefunden!

XH650 Victor K1A 55Sqn

Archiv Christian Hölscher XH650 Victor K1A 55Sqn, Gütersloh (Juli 1973) Tankbereitschaft für die Battle Flight hat dieser Victor der 55Sqn aus RAF Marham. Diese Maschine ging im Februar 1976 zur Manston Fire School. Im Hintergrund erkennt man eine im Jahr 1972 außer Dienst gestellte Canberra B(I)8 der 16 Sqn. Diese Aufnahme enstand in der westlichen Dispersal Area, dem späteren HAS-Bereich der 4Sqn.

Victor B1A (K2P) der RAF 55Sqn

XH648 Victor B1A (K2P) 55Sqn

© Erich Westersötebier XH648 Victor B1A (K2P) 55Sqn, Gütersloh (Juni 1972) Lediglich sechs Victor B1A wurden zu Zwei-Punkt-Tankern (K2P) umgerüstet. Sie behielten damit die Möglichkeit, als Bomber eingesetzt zu werden. Heute steht genau diese Maschine im Imperial War Museum in Duxford, der Flug dorthin fand am 2. Juni 1975 statt. Im Hintergrund erkennt man eine Bristol Britannia und einige Wessex HC2.

XH648 Victor B1A (K2P) 55Sqn

© Wieland Stolze XH648 Victor B1A (K2P) 55Sqn, Gütersloh (April 1975) Am Freitag, den 18. April kam dieser Victor zur Unterstützung der Battle Flight nach Gütersloh und blieb wie gewöhnlich über das Wochenende. Die XH648 war nur einer von sechs umgerüsteten Zweipunkttankern mit der Zweitrolle als Bomber. Als Bomber flog die XH648 bei der 57Sqn in Honington, 15Sqn in Cottesmore und 57Sqn in Honington.

© Erich Westersötebier XH648 Victor B1A (K2P) 55Sqn Gütersloh (Mai 1975) Die einzigen Handley Page Victor Tanker mit der Zweitrolle als Bomber waren die sechs Maschinen der Version B1A (K2P). Neben der 55Sqn setzte auch die 57 und 214Sqn den Victor in den siebziger Jahren ein. Im Verhältnis zur Länge des Victor war der Radstand äußerst gering, wie man sieht.

Victor K2 der RAF 55Sqn

XL158 Victor K2 55Sqn

© Michael Brand XL158 Victor K2 55Sqn, Gütersloh (08.08.1989) Wohl dem Bremsschirmwart, der dieses Geknäuel aufsammeln darf! 110 Quadratmeter Seide musste der Wart zu seinem Glück nicht jeden Tag bewältigen! Fast immer nahmen Victor und Vulcan ihre Bremsschirme direkt mit zum Abstellplatz. Durch die Anordnung der Triebwerke schwebten sie dabei immer in der Luft.

XL160 Victor K2 55Sqn

© Erich Westersötebier XL160 Victor K2 55Sqn, Gütersloh (22.03.1976) Zu diesem Bild kann man sicher vieles schreiben oder einfach nur: "Ihre Majestät rollt zum Start!" Die nutzbare Länge von 2.252 Metern war für einen vollbeladenen Victor sicher eine kleine Herausforderung. Die vier starken Triebwerke mit jeweils 7.940 oder 9.090 kg Schub brachten das Flugzeug aber meistens ohne Probleme in die Luft. Einen der beiden "Kunden" sieht man bereits im Hintergrund anrollen - meistens flogen Lightning und Victor in der ADIZ längere Patrouillen. Routine im oftmals nicht immer kalten "kalten Krieg"!

XL161 Victor K2 55Sqn

© Christian Hölscher XL161 Victor K2 55Sqn, Gütersloh (11.06.1985) Nach Abzug der Lightnings Anfang 1977 verschwanden die Victor-Tanker aus dem ostwestfälischen Luftraum. Um so größer war die Aufregung bei Sichtung eines Victors im Anflug auf die 27 nach acht Jahren Abstinenz! Dieser war einige Tage in Wildenrath stationiert und machte einen einzelnen Durchstart, war im Osten noch tief, aber im Westen der Basis schon relativ hoch.

XL161 Victor K2 55Sqn

© Marcus Herbote XL161 Victor K2 55Sqn, Gütersloh (11.06.1985) Dieser 11. Juni 1985 galt und gilt bis heute als einer der "verrücktesten" Besucher-Tage in Gütersloh. Neben diesem Victor-Durchstart (der ersten nachgewiesenen Victor-Sichtung in Gütersloh seit dem Jahr 1977 überhaupt!) flogen nicht weniger als zehn 474TFW F-16 aus Nellis AFB einen Angriff, vier italienische G.91T der SVBAA und vier RF-4C aus Alconbury waren am Boden. Außerdem flog eine B-52H Stratofortress einen Angriff aus nordöstlicher Richtung auf die Basis! Das war eben das unerwartete an der jährlichen Übung "Central Enterprise".

© Pete Webber XL188 Victor K2 55Sqn Gütersloh (02.02.1988) Zwei Victor zusammen auf der Gütersloher Platte hat es lange nicht gegeben, der andere Tanker an dem Tag war die XL512. Es sollte auch einmalig bleiben. Am 2. November 1961 ging die XL188 als B2 in den Einsatz und flog zunächst bei der 232OCU, im Wittering Wing und bei der Victor Training Flight in Marham. Im Jahr 1966 kam die Modifizierung zur B2R als Blue Steel ASM Träger. Von April 1971 bis zum 25.06.1991 operierte die XL188 dann als K2 Tanker. Im September 1997 kam schließlich die Verschrottung.

XL189 Victor K2 55Sqn

© Erich Westersötebier XL189 Victor K2 55Sqn, Gütersloh (September 1975) Die Handley Page Victor standen für gewöhnlich abseits der anderen Besuchermaschinen in der westlichen Dispersal-Area - dem späteren Staffelbereich der 4Sqn. Erst im Januar 1975 waren der 55Sqn in Marham die ersten neu umgerüsteten Victor K2 zugelaufen. Sie lösten bis Juni 1974 die K1 und bis Juli 1975 die K1A der ersten Victor-Generation ab.

© Pete Webber XL512 Victor K2 55Sqn Gütersloh (02.02.1988) Die XL512 ging als Victor B2 im Jahr 1963 bei der No139Sqn in den Einsatz. Zusammen mit der 100Sqn bildete diese Einheit das Wittering Wing. Im Juni 1970 umgebaut zum K2 flog die Maschinen abwechselnd bei der 55 und 57Sqn.

XM715 Victor K2 55Sqn

© Marcus Herbote XM715 Victor K2 55Sqn, Gütersloh (12.08.1988) Die Victor aus RAF Marham waren in den 80er Jahren eher selten in EDUO anzutreffen. Die XM715 zieht hier mit voller Beladung und vier ohrenbetäubenden RR Conway unter entsprechender Anteilnahme der Gütersloher Spotter in den Himmel!

unid. Victor K2 55Sqn

© Erich Westersötebier unid. Victor K2 55Sqn, Gütersloh (ca. 1976) Alle paar Jahre wurde die Einflugschneise freigeschnitten, Bäume und Sträucher wurden gefällt um tiefe Anflüge, wie z. B. den dieses Victor K1A, zu ermöglichen und um auch die Sicht auf die anfliegenden Maschinen durch das ATC-Personal zu verbessern. Letztmalig geschah das im Jahr 1983 - auch der Wald im Südwesten der Basis wurde gefällt, da wo bis in die 70er Jahre sogar noch ein Bauernhof stand. Man beachte hier auch die geduckt sitzende Person im Anflug!

Dominie T1

© Axel Saal XS728/E Dominie T1 55(R)Sqn, Gütersloh (30.01.2002) Am 1. November 1996 wurde die Navigation Squadron der 3FTS in RAF Cranwell in No55(Reserve) Squadron umbenannt. Gelandet ist diese Dominie am 29. Januar, man sieht sie hier nach ihrem Nightstop. Bei einem Besuch in Cranwell konnte man immer vier bis sechs der Dominies am Tag sehen. In Dienst gestellt wurde die XS728 bereits am 23.11.1965!

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