From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: RAE - Royal Air Force

Royal Air Force - Royal Aircraft Establishment

Gastflugzeuge der Royal Air Force, Royal Aircraft Establishment (RAE)

A&AEE | Übersicht | ETPS

Andover C1mod

© Marcus Herbote XS646 Andover C1 (mod) RAE Farnborough, Gütersloh (September 1984) Diese Andover C1 (mod) der RAE startet im September 1984 zu ihrem Rückflug nach Großbritannien. Diese Turboprop-Maschine war ein relativ häufiger Gast in Gütersloh. Die XS646 ersetzte nach Außerdienststellung der Varsity T1 WL679 diese Maschine und bekam daraufhin in ihrer Nase eine Infrarot-Kamera installiert.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 XS646 Andover C1mod RAE Farnborough Gütersloh (März 1990) In den den Jahren 1989 bis 1991 gehörte die XS646 aus Farnborough sicher zu den häufigsten RAE-Besuchern. Hier trägt sie bereits die später modifizierte Nase mit der Infrarotkamera, die nach der Ausphasung der Varsity WL679 eingebaut wurde.

BAC 1-11

© Marcus Herbote XX105 BAC 1-11 srs 201AC RAE Bedford, Gütersloh (September 1985) Diese BAC 1-11 der RAE Bedford war häufiger in Gütersloh anzutreffen. Das Ungewöhnliche an dieser vierten produzierten 1-11 ist zweifellos die gelbe Unterseite. Man sieht hier das Flugzeug im Jahr 1985 beim Ausrollen auf der Landebahn. Seltener war dagegen die BAC 1-11/479 ZE432 der ETPS und die ZE433 der RAE Bedford in Gütersloh zu sehen.

© Wilfried Zetsche XX105 BAC 1-11 srs 201AC DRA Bedford, Gütersloh (ca. 1991) Hier befindet sich die BAC 1-11 XX105 im Endanflug auf Gütersloh. Die Maschine trägt bereits den späteren Schriftzug „Defence Research Agency“. Bei längeren Aufenthalten von RAE-Flugzeugen in Gütersloh diente die One Eleven häufig mit Transport- und Verbindungsflügen zur Untersützung der Besatzungen der Hunter, Canberra, Varsity und Viscount.

© Thomas Westhoff-Düppmann XX919 BAC 1-11 srs402Aap RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1982) Die BAC 1-11 erfreute sich auf dem zivilen Markt großer Beliebtheit, militärische Nutzer beschränkten sich auf Brasilien, den Oman, die Phillipinen und Australien sowie die Flugzeuge der RAE bzw. DRA und ETPS. Dazu kamen einige Flugzeuge bei Regierungsflotten.

© Wilfried Zetsche XX919 BAC 1-11 srs. 402Aap RAE Farnborough, Gütersloh (20.10.1982) Diese BAC 1-11 flog ab April 1966 fünfeinhalb Jahre für die Philippine Air Lines bevor die Maschine vom britischen Verteidigungsministerium zurück gekauft wurde. Ab Mai 1974 war sie dann für die RAE Farnborough im Einsatz. Diese Aufnahme wurde am 20. Oktober 1982 gemacht und zeigt die BAC 1-11 in ihrem ursprünglichen weiß-blau-grauen Anstrich kurz vor dem Start in Gütersloh. In den neunziger Jahren wurde das Flugzeug unter anderem für Sonarbojenversuche eingesetzt.

© Meinolf Kraßort ZE433 BAC 1-11/479FU RAE Bedford, Gütersloh (November 1988) Die fliegenden Einheiten der RAE und ETPS, die direkt dem Ministry of Defence unterstehen, flogen und fliegen einige One-Eleven der verschiedensten Versionen. Die ZE433 war in ihrem ersten Leben bei Air Pacific auf den Fiji unterwegs!

Beverly C1

© Erich Westersötebier XB259 Beverly C1 RAE Farnborough, Gütersloh (September 1971) Als erste Beverly der Serie C1 wurde die Maschine am 29.01.1955 von Brough aus geflogen. Das Flugzeug flog in ihrer gesamten Karriere bei der RAE (unterbrochen von wenigen Monaten bei der ETPS) und wurde erst Ende 1972 aus dem Dienst gezogen. Nach einem kurzen Ausflug bei der zivilen "Court-Line" Airline flog der Transporter am 30.03.1977 zum letzten Mal. Als einzige noch existierende Beverly C1 steht das Flugzeug heute im Army Museum of Transport in Beverly/Yorkshire!

Buccaneer S1

© Wolfgang Lohmann XN923 Buccaneer S1 RAE West Freugh, Gütersloh (Juli 1969) Von ihrem ursprünglichen Nutzer, der Royal Navy, trägt diese hier für die RAE im Einsatz stehende Buccaneer der ersten Generation noch das Anti-Flash-Finish für die Strike-Verbände. Bei der Fleet Air Arm hatte die Bucc unter anderem die nukleare Angriffsaufgabe zu erfüllen. Die XN923 war die zweite im Jahr 1958 gebaute S1 des ersten Bauloses von 40 Flugzeugen, damals noch in Auftrag gegeben durch das Ministry of Aviation, welches dem Luftfahrtminister unterstand!

© Erich Westersötebier XN923 Buccaneer S1 RAE West Freugh, Gütersloh (Juli 1969) Im Auftrag der RAE West Freugh wurde die XN923 bei Waffenversuchen eingesetzt. Später ging die Maschine zurück zum Hersteller, danach flog sie bei der A&AEE. Die Buccaneer S1 unterschied sich durch die erheblich geringenen Durchmesser ihrer Lufteinläufe von der späteren S2, die beiden Triebwerke vom Typ Bristol Siddeley DGJ.2 leisteten lediglich 3.100 kg Schub. Hier wird die Maschine von einer Lightning der 92Sqn "beschattet".

Canberra B6

© Meinolf Kraßort WH953 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (Oktober 1988) Hier startet die WH953 am 03.10.1988 zurück in Richtung Bedford. Diese Canberra B6 wurde zu verschiedenen Radar-Tests eingesetzt. Seit dem 02. Februar 1955 bis zu ihrer Außerdienststellung in den neunziger Jahren flog das Flugzeug bei der Erprobungsflotte. In Gütersloh war die Maschine nur einmal in den achtziger Jahren zu sehen.

© Markus Remfert WH953 Canberra B6 RAE Bedford , Gütersloh (Oktober 1988) Nur ein einziges Mal fand Canberra B6 WH953 der RAE Bedford (vormals unter der RSRE Bedford) den Weg nach Gütersloh. Dies geschah am 3. Oktober 1988 bei leider recht schlechtem Wetter. Ihre ungewöhnliche Nase bekam die Maschine bereits im Jahr 1959 verpasst. Man erkennt auf dieser Aufnahme sehr gut die ausgefahrenen Bremsklappen während der Landung auf der britischen Basis.

© Meinolf Kraßort WK163 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (Oktober 1982) Kurz vor der Landung in Gütersloh wurde dieses Foto der Canberra B6 WK163 im goldenem Oktoberwetter des Jahres 1982 geschossen. Bei Sonne kommt das typische „Natural Metal Finish“ der „goldenen Fünfziger“ ganz besonders gut heraus. Wenige Jahre später bekam die Maschine die rot-weiß-blaue Bemalung, die sicher nicht weniger attraktiv aussieht.

© Erich Westersötebier WK163 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (20.10.1982) Im Hintergrund der WK163, die am 28. August 1957 einen Höhenweltrekord mit 70.310 Fuß erflogen hat, rollt die NF-5B K-4024 der 316Sqn an. Der Oktober 1982 machte durch sehr viele Gastmaschinen von sich reden, u. a. gab es ein Luftkampftraining mit Lightnings und Hawks, die RAE war mit mehreren Maschinen am Platz und jeden Tag waren zahlreiche Fighter unten.

© Wilfried Zetsche WK163 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (Oktober 1982) Hier sieht man Canberra B6 WK163 der RAE Bedford kurz vor dem Start von Bahn 27 in Gütersloh. Diese Maschine hatte 1957 einen Höhenweltrekord über 70.000 Fuß aufgestellt und trägt hier noch den ursprünglichen silbernen Anstrich der fünfziger Jahre. Diese Canberra weilte vom 11.10. bis 22.10.82 in Gütersloh und wurde zeitweise bei ihren Erprobungsflügen von zwei Hunter T7 (WV383 und XF321) unterstützt.

© Wieland Stolze WK163 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (Dezember 1984) Das "Rasberry Ripple Scheme" der fliegenden Einheiten des britischen Ministry of Defence war in der Fliegerei immer einzigartig. Bis Anfang der 80er Jahre flogen die meisten Flugzeuge und Hubschrauber der RAE, ETPS und A&AEE noch in ihrem ursprünglichen "Dienstanstrich".

© Wilfried Zetsche XH169 Canberra PR9 1PRU, WK163 Canberra B6 RAE & XT661 Viscount 838 RSRE, Gütersloh (02.12.1984) Diese Aufnahme zeigt zwei Maschinen der RAE, die am 02.12.1984 (einem Sonntag!) zusammen mit einer Canberra PR9 (XH169) der 1PRU (Photo Recconnaissance Unit) aufgenommen wurden. Ende 1984 waren einige Maschinen der RAE für mehrere Tage zu Forschungszwecken in Gütersloh stationiert.

© Thomas Westhoff-Düppmann WK163 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (Dezember 1984) Im Hintergrund der zum Start rollenden Canberra fliegt die Viscount XT661 gerade Richtung ihres Einsatzgebietes davon - in nördlicher Flugrichtung und mit einer folgenden Kursänderung vermutlich an die innerdeutsche Grenze. Die Canberra wird ihr in wenigen Minuten folgen.

© Erich Westersötebier WK163 Canberra B6 RAE Bedford , Gütersloh (Dezember 1984) Teil eines größeren Detachments der RAE war die WK163. Im Durchschnitt flogen die Maschinen eine Mission am Tag und blieben dabei für einige Stunden in der Luft.

© Christian Hölscher WK163 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (Dezember 1984) In den 80er Jahren lohnte es sich auch, mal länger "zu spotten". Hier landet bei Ostwind und tiefstehender Dezember-Sonne die Canberra WK163 der RAE Bedford. Bis 1983 war die Maschine noch in silbernem Natural Metal Finish zu sehen.

© Wieland Stolze WK163 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (Dezember 1984) Ursprünglich eine Canberra B2 wurde die WK163 nach einer Modifizierung auch als B2/6 oder B6 mod bezeichnet. Bis Anfang der achtziger Jahre flog die Maschine noch in ihrem ursprünglichen Natural Metal Finish.

© Erich Westersötebier WT212 Canberra B6 RAE/IAM, Gütersloh (September 1969) Aus den Zeiten, wo die Maschinen des Royal Aircraft Establishment noch nicht im "Rasberry Ripple Scheme" flogen, stammt diese Aufnahme. Die WT212 gehörte zu einem besonderen Teil der RAE, dem Institute of Aviation Medicine.

© Christian Hölscher XH567 Canberra B6 RAE Bedford, Gütersloh (September 1984) Nach ihrem Bau in Preston ging die XH567 direkt an das Ministry of Aircraft und kurze Zeit später an die RAE. In Gosport nahm sie an der Erprobung verschiedener Torpedos teil. Ab 1957 zurück in Bedford/Thurleigh war der Jet unter anderem bei den wichtigen Tests für das Seitensichtradar der TSR.2 im Einsatz.

Canberra B(I)8

© Axel Saal WT327 Canberra B(I)8 RAE Bedford, Gütersloh (Dezember 1984) Obwohl es sich bei der Canberra WT327 eigentlich um eine Maschine der Version B(I)8 handelt, trägt dieses Flugzeug die Nase einer Canberra B2. Während des Besuchs in Gütersloh am 4. Dezember 1984 war die „Old Lady“ im Auftrag der RAE Bedford unterwegs. Im Jahr 1991 wurde die Maschine schließlich aus dem Dienst gezogen.

© Erich Westersötebier WT327 Canberra B(I)8 RAE Bedford, Gütersloh (Dezember 1984) Auch wenn diese Canberra eine B(I)8 ist, vermisst man bei ihr das tropfenartige Fighter-Cockpit dieser Version, so wie es auch die PR9 trägt. Vor lauter Rasberry-Ripple erkennt man auf dieser Aufnahme kaum die Flightline!

© Marcus Herbote WT327 Canberra B(I)8 RAE Bedford, Gütersloh (05.12.1984) Obwohl es sich bei der Canberra WT327 eigentlich um eine Maschine der Version B(I)8 handelt, trägt dieses Flugzeug die Nase einer Canberra B2 bzw. der Nachfolgeversion B6. Im Bombenschacht hat das Flugzeug sicher eine umfangreiche Test- und Erprobungseinrichtung eingebaut.

© Thomas Westhoff-Düppmann WT327 Canberra B(I)8 RAE Bedford, Gütersloh (05.12.1984) Die Zeiten, in denen die RAE bzw. DRA des britischen MoD über interessante Flugzeug- und Hubschraubermuster verfügt sind leider längst vorbei. Die sicher geheime Testausrüstung scheint hier hinter der weißen Verkleidung des Bombenschachts zu liegen. Diese Canberra folgte der Viscount XT661 bei diesem Einsatz nur wenige Minuten später - Richtung Nordosten!

Canberra T4

© Holger Hartwig WJ992 Canberra T4 RAE Bedford, Gütersloh (19.02.1991) Eine der seltenen Maschinen des Jahres 1991 in Gütersloh war diese Canberra T4, die im Dienst der RAE Bedford stand. Man erkennt hier hinter dem linken Triebwerk die Rauchspuren des AVPIN-Starters! Ursprünglich war die WJ992 als B2 gebaut worden, flog aber lediglich bei der 76Sqn in Wittering. Umgebaut zur T4 ging das Flugzeug am 17.01.1957 zur RAE.

© Holger Hartwig WJ992 Canberra T4 RAE Bedford, Gütersloh (19.02.1991) Eine seltene Maschine wie die Canberra T4 WJ992 der RAE bei Sonnenschein im Schnee zu fotografieren ist sicher einzigartig - hier ist es dem Fotografen einmal gelungen! Glückwunsch!

Comet 4

© Axel Saal XV814 Comet 4 DRA Farnborough, Gütersloh (09.12.1992) Die Bugradklappe voll von Aufklebern ihrer Landeplätze - so kam die XV814 bei ihrem letzten Besuch am Gütersloher Tower vorbei gerollt. Lediglich dreimal war dieses fliegende Labor im Zeitraum von 1982 bis 1992 auf Gütersloher Boden. Der Himmel war Ende des Jahres bedeckt, die Maschine blieb von 9.45 bis 11.18 Uhr auf der Basis. Keine 19 Stunden zuvor, am 8. Dezember, war die Comet 4C XS235 "Canopus" der A&AEE von 14.14 bis 14.50 Uhr ebenfalls zu Besuch! Die beiden letzten britischen militärisch registrierten de Havilland Comet waren somit innerhalb von 24 Stunden auf Gütersloher Boden - nach 36 Jahren ein Abschied für immer von diesem Typ!

Dakota C3

© Wilfried Zetsche ZA947 Dakota C3 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1982) Hier sieht man Dakota C3 ZA947 kurz vor dem Losrollen zum Start. Die Aufnahme entstand im Oktober 1982 und zeigt die Maschine in einem weiß-grauen Anstrich mit einem blauen Streifen. Die Dakota gehört unter den Luftfahrtenthusiasten wohl zu den beliebtesten Flugzeugen, die Maschine ist trotz ihres Alters schier unverwüstlich!

© Wilfried Zetsche ZA947 Dakota C3 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1982) Im Herbst 1982 war die Dakota ZA947 für acht Tage in Gütersloh zu Gast. Sie flog mehrere Einsätze und steht hier auf der großen Flightline. Dieses Flugzeug war bei der RAE Farnborough hauptsächlich für Langsamflugtests (z. B. mit Fallschirmspringern) und für allgemeine Transportaufgaben im Einsatz.

© Wilfried Zetsche ZA947 Dakota C3 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1982) Ein echtes Unikat, wie seinerzeit so viele Maschinen bei der RAE, war die vormals bei der kanadischen Luftwaffe im Einsatz gewesene Douglas Dakota. Die Maschine kam mit der RCAF nach Europa und wurde 1971 von den Briten gekauft.

© Wilfried Zetsche ZA947 Dakota C3 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1983) Im Jahr 1983 bekam die ZA947 ihren „Raspberry Ripple“-Anstrich verpasst. Hier steht die Dakota im gleichen Jahr auf der Gütersloher Basis. Leider hatte das Flugzeug am 08.08.1989 in Großbritannien durch das Versagen des linken Fahrwerkbeins einen Unfall, was eine schwer beschädigte Tragfläche zur Folge hatte. Die Dakota konnte aber repariert werden und war bis Anfang 1993 für die RAE bzw. DRA im Einsatz.

Archiv Günter Grondstein ZA947 Dakota C3 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1983) Diese Dakota wurde bereits im März 1942 gebaut und ging an die US Army Air Force. Von September 1942 bis 1971 flog sie als "661" bei der Royal Canadian Air Force und kam mit ihr nach Europa. Das RAE kaufte die Dakota dann und setzte sie als KG661 ein. Dort wurde sie unter anderem beim Absetzen von Sonarbojen und Fallschirmspringern eingesetzt. Nachforschungen ergaben, dass die eigentliche Dakota KG661 bereits viel früher Opfer eines Absturzes war. Daher erhielt die Maschine eine neue und späte Seriennummer - ZA947.

© Marcus Herbote ZA947 Dakota C3 RAE Farnborough, Gütersloh (07.07.1986) Diese Dakota C3 flog früher bei der kanadischen Luftwaffe und trug dort die Kennzeichen RCAF661 und KG661. Im Mai 1971 ging die Maschine an die RAE. Nach der Reparatur infolge einer Bruchlandung wurde das Flugzeug an die Battle of Britain Memorial Flight weitergegeben, wo sie auch heute noch fliegt.

Devon C2

© Archiv Marcus Herbote XA880 Devon C2 RAE Llanbedr, Gütersloh (05.09.1989) Die Air Transport Flight der RAE Farnborough setzte in den frühen 80er Jahren noch insgesamt vier Devon C2 ein. Die Maschinen begannen ihren Einsatz bei der Forschungseinheit in den 50er Jahren und wurden ab Februar 1986 durch die Piper Navajo Chieftain ersetzt. Diese Devon C2 gehört dagegen zur RAE Llanbedr in Wales und kommt hier am 5. September 1989 zur Landung rein.

© Martin Fox XA880 Devon C2 RAE Llanbedr, Gütersloh (05.09.1989) Nur in den wenigsten Fällen konnte man auf der Gütersloher Flightline eine Maschine alleine ablichten. Bei dieser Devon des Royal Aircraft Establishment erkennt man eine Phantom FGR2 der 19Sqn im Hintergrund. Dieser Besuch einer D.H. Devon war mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte dieses Musters in Gütersloh. Der letzte Besuch einer Devon C2 der 207Sqn fand Anfang 1984 statt. Die Basis Llanbedr in Wales wurde im Jahr 2004 geschlossen.

Hercules W2

© Marcus Herbote XV208 Hercules W2 RAE Farnborough/MRF, Gütersloh (31.01.1990) Nur wenige Male fand die Hercules W2 der Meteorological Research Flight (MRF) der RAE Farnborough den Weg nach Gütersloh, so wie hier am 31. Januar 1990. Die XV208 diente anfangs bei der 48Sqn der RAF in Changi/Singapur. Nach umfangreichen Modifikationen inklusive einer „Pinocchio-Nase“ ging die Hercules am 03.01.1974 an die MRF. Das ursprüngliche Nasen-Wetterradar war in einem Behälter über dem Cockpit eingebaut. Diese Maschine erhielt nie eine rot-weiß-blaue Bemalung, die MRF hatte das Flugzeug quasi nur „gemietet“.

Hunter T7

© Wilfried Zetsche WV383 Hunter T7 RAE Farnborough (Oktober 1983) Diese Hunter flog vom 20. bis 31. Oktober mehrere Missionen von RAF Gütersloh aus. Zusätzlich fanden auch Viscount XT661 und Varsity T1 WL679 den Weg auf die Basis. Später kam dann noch die Dakota C3 ZA947 aus Farnborough hinzu und alle vier Maschinen machten diese zwei Wochen zu einem ganz besonderen Erlebnis.

© Thomas Westhoff-Düppmann WV383 Hunter T7 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1982) Eine der größten Verlegungen der RAE war im Oktober des Jahres 1982 zu beobachten. So fanden insgesamt zwei Hunter T7 (WV383 und XF321), eine Canberra B6 (WK163) und die Dakota C3 ZA947 im Zeitraum 4.- 26.10. den Weg nach Gütersloh.

© Christian Hölscher WV383 Hunter T7 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1983) Die ersten Varianten der Hunter hatten noch keinen Bremsschirm, ab den Versionen F6 und T7 war das aber vonnöten. Die im Vergleich schwereren Maschinen sollten vorm Risiko einer Fangnetzlandung bewahrt bleiben, wenn die Piloten z.B. wegen Aquaplaning oder einem schlechtem Bremsverhalten die Flugzeuge nicht rechtzeitig zum Stehen brachten. Die WV383 war in ihrem ersten Leben eine F4, nach einer Wheels-up-Landung wurde sie repariert und auf den Standard der T7 gebracht. Bei der RAF Germany flog sie bei der 4Sqn, bei der Far East Air Force bei der 28Sqn in Hong Kong und bei der 20Sqn in Tengah. Erst am 21.07.1971 kam sie zur RAE.

© Erich Westersötebier WV383 Hunter T7 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1983) Eines der größten Detachments des Royal Aircraft Establishment fand im Herbst 1983 statt. Unter den teilnehmenden Maschinen befand sich diese schmucke Hunter, die hier nach der Landung zum Abstellplatz rollt. Hier erkennt man gut die geöffneten Bremsschirmklappen oberhalb des Triebwerkauslass.

© Wolfgang Lohmann XF321 Hunter T7 RAE Bedford, Gütersloh (Juli 1968) Vor der Vereinheitlichung des Anstrichs der fliegenden MoD-Einheiten mit dem Rasberry Ripple Scheme flogen die meisten Flugzeuge und Hubschrauber dieser Verbände in ihrer ursprünglichen Bemalung der Kampf- und Trainingsstaffeln. Bis 1967 war die XF321 noch bei der kombinierten 8/43Sqn in RAF Khormaksar im Dienst. Der Trainer stürzte am 27.07.1984 in den Händen der RAE ab.

HS748 srs107

© Thomas Westhoff-Düppmann XW750 HS748 srs107 RAE Bedford, Gütersloh (30.11.1984) Ehemals Teil der Blind Landing Experimental Unit war die Hawker Siddeley 748 später hauptsächlich für Verbindungs- und Transportflüge im Dienst des RAE zuständig. In dieser Funktion war die ehemals zivile Maschine mehrfach auf der Basis zu sehen.

© Thomas Westhoff-Düppmann XW750 HS748 srs107 RAE Bedford, Gütersloh (30.11.1984) Im Januar 1970 wurde diese HS.748 ausgeliefert. Die Hawker Siddeley 748 der Serie 1 wurden durch zwei 1.740 Wellen-PS Rolls-Royce R.Da.6 Dart Mk 514 angetrieben.

© Christian Hölscher XW750 HS748 srs107 RAE Bedford, Gütersloh (Dezember 1984) Das Royal Aircraft Etablishment untersteht direkt dem britischen Ministry of Defence. Die Einheit verfügte in den 80er und 90er Jahren noch über ein riesiges Arsenal an Jets, Hubschraubern, und Transportern - meistens waren es Einzelstücke, die zu Testzwecken modifiziert wurden, um Neuentwicklungen, wie z.B. Radar, Waffen, etc. zu testen. Diese startbereite HS748 auf Runway 09 war in Ihrem ersten Leben zivil (G-ASJT) und ging nach dem Militärdienst wieder in den zivilen Bestand über (N748D), wurde aber am Zielort nur noch als Ground Instructional Airframe genutzt.

© Meinolf Kraßort XW750 HS748 srs107 RAE Bedford, Gütersloh (1989) Kurz vor der Landung sieht man hier die HS748 srs107 XW750 der RAE Bedford. Dieses Flugzeug bekam erst im Jahr 1986 die rot-weiß-blaue Bemalung und flog vorher innerhalb der RAE Bedford in der Blind Landing Experimental Unit. In Gütersloh war die HS748 je zweimal im Jahr 1984 und 1989 zu Besuch, diese Aufnahme entstand im Jahr 1989. Das Flugzeug dient unter anderem auch für Verbindungs- und Transportflüge.

Shackleton T4

© Willy Metze VP293 Shackleton T4 RAE Farnborough, Gütersloh (23.09.1971) Diese Shackleton T4 der RAE war 1971 für ca. eine Woche in Gütersloh stationiert, laut Augenzeugen ist das Flugzeug bei Alfeld ca. 50km südlich von Hannover mehrfach durch das Leinetal geflogen. Vermutlich hing die Übung mit besonderen System-Tests an der innerdeutschen Grenze zusammen! Diese Maschine war vor ihrem Umbau eine MR1 und im Dienst verschiedener Einsatzstaffeln. Es war einer der wenigen Besuche einer Avro Shackleton in Gütersloh überhaupt!

Varsity T1

© Günter Böckmann WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (ca. 1963) Bereits im Januar 1954 ging diese Varsity an die Radio Flight der RAE Farnborough und flog dort viele Jahre. Insgesamt 163 Varsity T1 wurden als Ersatz der Wellington T10 ab dem Jahr 1953 für die Trainingsverbände eingeführt.

© Jeff Bell WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (1982) Bis auf diese eine Varsity T1 wurden alle Navigationstrainer des Typs im Jahr 1976 aus dem Dienst genommen. Die WL679 flog noch bis zum Jahr 1992 weiter und war regelmäßiger Gast in EDUO. Heute steht sie im RAF Museum. William Garrett hatte seinerzeit das Glück, einen Flug mit der mit Nachtflugausrüstung ausgestatteten Varsity WL679 zu machen. Er berichtet, wie die Maschine tief über die britischen Kasernen in Minden/Westfalen flog und Panzer und sonstige Ausrüstung gut zu sehen war. Kurz vor der Landung in Gütersloh bat der Pilot darum, die Beleuchtung der Landebahn, der Taxiways und der Hangars auszuschalten - die Maschine landete für Augenzeugen in völliger Dunkelheit auf der Basis - für die Besatzung in Tageshelligkeit!

© Erich Westersötebier WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1983) In den 60er und 70er Jahren flogen noch zahlreiche Varsity bei den Trainingsverbänden der RAF. Dieses Unikat war die letzte Maschine der Baureihe im Dienst der Briten. Der Name Varsity leitet sich aus dem Wort "University" ab, ein Hinweis auf die Trainingsaufgabe des Flugzeugs.

© Wilfried Zetsche WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1987) Die Varsity T1 der RAE Farnborough rollt hier im Oktober 1987 nach der Landung zurück auf ihren Abstellplatz in Gütersloh. Diese Varsity war bis zu ihrer Außerdienststellung im August 1991 die letzte noch fliegende Maschine dieses Musters weltweit! Ein Jahr später wurde sie nach 37 aktiven Jahren an das Cosford Aerospace Museum überstellt. Ein würdiger Ruheplatz für eine alte Dame!

© Wilfried Zetsche WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1987) Auch ein aktiver Flugplatz wie Gütersloh kommt einmal zur Ruhe! Hier steht Varsity T1 WL679 an einem Oktober-Wochenende im Jahr 1987 auf der großen Gütersloher Flightline. Im Hintergrund ist Chinook HC1 ZA672/BH der damals hier stationierten 18Sqn zu erkennen. Im Mai 1988 wurde dieser bei einem tragischen Unglück in Hannover ein Totalverlust.

© Wilfried Zetsche WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (Oktober 1990) Der letzte Besuch der Varsity T1 erfolgte im September 1990. Während ihrer Aufenthalte in Gütersloh flog die Maschine verschiedene Einsätze und war bei Luftfahrenthusiasten besonders wegen ihrer zwei lauten Kolbenmotoren beliebt. Ganz besonders schön anzusehen waren die zahlreichen tiefen Überflüge während eines Besuches im Jahr 1987.

© Dirk Hartmann WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (Herbst 1990) Besonders die niedrigen "Angriffe" der altehrwürdigen Varsity auf Rapier-Einheiten waren gern gesehene Höhepunkte in Gütersloh. Über die getesteten Systeme kann nur spekuliert werden. Das Flugzeug war im Jahr 1990 vom 18.9. bis 4.10. auf der Basis.

© Dirk Hartmann WL679 Varsity T1 RAE Farnborough, Gütersloh (Herbst 1990) In den achtziger Jahren war die Varsity ein echtes Unikat. Die WL679 war die letzte Maschine dieses Trainingsflugzeugs, das bei den Briten im Einsatz war.

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