From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Esk 723 - Royal Danish Air Force

Kongelige Danske Flyvevåbnet - Eskadrille 723

Gastflugzeuge der Kongelige Danske Flyvevåbnet, Eskadrille 723 (Esk 723)

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F-104G / TF-104G

© Jeff Bell R-340 F-104G Esk 723, Gütersloh (Februar 1980) Zusammen mit einem CF-104D-Doppelsitzer (RT-667) steht der Besuch aus Aalborg im sonnigen Winterlicht auf der großen Platte. Der "neuere" Anstrich war nicht ganz so korrosionsanfällig wie das frühe Olivgrün. Erst am 15. September 1966 liefen der Esk 723 die ersten F-104G zu und lösten damit die F-86D Dog Sabre ab. Nach 4.200 Flugstunden flog die R-340 am 24.04.1986 letztmalig in Dänemark und wurde später nach Taiwan verschifft - für weitere Flugstunden!

© Axel Saal R-346 F-104G Esk 723, Gütersloh (Sommer 1967) Auf nur 735 Flugstunden brachte es die R-346 bis zu ihrem Absturz am 07.10.1969. Für vier Jahre im Dienst ist das eine stattliche Zahl. Der Klarstand war recht gut, sicher auch ein Grund für die recht niedrige Ausfall- und Unfallquote waren die fast ausschließlichen Einsätze in der Luftverteidigungsrolle. Das recht moderne North American Search and Ranging Radar (NASARR) des Starfighter war hervorragend für den Terrainfolgeflug und die Höhen- und Abstandsmessung geeignet.

© Erich Westersötebier R-346 F-104G Esk 723, Gütersloh (September 1968) Es ist schon seltsam, 42 Jahre nach dem Entstehen einer Aufnahme diese zu zeigen, vor allem, wenn das Flugzeug ein Jahr danach abgestürzt ist! Die R-346 ging am 7. Oktober 1969 als erster dänischer Starfighter in Tirstrup durch Absturz verloren - eine Starfighter-Krise wie in Deutschland hat es in Dänemark aber nie gegeben. Die F-104 zeigt sich hier in dem ursprünglichen grauen Tarnkleid mit silbernem Heck und weißen(!) Tragflächen. Üblicherweise trägt der Starfighter die für die Dänen normalen Katamaranträger unter dem Rumpf und rollt hier an einem dunstigen Sommertag Richtung Bahn 09.

© Axel Saal R-347 F-104G Esk 723, Gütersloh (Sommer 1967) Nicht weniger als vier dänische F-104G landeten an diesem Tage in Gütersloh. Die Esk 723 in Aalborg bekam ihre ersten drei F-104G am 8. Januar 1965, dem vierzehnten Jahrestag der Staffel, zugewiesen. Der damalige Staffelchef der Einheit war mit Major H.V. Hansen ein sehr erfahrener Pilot. 12 F-104G und zwei TF-104G gehörten zum Anfangsbestand der Eskadrille 723.

© Axel Saal R-347 F-104G Esk 723, Gütersloh (Sommer 1967) Die Esk 723 F-104 bekam ab Januar 1965 die folgenden F-104G zugewiesen: R-340, R-341, R-346, R-347, R-348, R-349, R-645, R-699, R-753, R-755, R-756, R-759 und die TF-104G RT-681 und 682. An die NATO konnte die Einheit mit ihren beiden Flights A und B aber erst am 15. September 1965 combat ready gemeldet werden.

© Axel Saal R-349 und R-347 F-104G Esk 723, Gütersloh (Sommer 1967) Erst im Sommer 1969 bekamen diese beiden dänischen Starfighter ihren olivgrünen Anstrich. Staffelabzeichen wurden von den F-104-Einheiten der Dänen anfangs nicht getragen, dafür sticht die dänische Flagge am Leitwerk besonders heraus. Insbesondere nach der Einführung der Lightning in Gütersloh kamen die Luftverteidigungsstaffeln der NATO-Verbündeten häufiger zu Besuch. Der eingedrückte Bugradstoßdämpfer, wie hier zu sehen, war beim Starfighter ein Zeichen für volle Tanks.

© Erich Westersötebier R-699 F-104G Esk 723, Gütersloh (September 1975) Alle vier F-104G der Aalborger Esk 723 stehen hier in Reih und Glied. Die Starfighter waren vom 04. bis 13.09. zu einem Staffelaustausch bei der 92Sqn und stehen somit vor deren Hangar 2 und 3. Kurze Zeit später kamen vier norwegische F-104 zur 19Sqn und ließen so den Güterloher Himmel für insgesamt drei Wochen "heulen".

© Wieland Stolze R-699 F-104G Esk 723, Gütersloh (September 1975) Einer der vier dänischen F-104G zum Staffelaustausch mit der 92Sqn war die R-699, die hier zum Final auf die 09 herein schwebt. Dabei wurde das Triebwerk immer auf einer hohen Drehzahl gehalten, um das Anblasen der Tragflächen nicht abreißen zu lassen. Die Katamaranträger unter dem Rumpf waren typisch für die Dänen und deutschen Marine-Starfighter.

Archiv H. Franke R-753 F-104G Esk 723, Gütersloh (September 1975) Mit dem typischen Katamaranträger ohne Lenkwaffen startet dieser Starfighter während des Staffelaustauschs mit den Gütersloher Lightnings. Die dänischen Einsitzer sind interessanterweise niemals mit vier Zusatztanks geflogen(!), es gibt nur Bilder mit zwei oder ohne Zusatztanks und Sidewinder unter dem Rumpf.

© Axel Saal R-756 F-104G Esk 723, Gütersloh (Sommer 1967) Der silbergraue Anstrich mit den weißen Tragflächen und den großen Hoheitsabzeichen kennzeichnete die dänischen F-104 in den ersten Jahren genauso wie die typische Beladung mit den beiden Tiptanks und den AIM-9-Katamaranträgern unter dem Rumpf. Erst gute zwei Jahre im Einsatz war der R-756 bei seinem Besuch in Gütersloh. Am Ende seiner Dienstzeit hatte dieser F-104G 3.747 Flugstunden nach seinem letzten Flug am 08.11.1984 auf dem Buckel.

CF-104D

© Thomas Westhoff-Düppmann RT-654 CF-104D Esk 723, Gütersloh (28.07.1982) Die Dänen flogen ihre Starfighter in den zwei Einheiten Esk 723 und 726 in Aalborg. Erst am 15. September 1966 bekam die Esk 723 ihre ersten F-104, knapp zwei Jahre zuvor die Schwesterstaffel. Eine Starfighter-Krise hat es in Dänemark nie gegeben, sicher auch ein Grund dafür war die intensivere Erfahrung mit Düsenjets in den fünfziger Jahren.

© Thomas Westhoff-Düppmann RT-654 CF-104D Esk 723 Gütersloh (28.07.1982) Gelandet ist dieser Starfighter an dem Tag bei Westwind, gestartet bei Ostwind. Besonders in den Sommermonaten wurde die Anflugrichtung einmal am Tag, manchmal sogar zweimal, geändert. Eher selten führten die dänischen Trainer nur mit den zwei Tip-Tanks ihre Einsätze durch. Man erkennt unter den Tragflächen die zwei Startschienen für die AIM-9 Sidewinder, die beim Zweisitzer dort getragen wurden.

© Thomas Westhoff-Düppmann RT-655 CF-104D Esk 723, Gütersloh (14.07.1982) Sieben vorher von den Kanadiern verwendete CF-104D flogen ab 1971/72 bei den beiden Staffeln in Aalborg. Beide Einheiten waren wichtige Verbände im Verteidigungsbereich der nördlichen NATO, die regelmäßig Maschinen des Warschauer Paktes über der Ostsee abfingen.

© Thomas Westhoff-Düppmann RT-655 CF-104D Esk 723, Gütersloh (14.07.1982) Mit gewohnt vollem Nachbrenner zieht dieser dänische Starfighter über die 09 davon. Selten genug in den frühen 80er Jahren fand ein Besuch bei strahlendem Sonnenschein statt, hier hat es mal geklappt! Die Esk 723 flog von September 1965 bis Dezember 1983 die F-104 und rüstete dann auf die F-16 um. Am 08.01.2001 wurde diese Eskadrille aufgelöst und ist nun nur noch ein Teil der dänischen Militärluftfahrtgeschichte.

© Wieland Stolze RT-657 CF-104D Esk 723, Gütersloh (10.08.1976) Die RT-657 war zusammen mit der CF-104 R-771 die erste CF-104D, die im November 1971 von den Canadian Armed Forces übernommen wurde. Insgesamt übernahmen die Dänen bis zum Sommer 1972 15 Einsitzer und sieben Trainer. Der Bautrupp im Hintergrund war vermutlich bei der Ausbagerung der Ems beschäftigt und musste seine Arbeit wegen des gewohnt niedrigen Anflugs des Starfighters kurzfristig unterbrechen!

© Thomas Westhoff-Düppmann RT-657 CF-104D Esk 723, Gütersloh (18.05.1982) Zusammen mit dem Einsitzer R-707 besuchte dieser Starfighter die Basis. Die Maschine steht hier noch im Bereich der späteren 18Sqn und wartet auf dem Weg zum Abstellplatz vermutlich auf den Flügelmann. Erkennbar ist unter der linken Tragfläche die Sidewinder-Startschiene. Die RT-657 wurde am 24.11.1971 von den Canadian Armed Forces an die Flyvevåbnet übergeben.

© Jeff Bell RT-667 CF-104D Esk 723, Gütersloh (Februar 1980) Auf Höhe des Hangar 4 parkt einer der sieben CF-104D die in den Jahren 1971 bis 1973 an die Kongelige Danske Flyvevåbnet ausgeliefert wurden. Die RT-667 wurde am 5. Juni 1972 ausgeliefert und am 3. Januar 1983 bereits wieder aus dem dänischen Dienst gezogen. Heute steht der Doppelsitzer im Svedinos Bil- och Flygmuseum in Ugglarp, Sweden (svedinos.se). Man erkennt hier sehr gut, dass die zweisitzigen Starfighter in Dänemark auch mit AIM-9 Sidewinder flogen - die Halterungen sind im Gegensatz zu den (C)F-104G unter den Tragflächen!

F-16A / F-16B

© Michael Brand E-184 F-16A Esk 723, Gütersloh (27.04.1988) Aus Aalborg kam diese einsitzige F-16 alleine nach Gütersloh. Interessant sind die Lasten in dieser Zusammenstellung - zwei Sidewinder-Attrappen und zwei Travel-Pods. Die Esk 723 war hauptsächlich in der Luftverteidigung im Einsatz, wie die Starfighter der Staffel zuvor.

© Marcus Herbote E-600 F-16A Esk 723, Gütersloh (01.07.1986) Als eine der ersten und damit noch seltenen dänischen F-16A aus Aalborg kam diese Maschine nach Gütersloh. Zur Anfangszeit flogen die Dänen noch ohne größere Außenlasten (hier nur Travelpods).

© Marcus Herbote E-604 F-16A Esk 723, Gütersloh (29.07.1985) Ohne eine einzige Außenlast besuchten Ende Juli 1985 zwei F-16A der gerade vom Starfighter auf die Fighting Falcon umgerüsteten Esk 723 unsere Basis. Die neue Maschine sieht ohne Ölspuren und ähnliche Verschmutzungen noch ziemlich makellos aus.

© Michael Brand ET-210 F-16B Esk 723, Gütersloh (11.09.1989) Die Dänen tragen ihre Staffelwappen seit vielen Jahren nur noch an der linken Seite, bei den F-16 am Lufteinlauf, bei der Esk 726 am Leitwerk. Der zweite Mann im Cockpit schaut interessiert zu der Horde Spotter hinüber, die seinen Anflug hier beobachtet. Im Dänemark der 80er Jahre war das Spotten am Zaun von Militärflugplätzen verpönt.

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