From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: 10th TRW - U.S. Air Force Europe

U.S. Air Force Europe - 10th TRW / TFW

Gastflugzeuge der USAFE, 10th TRW / TFW (10 TRW)

Übersicht | 20 TFW

RF-4C Phantom

© Thomas Westhoff-Düppmann 67-0469/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (27.09.1982) Mit dem "Fiscal-Year 67" am Leitwerk war diese RF-4C eine der ältesten im Bestand der 1TRS. Mit nur zwei Zusatztanks flogen die amerikanischen Aufklärer allerdings selten. Die 1TRS verschwand bereits 1987 aus der "Order of Battle" der USAFE.

© Jeff Bell 68-0554/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (Juli 1982) Die weiße Unterseite bei den RF-4C verschwand im Laufe der frühen achtziger Jahre. Diese Phantom dient heute als Ground Instructional Airframe auf der Ramstein Air Base.

© Thomas Westhoff-Düppmann 68-0555/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (29.09.1982) Während der 80er Jahre flogen die Fighter der USAFE auch regelmäßig an Wochenenden. So passierte es mehr als einmal, dass eine oder zwei RF-4C aus Alconbury oder Zweibrücken nach einem Nightstop in Gütersloh erst am Samstag Morgen starteten - einen Haufen verwunderter Spotter auf dem Schulhof gab es inklusive!

© Markus Jakobsmeier 68-0555/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (20.09.1983) Die "Triple Five" der 1TRS war ein recht häufiger Gast in Gütersloh. Diese RF-4C starb sozusagen im Kampf, bei einem Luft-Luft-Raketentest über dem Golf von Mexico wurde sie am 1. April 1997 abgeschossen.

© Rainer Mueller 68-0556/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (September 1982) Man wird sicher nie diesen typischen, jaulenden Klang der J79-Triebwerke aus den Ohren bekommen. Die RF-4C hörten sich ähnlich an wie die TF/F-104G der Niederländer, Belgier, Dänen und Kanadier und die USAFE F-4C aus Spangdahlem.

© Christian Hölscher 68-0561/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (14.09.1984) Bei dunstigem Wetter sahen die lizard-getarnten Maschinen besonders düster aus - das zeigte die Wirksamkeit der Tarnung am Boden. Zusammen mit der 72-0146 landete diese RF-4C als typischer Freitagsgast während des Herbstmanövers. Am Wochenende darauf begannen die Truppen-Verlegungen der RAF mit vier VC-10, zwei Tristars und zwei Hercules sowie Jumbos und Tristars von British Airways.

© Thomas Westhoff-Düppmann 68-0563/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (16.07.1984) Von 1965 bis 1987 flog das 10TRW die RF-4C, insgesamt hatte der Verband 34 Jahre die Aufklärungsaufgabe inne. Zuvor war die RB-66 Destroyer im Einsatz.

© Thomas Westhoff-Düppmann 68-0565/AR und 68-0563/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (16.07.1984) Doppelanflüge in dieser Höhe waren auch für die amerikanischen Phantom bei einem Durchstart in Gütersloh eher selten. Beide Aufklärer sind kurze Zeit später zur Landung hereingekommen. Bei der vorderen RF-4C ist der Blitzlichtkörper-Behälter geöffnet!

© HaPe Merschbrock 68-0565/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (24.07.1984) An diesem Tag waren in Gütersloh von morgens 8 Uhr bis abends 17.30 Uhr fast 200 Flugbewegungen zu verzeichnen! Dahinter standen allein 55 Harrier-Einsätze. Diese RF-4C war im Juli 1984 ganze dreimal zu Besuch in Gütersloh, lediglich einmal war sie mit einem ECM-Pod unterwegs und landete bei Ostwind! So lassen sich Aufnahmen, auch 35 Jahre später, noch genau zuordnen. Den "Flugtage"-Tagebüchern sei Dank!

© Rainer Mueller 68-0567/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (September 1984) Die Aufklärer aus RAF Alconbury waren recht oft zu Gast in Gütersloh. Hier sieht man, wie effektiv das damalige Tarnschema der USAFE Phantom war.

© Michael Brand 68-0568/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (Juni 1986) Diese RF-4C besuchte während "Central Enterprise" am 10., 11., 13. und 14. Juni die Basis, daher lässt sich der genaue Tag nicht festellen. Während der großen jährlichen Luftwaffenübung kamen täglich vier bis sechs RF-4C aus Alconbury zu Besuch. Die Maschinen trugen meistens ECM-Pods, um bei ihren Einflügen in das "feindliche" Gebiet eine bessere Chance zu haben, den Einsatz erfolgreich zu beenden.

Archiv Christian Hölscher 68-0570/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (Sommer 1984) Die Nachbrennerstarts der Jets waren für die Gütersloher Bevölkerung immer besonders gut zu hören. Der Westwind trug den Sound direkt bis ins Stadtzentrum.

© Michael Brand 69-0369/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (17.04.1985) 20 RF-4C lagen 32 Jahre bei der 10TRW, 1TRS in RAF Alconbury. Die beiden anderen Squadrons des Wings wurden bereits 1976 aufgelöst. Sieben Jahre später, im Juni 1987, wurde dann auch die 1TRS aufgelöst und damit gut drei Jahre vor vielen anderen USAFE-Einheiten.

© Christian Hölscher 69-0369/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (17.04.1985) Deutlich zu sehen sind hier die enormen Rauchschwaden der RF-4C aus Alconbury. Bei einigen Mustern konnte man so schon frühzeitig (in drei bis fünf km Entfernung) die Nationalität einer Phantom feststellen, allein durch Silhouette, Landescheinwerfer und Qualmwolke. Meistens lag man dann richtig.

© Markus Jakobsmeier 69-0370/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (19.09.1983) Hier wieder im Dienst des 10Tactical Recce Wing soll die Maschine in der Vergangenheit einmal als Leihgabe in Asien gewesen sein und zwar im Iran (August 1970 bis März 1971), um angeblich für geheime Aufklärungsflüge hinter der russischen Grenze eingesetzt worden zu sein. Andere Quellen zeigen sie im selben Zeitraum im Dienst von Israel mit der Seriennummer „151“. In jedem Fall war die RF-4C im März 1971 zurück bei der USAF.

© Markus Jakobsmeier 69-0370/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (13.02.1984) Eine RF-4C aus Alconbury steht am Startpunkt der Bahn 09. Heute sind sowohl das Geschwader wie auch der Flugzeugtyp als auch die Air Base längst Geschichte. Dieses Bild stammt aus einer Zeit, als der ostwestfälische Himmel von Kampfflugzeugen geradezu wimmelte.

© Christian Hölscher 69-0370/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (Juni 1985) Einige der vormals in Alconbury genutzten RF-4C flogen später beim 26TRW in Zweibrücken weiter. Das bei dieser Phantom verwendete Lizard-Tarnschema hieß auch European-One und löste das braun-grüne Tarnkleid ab. Dieser Aufklärer nahm an "Central Enterprise 1985" teil und flog nur mit zwei Zusatztanks und einem ECM-Pod.

© Michael Brand 69-0381/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (14.06.1985) Mit drei Zusatztanks, einem Travelpod rechts sowie einem ECM-Behälter links landet diese RF-4C voll beladen in Gütersloh. Das Flugzeug trägt den Anfang der achtziger Jahre eingeführten Lizard-Anstrich. In RAF Alconbury konnte man von außerhalb der Basis hervoragende Taxiway-Aufnahmen schießen. Leider schloss auch diese Basis viel zu früh nach dem Ende des kalten Krieges.

© Marcus Herbote 69-0381/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (06.08.1985) Wie auch die Lockheed Starfighter mit dem alten J79-Triebwerk heulten die RF-4C vor der Landung und beim langsamen Überflug entsprechend. Die Maschine ging kurze Zeit später an das 26TRW in Zweibrücken - dort blieb sie bis zu ihrem Absturz am 22. September 1987.

© Thomas Westhoff-Düppmann 69-0382/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (01.04.1982) Diese RF-4C aus Alconbury startete mehrere Male durch (wie man hier sieht) und landete dann auf der Basis. Leider wurde die 1TRS der 10TRW bereits 1987 aufgelöst - die Einheit verschwand somit noch vor Ende des kalten Krieges abrupt aus der monatlichen Gütersloher Gästeliste.

© Thomas Westhoff-Düppmann 69-0382/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (01.04.1982) Nach viermaligem Durchstart landete diese RF-4C abschließend in Gütersloh. In den frühen achtziger Jahren waren Übungsanflüge an der Tagesordnung, die spätestens seit Lightning-Zeiten lärmgeplagte Bevölkerung ging erst ab 1988 in Gütersloh verstärkt dagegen an. Hier startet die Phantom in ihrem Asian-One-Anstrich zurück nach Alconbury.

© Christian Hölscher 69-0384/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (10.06.1985) Vermutlich hatten auch die RF-4C des 10TRW zusätzliche Aufgaben in Rahmen der Überwachung der innerdeutschen Grenze zu übernehmen. Die deutschen RF-4E konnten mit ihrem SLAR sicherlich interessante Erkenntnisse über die NVA und die Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte in Erfahrung bringen.

© Michael Brand 69-0384/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (10.06.1985) Während der Übung "Central Enterprise" waren jeden Tag bis zu sechs RF-4C zu einem Fuelstop auf der Basis. Jede der Phantom trug die üblichen drei Zusatztanks sowie einen der damals recht neuen ECM-Pods unter den Tragflächen.

72-0146/AR und 68-0561/AR RF-4C 10TRW, 1TRS

© Thomas Westhoff-Düppmann 72-0146/AR und 68-0561/AR RF-4C 10TRW, 1TRS, Gütersloh (14.09.1984) Zur Zeit der Umstellung vom Asian-One-Anstrich zum Lizard-Scheme entstand diese Aufnahme. Die Amerikaner waren zu jeder Zeit hochprofessionell und konnten auch bei schlechtem Wetter, wie hier, Two-Ship-Landeanflüge durchführen. Dieses Wetter wurde der 72-0146 am 24. Juli 1986 scheinbar zum Verhängnis als die Maschine während ihres Displays bei der Air Show in RAF Brawdy in die St. Bride´s Bay Nähe des Newgale Beach stürzte. Die Besatzung konnte sich nicht retten.

A-10A Thunderbolt

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 80-0227/AR plus 80-0144/AR A-10A 10TFW, 509TFS, Gütersloh (06.07.1989) Besuche der beiden A-10-Squadrons aus RAF Alconbury waren sehr sporadisch. Am 20. August 1987 wurde das 10TRW in 10TFW umbenannt und die 509TFS verlegte zusammen mit der 511TFS von Bentwaters auf die neue Basis. Von September 1991 bis März 1992 wurde die Thunderbolt dann bereits wieder abgegeben, das Geschwader wurde als direktes Opfer des beendeten kalten Krieges im März 1993 aufgelöst.

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