From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der USAFE 26 TRW

Gastflugzeuge der USAFE 26 TRW

RF-4C Phantom

© Christian Hölscher 68-0554/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (26.07.1989) Früh morgens landeten zwei RF-4C aus Zweibrücken im nebelverhangenen EDUO. Der Morgendunst versprach spätestens ab Mittag bestes Spotting-Wetter. Die 68-0554 flog zuvor noch bei der 10TRW in Alconbury und war schon mehrfach in Gütersloh zu Besuch.

© Pete Webber 68-0557/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (18.07.1988) Nach Auflösung der 1TRS der 10TRW in Alconbury waren die Zweibrückener RF-4C die letzten taktischen Aufklärer der USAFE. Waren Besuche bis dahin eher selten, landeten diese Phantom bald im Durchschnitt einmal im Monat. Eher untypisch ist der einzelne Rumpftank, da meistens mit drei Zusatztanks geflogen wurde.

© Pete Webber 68-0557/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS Gütersloh (18.07.1988) Zu diesem Zeitpunkt war das Ende des kalten Krieges fast schon absehbar. Auch das Schicksal der zu diesem Zeitpunkt 20 Zweibrückener RF-4C war damit besiegelt. Die letzten beiden RF-4C des 38TRS besuchten Gütersloh am 7. Dezember 1990, am 12. April 1991 war die RF-4C in Europa Geschichte!

© Erich Westersötebier 68-0567/ZR RF-4C 26TRW, 17TRS, Gütersloh (1974) Einige Jahre vor der Einführung des Lizard-Anstrichs sieht man diese RF-4C vor den gerade im Bau befindlichen Hardened Aircraft Shelter zur Landung herein schweben. Erst ein Jahr zuvor verlegte das 26TRW mit den zugeordneten Staffeln 7SOS (C-130E, UH-1N), 17TRS (RF-4C) und 38TRS (RF-4C) von Ramstein nach Zweibrücken. Die 17TRS, erkennbar am roten Band an der Leitwerkspitze, blieb bis zum 20.11.1978 im Geschwader und wurde dann aus Rationalisierungsgründen aufgelöst.

© Michael Brand 68-0570/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (26.07.1989) Der letzte Besuch einer RF-4C für alle Zeiten fand bereits am 7. Dezember 1990 statt. Am 3. April 1991 wurde dann die 38TRS aufgelöst, ein Tag später war das 26TRW auch Geschichte. Die großen Leitwerk-Codes hatten bei den Amerikanern Tradition und immer auch eine Bedeutung: "ZR" stand für "Zweibrücken Reconnaissance"!

© Klemens Hövel 68-0583/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (13.05.1988) Das 26Tactical Reconnaissance Wing wurde am 1. Juli 1965 auf der französischen Toul-Rosières Air Base ins Lebens gerufen. Es erhielt die mit der RF-101C fliegende 32TRS, vormals beim 66TRW in Laon-Couvron im Einsatz. Die ersten RF-4C kamen dann am 3. Oktober 1965. Als zweite Squadron bekam das Wing dann die 38TRS zugewiesen, ebenfalls aus Laon. Das Geschwader lag nur sehr kurz in Frankreich, machte der Austritt Frankreichs doch im Oktober 1966 eine Verlegung nach Deutschland, zunächst nach Ramstein, notwendig. Erst Ende Januar 1973 verlegte das 26TRW nach Zweibrücken.

© Michael Brand 68-0583/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (13.05.1988) Der Navigator auf dem zweiten Cockpit schaut hier interessiert oder überrascht zu der großen "Spotter-Meute" hinüber, die an einem sonnigen Ostwind-Tag die alte Stahlbrücke bevölkerte. Nach der Auflösung der 10TRW, 1TRS in Alconbury kam seltsamerweise die 26TRW, 38TRS aus Zweibrücken deutlich häufiger zu Besuch. Vorher waren Besuche der Squadron in EDUO eher eine Seltenheit.

© Martin Fox 68-0583/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (13.05.1988) Die Rampe in Gütersloh war meistens "very busy". An den im Hintergrund bereit stehenden Stromversorgern kann man erahnen, dass an diesem sonnigen Frühlingstag die beiden Zweibrücken-Recces sicher nicht die einzigen Besucher bleiben.

© Jeff Bell 68-0603/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (ca. 1980) Die RF-4C des 1TRW in Alconbury und des 26TRW in Zweibrücken gehören nicht gerade zu den selten fotografierten USAFE Phantom. Das Gegenteil gilt für die 68-0603, sie wurde nur sehr selten aufgenommen und gehörte zu den wenigen RF-4C der Einheit, die kaum in Gütersloh zu sehen waren!

© Klemens Hövel 69-0359/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (13.05.1988) Im Jahr 1988 begann die Mai-Übung an einem Freitag, den Dreizehnten. Zusätzlich kamen zu den ca. 30 Korridor-Teilnehmern einige Besucher, wie zwei RF-4C aus Zweibrücken. Die Flightline war an dem Tage also besonders gut gefüllt. In der Woche danach lagen Harrier der 3 und 4Sqn im Feld, daher operierte das "Cross Servicing"-Team von den HAS-Bereichen aus und stellte die zusätzlichen Fighter-Gäste in je einen Shelter.

© Martin Fox 69-0359/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (13.05.1988) Als letzte Phantom-Einheit der United States Air Force Europe wurde das 26TRW am 31.07.1991 aufgelöst. Die letzten RF-4C verließen bereits am 12.04.1991 die Zweibrücken Air Base. Vier Jahre später wurde der Aufklärer dann auch in den Staaten aus dem Dienst genommen.

© Marcus Herbote 69-0359/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (13.05.1988) Nach der Außerdienststellung der 1st TRS in Alconbury mit ihren RF-4C besuchten die Zweibrückener Recce Phantom unsere Basis in regelmäßigen Abständen. Häufig kamen sie auch zu zweit und machten mit ihren heulenden J79-Triebwerken vor der Landung mehrere Anflüge. Besonders die Anwohner der Städte Herzebrock, Rheda und Gütersloh dankten es ihnen!

© Pete Webber 69-0359/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS Gütersloh (18.07.1988) Die USAFE hatte ab der siebziger Jahre nie besonders viele taktische Aufklärungseinheiten gleichzeitig im Dienst. Die 38TRS war aber die letzte im Einsatz befindliche Staffel mit dieser Aufgabe. Die Staffelstärke lag bei etwa 23 Flugzeugen.

© Marcus Herbote 69-0367/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (17.07.1984) Mit heulenden J79-Triebwerken und im alten Tarnschema landet eine RF-4C aus Zweibrücken in EDUO. Einer Landung gingen oftmals ein oder mehrere Durchstarts voraus. Manchmal kamen die Phantom auch erst am Freitagnachmittag und starteten dann am Samstagvormittag zurück auf die Heimatbasis!

© Michael Brand 69-0367/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (17.07.1984) Nach der Auflösung des 10TRW, 1TRS in RAF Alconbury war die 38TRS in Zweibrücken bis zu ihrer Auflösung die einzige taktische Aufklärungsstaffel der gesamten USAFE. Da Gütersloh von jeher schon immer ein Standort für taktische Aufklärer war, so die 79Sqn mit Meteor und Swift, die 3 und 4Sqn mit der Hunter und die 4Sqn mit dem Harrier, kamen die anderen NATO-Aufklärer sehr häufig und regelmäßig zu Besuch.

© Martin Fox 69-0367/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (ca. 1988) Die zwei General Electric J79-GE-15 Triebwerke produzierten jeweils 7.416 kg Schub bei vollem Nachbrenner. Für die außer mit einem ECM-Pod ausgerüstete unbewaffnete RF-4C war bei Gefahr die Flucht mit Höchstgeschwindigkeit im Tiefflug überlebenswichtig!

© Martin Fox 69-0381/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (06.08.1985) Im Hintergrund dieser RF-4C steht ein UH-1D der Heeresflieger. Lediglich zwei taktische Aufklärungsstaffeln waren in den 80er Jahren bei der USAFE verblieben, die 10TRW, 1TRS in Alconbury und die 26TRW, 38TRS in Zweibrücken, erstere verschwand dann im Jahr 1987.

© Marcus Herbote 69-0383/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (23.04.1990) Eine Ein-Tanker-RF-4C bei Ostwind am Start. Leider ging diese Version genau wie die deutschen RF-4E Anfang der 90er viel zu schnell aus dem Dienst! Das schicke Grau war schon die dritte Tarnung in Folge, mit der die RF-4C flogen.

© Michael Brand 72-0151/ZR und 71-0259/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (01.09.1989) Einen schönen Doppelstart zweier RF-4C aus Zweibrücken sieht man hier. Die 38TRS hatte im Gegensatz zu den Fighter-Staffeln nur eine Sollstärke von anfangs 18 Phantom, diese erhöhte sich nach der Auflösung der 1TRS in Alconbury auf 22 RF-4C.

© Christian Hölscher 72-0152/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (21.09.1984) Bis Mitte der 80er Jahre waren die Recce Phantoms aus der Pfalz eher seltene Gäste in EDUO. Weitaus häufiger waren die Aufklärer aus RAF Alconbury zu sehen. In Zweibrücken war von dem einstmals großen Geschwader RF-4C nur noch diese eine Staffel übrig geblieben.

© Günter Böckmann 72-0152/ZR und 68-0570/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (30.08.1990) Dieser 30. August 1990 machte durch heftige Gewitter, starken Dunst und Nebel über Westdeutschland, Belgien und den Niederlanden von sich reden. Als "Weather Diversions" kamen nach diesen beiden RF-4C noch vier belgische F-16A des 1Wing aus Beauvechain (um 14.55 Uhr) und drei Wildenrath Phantom nach 15.30 Uhr zur Landung herein! "Fallschirm-Otto" wartet hier geduldig in seinem Landrover auf das Abwerfen der beiden Bremsschirme.

© Klemens Hövel 72-0153/ZR RF-4C 26TRW, 38TRS, Gütersloh (10.05.1989) Die vordere RF-4C hat die modifizierte, nach unten gewölbte, Kamera-Nase der letzten Baureihe des Aufklärer-Modells. Zusammen mit der 69-0369 landeten beide an diesem dunstigen Tag in Gütersloh. Beide Phantom tragen die typischen drei Zusatztanks und an der rechten Seite einen ECM-Behälter.

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