From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der USAFE – 50 TFW

Gastflugzeuge der USAFE – 50 TFW

F-4E Phantom

© Jeff Bell 68-0392/HR F-4E 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1980) Im Jahr 1980 nahmen letztmalig sechs F-4E des 50TFW von der Basis Hahn, dem kleinsten USAF-Flugpatz in Deutschland, an "Bold Encounter" teil. Zwei Jahre vor Außerdienststellung wurde diese Phantom noch einmal im Paintshop versorgt. Interessant sind die Unterschiede eines "normierten" Tarnschemas auf den jeweiligen Maschinen, diese variieren teilweise sehr stark.

© Jeff Bell 68-0464/HR F-4E 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1980) Zu den drei Squadrons des 50TFW gehörten die 10, 313 und 496TFS. Ab Ende 1981 rüstete das Geschwader auf die F-16A und B um, die letzte Phantom verließ Hahn am 21.06.1982.

© Günther Kipp 69-0280/HR F-4E 50TFW, Gütersloh (Januar 1975) In dem Jahr bestand das 50TFW aus den Staffeln 10 und 81TFS. Erst ab Anfang 1976 stieß die 313TFS dazu und ersetzte die vorher in die USA verlegte 417TFS. Staffelstreifen trägt diese F-4E leider nicht, typisch für die frühen siebziger Jahre.

© Jeff Bell 72-1479/HR F-4E 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1980) Nicht alle der sechs F-4E bei der Mai-Übung 1980 trugen das rote Leitwerksband der 496TFS. Zu der Zeit, als diese Aufnahme entstand, waren bereits die ersten beiden F-16A in Hahn (Leihgabe aus Hill, Utah), zum ersten Kennenlernen für fliegende Besatzungen und Bodenscrews.

© Axel Saal 72-1489/HR F-4E 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1980) Letztmalig nahmen die Hahner Phantom im Mai 1980 an der Korridor-Übung teil. Viele Spotter warteten schon sehnsüchtig auf die neuen F-15 Eagle, die ab dem Frühjahr 1981 dann die US-Komponente stellen sollten. Neben der 496TFS mit ihren roten Leitwerkstreifen gehörte auch die 10TFS (blaue Streifen) und das 313TFS (weiße Streifen) zum 50TFW.

© Jeff Bell 72-1489/HR F-4E 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1980) Die Hauptaufgabe des Hahner Geschwaders war der Angiff, die Zweitaufgabe die Luftverteidigung, letztere zusammen mit den Bitburger Phantom bzw. F-16. Von 1966 bis 1976 flog der Verband die F-4D, für wenige Jahre wurde dann noch die F-4E eingesetzt.

© Jeff Bell 74-1057/HR F-4E 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1980) Die Basis Hahn war für ihre abgelegene Lage im Hunsrück mit entsprechend wenig Ablenkung und Freizeitvergüngen und das meistens schlechte Wetter bekannt. Durch diese besondere Situation war der Zusammenhalt bei Soldaten, Zivilisten und Familien außergewöhnlich gut.

© Jeff Bell 74-1059/HR F-4E 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1980) Die ab 1972 getragenen Lettern "HR" und die Serials wurden zunächst in weiß getragen, später in schwarz. Im Laufe der Zeit trug man die Seriennummern mit einer dickeren Typografie und leicht veränderter Position am Leitwerk auf - auch ein Merkmal, mit dem sich Fotos zeitlich zuordnen lassen.

F-16A

© Wilfried Zetsche 80-0544/HR und 80-0563/HR F-16A 50TFW, 313TFS, Gütersloh (August 1983) Die NATO musste spätestens nach den Einsätzen im Kosovo im Jahr 1999 erkennen, dass Trainingsflüge mit nur einem Zusatztank und ohne Waffen wenig realitätsnah waren. So wurde jahrzehntelang im Kalten Krieg der NATO geflogen, auch während Manövern - wie man bei den Hahner F-16A erkennt. Ab dem neuen Jahrtausend wurden dann häufiger Flüge über mehrere Stunden und mit zwei oder mehr Zusatztanks und Beladung trainiert.

© Christian Hölscher 80-0588/HR F-16A 50TFW, 496TFS, Gütersloh (09.05.1986) Hier landet die Maschine des Wing Commanders der 50th TFW, Colonel Tip Clark, im Rahmen der jährlich stattfindenden Korridor-Übung "Bold Encounter".

© M. Kronemeyer 80-0588/HR F-16A 50TFW, 496TFS, Gütersloh (09.05.1986) Hahner F-16 nahmen im Jahr 1986 ebenfalls an der Korridor-Übung teil. Von April 1982 bis März 1987 diese F-16A bei der 496TFS. Diese Maschine steht jetzt im AMARC und flog zuletzt bei der Puerto Rico ANG (198FS).

© Wilfried Zetsche 80-0601/HR F-16A 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1985) Mit zwei AIM-9 Sidewinder bewaffnet landet eine der ersten amerikanischen F-16A während "Bold Encounter" in Gütersloh. Damals gehörten amerikanische F-16 noch zu den Seltenheiten.

© Willy Metze 80-0601/HR F-16A 50TFW, 496TFS, Gütersloh (17.05.1985) Die AIM-9 Sidewinder wurde bei den F-16 der USAF häufig standardmäßig getragen. Sie ist und war eine Kurzstreckenwaffe, im Gegensatz zur AIM-7 Sparrow, die von der Fighting Falcon nicht eingesetzt wurde.

© M. Kronemeyer 80-0608/HR F-16A 50TFW, 496TFS, Gütersloh (09.05.1986) Hier landet die 80-0608 in Gütersloh. Sie steht heute als F-16A-ADF in AMARC. Ihre letzte aktive Zeit hatte diese Fighting Falcon bei der 114FS der Oregon ANG.

© Willy Metze 81-0666/HR F-16A 50TFW, 496TFS, Gütersloh (17.05.1985) Die 496TFS war im Herbst 1976 die erste Einheit der USAFE überhaupt, die an der Luftverteidigungsübung "William Tell" in Tyndall/Florida teilnahm, damals noch mit der F-4E. Das 50TFW auf der Hahn Air Base bekam am 30. Dezember 1981 die erste F-16A, die erste Squadron mit dem Muster war die 313TFS. Nach Ende des kalten Krieges löste man bereits am 30. September 1991 das Geschwader auf.

© Wilfried Zetsche 81-0681/HR F-16A 50TFW, 313TFS, Gütersloh (ca. 1983) Das waren noch Zeiten! Da gehörten die USAFE F-16A vom 50TFW aus Hahn fast noch zu den Exoten. Das 50TFW in Hahn erhielt als erste USAFE-Einheit in Europa die F-16A.

© Thomas Westhoff-Düppmann 81-0682/HR F-16A 50TFW, 313TFS, Gütersloh (16.05.1984) Am 30. Dezember 1981 kam die erste General Dynamics F-16A zur 313TFS. Als erste Squadron der USAFE erhielt die Einheit im Juni 1982 schließlich die Freigabe der vollen Einsatzbereitschaft mit dem Muster.

© Thomas Westhoff-Düppmann 81-0731/HR F-16A 50TFW, 313TFS, Gütersloh (18.04.1984) Von Dezember 1982 bis Oktober 1987 flog die 81-0731 bei der 313TFS in Hahn. Dann wurde die Maschine zur 159FIS der Florida ANG weiter gegeben. Bei der USAF waren Aufenthalte von vier bis fünf Jahren bis zur Weitergabe an andere Einheiten normal.

© Thomas Westhoff-Düppmann 81-0732/HR F-16A 50TFW, 313TFS, Gütersloh (16.05.1984) Die meisten Aufnahmen von diesem Tage verschwimmen leider im Dunst. Doch am späten Nachmittag kam schließlich noch die Sonne raus, um die Hahner F-16A mit etwas Licht zu fotografieren.

© Thomas Westhoff-Düppmann 81-0732/HR und 80-0622/HR F-16A 50TFW, 313TFS, Gütersloh (16.05.1984) In den achtziger Jahren gab es noch drei Wings mit der Fighting Falcon in Deutschland, die bei der USAF eher als Viper bekannt ist. Nach vielen Hundert Fightern auf deutschem Boden sind die 24 Flugzeuge der 480FS des 52FW in Spangdahlem die letzten US-Kampfflugzeuge auf deutschem Boden - bis auch sie in einigen Jahren verlegen werden.

F-16B

© Thomas Westhoff-Düppmann 80-0636/HR F-16B 50TFW, 313TFS, Gütersloh (18.04.1984) Für den Vorbesuch zur Mai-Übung sandte die 313TFS aus Hahn eine F-16A und diese F-16B, es war vermutlich die erste Landung eines amerikanischen F-16-Trainers auf der Basis. Die Piloten verabschiedeten sich standesgemäß mit einem 90 Grad Nachbrenner-Steigflug und einer anschließenden Rolle von der Basis!

© Thomas Westhoff-Düppmann 81-0820/HR F-16B 50TFW, 496TFS, Gütersloh (27.01.1984) Waren die einsitzigen F-16A, bzw. später F-16C, des 50TFW aus Hahn doch regelmäßig in Gütersloh zu sehen, so waren die zweisitzigen F-16B (später F-16D) doch wirklich selten. Hier sieht man einen der Trainer der 496TFS bei einem Übungsanflug.

© Thomas Westhoff-Düppmann 81-0820/HR F-16B 50TFW, 496TFS, Gütersloh (27.01.1984) Die Umrüstung von der F-4E Phantom auf die F-16A und B ging bei der USAFE relativ schnell voran. Neben dem 50TFW in Hahn, wurde auch das 52TFW in Spangdahlem, das 86TFW in Ramstein und das 401TFW in Torrejon umgerüstet. Später erhielten alle Einheiten die F-16C/D.

F-16C

© Wilfried Zetsche 84-1264/HR und 84-1288/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Kurz vor einem neuen Einsatz bei der Korridor-Übung stehen diese beiden F-16C auf der 27 in Gütersloh. Auch bei schlechtem Wetter wurden die Missionen für gewöhnlich geflogen.

© Wilfried Zetsche 84-1288/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Als eines der ersten Opfer nach Ende des kalten Krieges stand das 50TFW in Hahn auf der Streichungsliste. Die 496TFS wurde bereits am 15. Mai 1991, die 313TFS am 1. Juli 1991 und die 10TFS am 30. September des Jahres aufgelöst. Zum selben Zeitpunkt wurde auch das Geschwader aus dem Dienst gezogen und verschwand somit nach 35 Jahren aus Deutschland.

© Axel Saal 84-1288/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Sogar fünf F-16C aus Hahn nahmen an der letzten Korridor-Übung in Gütersloh im Mai 1990 teil. Der kalte Krieg war zu Ende, die Mauer gefallen, eine der aktivsten Basen in Deutschland wurde von Jahr zu Jahr ruhiger.

© HaPe Merschbrock 84-1288/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Zum letzten Aufgebot des letzten Korridor-Manövers sandte die 313TFS drei F-16C nach Gütersloh. In den Jahren danach lösten alle ehemaligen Teilnehmer-Verbände auf : so überstanden das 36TFW, 50TFW, die EC 3/2 bzw. die EC 1/13, die 56Sqn und 1TWU das Ende des kalten Krieges nicht lange, die 19 und 92Sqn verloren zumindest ihre Luftverteidigungsaufgabe und wurden später aufgelöst.

© Wilfried Zetsche 84-1288/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Ein gutes Jahr später wurde das 50TFW auf der Hahn AB aufgelöst. Hier landet eine F-16C zum letzten Mal auf der Basis - nach der letzten Korridor-Übung im Jahr 1990 waren nie wieder F-16 der Einheit zu Besuch. Man beachte hier die abgeblätterte Vorderkante des Leitwerks.

© Rainer Mueller 84-1298/HR F-16C 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1987) Kurz vor dem Aufsetzen auf die Gütersloher Runway 09 befindet sich diese F-16C aus Hahn. Außerhalb der Mai-Übung besuchte das Geschwader aber eher selten RAF Gütersloh. Bis 1980 nahm der Verband noch mit der F-4E an der Korridor-Übung teil.

84-1298/HR F-16C 50TFW, 496TFS

© Thomas Westhoff-Düppmann 84-1298/HR F-16C 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1987) Mit nicht weniger als fünf F-16C nahm die 496TFS an "Bold Encounter 1987" teil. Diese F-16C wurde im März 1986 an die Squadron übergeben. Später flog die Falcon bei der Hahner 10TFS und ab September 1991 bei der 163FS der Indiana Air National Guard in Fort Wayne.

© Markus Rüther 84-1301/HR und 84-1288/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Links im Hintergrund dieser beiden Hahner F-16C steht eine LTW Hercules sowie eine französische C-160F. "Bold Encounter" bzw. "Bold Gauntlet" gehörte zu den regelmäßig stattfindenden Manövers des Jahres in EDUO - wie auch das ECM-Meet, die RAE-Detachments und die DACT mit Lightnings und Hawks.

© Wilfried Zetsche 84-1301/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Das Geschwader auf der Hahn AB bestand auf den drei Tactical Fighter Squadrons 10, 313 und 496. Jede Staffel hatte einen Maschinenbestand von 26 F-16C und D.

© Wilfried Zetsche 84-1301/HR und 84-1288/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Bestückt mit dem üblichen Zusatztank unter dem Rumpf und zwei Sidewinder-LFK an den Tragflächenspitzen stehen zwei Hahner F-16C am Start. Erst nach den Konflikten wie Golf-Krieg und Kosovo-Krise wurde entdeckt, dass diese Einsätze oft mit dem Maximum an Zusatztanks und Waffen geflogen werden mussten. Das änderte auch die Übungsflüge im Heimatland. F-15, F-16, F-18, Mirage 2000 etc. flogen häufiger mit zwei oder drei Zusatzanks und halber oder voller Bewaffnung, um diese Einsätze so realistisch wie möglich zu üben.

© Wilfried Zetsche 84-1301/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Am 30. Dezember 1981 bekam die 313TFS des 50TFW die erste F-16A zugewiesen. Die Versionen A und B flog das Wing lediglich fünf Jahre - bereits Anfang 1987 war dann die Umrüstung auf die F-16C/D abgeschlossen.

© Wilfried Zetsche 84-1301/HR F-16C 50TFW, 313TFS, Gütersloh (Mai 1990) Im Mai 1990 lief die letzte Übung "Bold Gauntlet" (auch zuvor unter Bold Encounter bekannt). Es waren auch einige Hahner F-16C dabei, wie hier die 84-301, die hier gleich auf die Bahn 27 rollt.

Thomas Westhoff-Düppmann 84-1305/HR F-16C 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1987) Nur gute fünf Jahre flog diese General Dynamics F-16C Block 25E ab April 1986 auf der Hahn Air Base. Dann erhielt die 113FS das Flugzeug zugewiesen. Somit war die Fighting Falcon im Mai 1987 brandneu! Die Air Base im Hunsrück war eine der kleinsten US Bases in Europa und auch in Deutschland. Für die meistens besseres gewohnten US-Soldaten war das häufig schlechte Wetter in Hahn und die abgelegene Lage fernab jeder Großstadt eine echte Herausforderung. Die NATO hatte ihre Luftangriffseinheiten bewusst auf Flugplätze im Westen Deutschlands verlegt - weit weg vom Warschauer Pakt. Das gleiche galt auch für die von Hahn nicht weit entfernten Stützpunkte Bitburg, Spangdahlem und Büchel.

© Christian Hölscher 84-1390/HR, 84-1300/HR und 85-1413/HR F-16C und 81-758/HR F-16A 50TFW, 10TFS, Gütersloh (13.10.1986) Kurz vor Sonnenuntergang machen sich diese vier Fighting Falcons auf den Heimweg in den Hunsrück. Interessant ist hier besonders die zweite Maschine, es ist eine ältere F-16A, während die anderen Maschinen bereits von der Version C sind. An dem Tag waren 14 weitere Gastflugzeuge in Gütersloh, darunter zwei Canberra, zwei Draken, zwei deutsche RF-4E und drei A-10A!

© Rainer Mueller 85-1405/HR F-16C 50TFW, 496TFS, Gütersloh (Mai 1987) Schicker Doppelanflug zweier F-16C aus Hahn. Man sieht hier genau, wie der Pilot der zweiten Maschinen ausschließlich auf den Rottenführer blickt. Für die immer sehr gut geschulten US-Piloten dürfte das wohl eine ihrer leichtesten Übungen sein.

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