From Die Geschichte des Flugplatz Gütersloh

Visiting-Aircraft: Gastflugzeuge der US Army - Unbekannte Einheiten

Gastflugzeuge der US Army - Unbekannte Einheiten

AH-1G / AH-1S Cobra

© Jeff Bell 15983 AH-1S US Army, Gütersloh (Mai 1980) Für gewöhnlich kamen die Hubschrauber der United States Army Europe (USAREUR) immer in größeren Schwärmen von sechs bis 16 Maschinen, meistens waren auch mehrere Typen darunter, wie Cobra, Huey, Kiowa und Chinook.

© Martin Fox unid. AH-1S US Army, Gütersloh (September 1987) Die Army hatte verschiedene Verbände mit AH-1 Cobra an der innerdeutschen Grenze stationiert, um im Ernstfall die gepanzerten Verbände des Warschauer Paktes aufhalten zu können. Unter anderem gab es Army Heliports in Feucht bei Nürnberg und Fulda-Sickels. Im Norden dieser „Panzerabwehrkette“ schlossen sich die Einheiten des britischen Army Air Corps und der deutschen Heeresflieger an, im Süden und der Mitte waren es ausschließlich die Bo-105P-Regimenter. Im Hintergrund erkennt man einen SAR UH-1D und eine CF-18 der 409Sqn.

© Jeff Bell unid. AH-1G US Army, Gütersloh (Mai 1980) Eine Katastrophe für jeden Fotografen war die Tarnung der U.S. Army Hubschrauber. In ca. 75 bis 80 Prozent der Fälle wurden die Maschinen gar nicht identifiziert, ganz zu Schweigen von den Einheiten, die immer ein Rätsel waren.

Foto torstenn./CC BY-NC-ND 3.0 unid. AH-1S US Army, Gütersloh (ca. 1990) Oftmals besuchten die AH-1 Cobra des 11ACR vom Fulda-Sickels AAF die Basis. Sie waren im Frieden praktisch die Bewacher der Grenze am überaus wichtigen "Fulda-Gap". Durch dieses Tal wäre bei einem Angriff des Warschauer Paktes ein Großteil der sowjetischen Panzer-Verbände auf deutsches Gebiet vorgerückt!

UH-1H

© Martin Fox 16429 UH-1H US Army, Gütersloh (Mai 1989) Mehrere hundert UH-1H Huey waren in Deutschland in den unterschiedlichsten Einheiten während der 60er, 70er und 80er Jahre stationiert. Nach Gütersloh kamen sie sehr regelmäßig und oftmals auch in Rotten oder Schwärmen. Leider trugen auch die Hueys nur sehr selten Verbandsabzeichen. Im Gegensatz zu den deutschen UH-1D war der Turbinenauslass nach oben gebogen, um die heißen Abgase in den Rotorkreis zu blasen.

© Marcus Herbote 22337 UH-1H US Army, Gütersloh (Mai 1983) Die meisten der amerikanischen Huey-Besuche liefen wegen der immer schlecht sichtbaren Seriennummer am Leitwerk "unidentifiziert" ab. In den 70er und 80er Jahren war der Bell UH-1 aus dem mitteleuropäischen Luftraum nicht wegzudenken.

© Tom Docherty zwei unid. UH-1H US Army, Gütersloh (ca. 1981) Im Gegensatz zu den deutschen Bell UH-1D waren die amerikanischen UH-1H leicht an den nach oben gebogenen Turbinendüsen zu erkennen. Die heißen Abgase wurde so in den Rotorkreis geblasen und verflüchtigten sich umgehend - eine wichtige Erkenntnis aus dem Vietnamkrieg zum Schutz der Hubschrauber vor Raketen.

L-19A Bird Dog

© Barry Flahey 14628 L-19A US Army, Gütersloh (1958) Ein typisches Beobachtungsflugzeug der Army war in den 50er Jahren die Bird Dog. Nach der Änderung des Bezeichnungssystems der US-Streikräfte im Jahr 1962 bekam das Muster die neue Bezeichnung O-1A.

L-23D

© Barry Flahey 76039 Beech L-23D US Army, Gütersloh (1958) Maschinen der US Army besuchten häufiger die RAF Station, was später auch unter anderem mit der niederländischen Nike-Stellung in Borgholzhausen zusammen hing. Dort lagerten auch Nuklearsprengköpfe. Ab 1962 wurde die aus der zivlen Twin Baron abgeleitete L-23 in U-8 Seminole umbenannt.

OH-58A / OH-58C Kiowa

© Jeff Bell 15321 OH-58A US Army, Gütersloh (März 1980) Hier noch ein früher OH-58A, dient dieser Kiowa heute als OH-58D Kiowa Warrior mit der Seriennummer 89-0095. Selten genug konnte man die Serial und den Schriftzug "US Army" bei einem Kiowa so gut erkennen, wie an dieser Maschine. Die meisten der fliegenden Angriffs- und Transportverbände der US Army Europe verfügten über mehrere Bell Kiowa zu Verbindungs- und Beobachtungsaufgaben.

© Jeff Bell 0-16225 OH-58A US Army, Gütersloh (August 1980) Im Hintergrund dieses Bell OH-58A Kiowa stehen zwei belgische Alpha Jet. Heute fliegt dieser Hubschrauber als OH-58C bei der US Navy, trägt die Seriennummer 696225 und ist in Patuxent River, Maryland, stationiert. Die "0" vor der Seriennummer steht für "obsolete" und kennzeichnet das Alter des Hubschraubers von mindestens zehn Jahren.

© Jeff Bell 16980 OH-58A US Army, Gütersloh (Mai 1980) Meistens kamen die US Army-Verbände in großen Schwärmen oder Verbänden - auch zu Besuch. Das hielt andere Besucher zum Glück nur manchmal von einer Landung ab bzw. hielt technische Kräfte nicht allzu lang gebunden. Im Hintergrund steht ein weiterer Kiowa und mindestens zwei Huey Cobra.

© Jeff Bell unid. OH-58A US Army, Gütersloh (Mai 1980) Zusammen mit einem AH-1 Cobra bleibt dieser Kiowa aufgrund seiner Tarnung und der schwarzen Seriennummer wieder einmal nicht identifiziert. Der unbewaffnete OH-58 wurde oft vom Huey Cobra begleitet, bzw. sie operierten auch im Team an der innerdeutschen Grenze.

UH-60A

© Mike Elbracht unid. UH-60A US Army, Gütersloh (25.06.2007) Die fliegenden Verbände der U.S. Army sind mittlerweile auch auf dem Rückzug. Nur noch wenige der ca. 40 Army Air Fields (AAF) und Army Heli Ports (AHP) des kalten Krieges bestehen heute noch. Dazu zählen u.a. Ansbach/Katterbach, Coleman (Mannheim), Landstuhl, Stuttgart und Wiesbaden.

© Mike Elbracht unid. UH-60A US Army, Gütersloh (25.06.2007) Leider waren die Army-Helicopter immer schwer bis gar nicht zu identifizieren. Auch dieser Black Hawk blieb leider unerkannt, sowohl was die Seriennummer und auch was den Verband betrifft.

AH-64A Apache

© Jeff Bell 73-22248 YAH-64 US Army, Gütersloh (Juli 1982) Hier sieht man den zweiten Prototyp des damals neuen AH-64 Apache wohl bei seiner ersten Landung und Ankunft zur "Nachtschicht" in Gütersloh - noch mit der Bezeichnung YAH-64 einer der wenigen gelandeten Prototypen! Der Hubschrauber besuchte im selben Monat auch das Heli-Meet in Middle Wallop und die Farnborough Air Show, heute steht er im US Army Aviation Museum, Fort Rucker, Alabama. Fluglotse Chas McHugh: "Der Hubschrauber meldete sich bei uns im Tower und war dann bald auch von der Glaskuppel zu erkennen: 'Apache 63, type Apache.' Ich habe ihn vor lauter Verwunderung einfach unangemeldet landen und betanken lassen! Hatte nie von dem Typ gehört!"

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